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Archiv: August 2006
Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Bundesverbands Verwaister Eltern in Deutschland e.V. (VEID)
VEID
Es grenzt schon an Grab- und Leichenfrevel, wenn von einer Gedenkstelle Gegenstände entfernt werden. So geschehen in den letzten Tagen am Berliner Tegeler Hafen, wo sich seit dem Auffinden der dort tödlich verunglückten achtjährigen Anastasia viele Blumen, Gedenkkarten und Erinnerungsstücke angesammelt hatten (SargSplitter berichtete).
Besonders traurig ist die Familie darüber, das die persönlichen Dinge - wie die Sandschale, das Bild u.a. - entfernt wurden. Wer tut so etwas? Wie degeneriert, krank oder einfach nur blöd und ignorant muss jemand sein, der sich an einem solchen Ort zu schaffen macht?!?
Daher ist es um so wichtiger, weiter Zeichen zu setzen und diese Stelle als Gedenkort zu erhalten - je mehr sich darum bemühen, desto besser!
So sieht die Stelle jetzt aus:


So sah die Stelle bis vor kurzem aus:

Aufgrund des Berichts in der Berliner BZ vom 15. August 2006 hatten sich etliche Spender gefunden, die spontan Geld für einen Grabstein bereit stellten.
Eine schöne Geste und ein großer Trost für die Angehörigen. Man hätte von Seiten der Familie wohl so oder so auf einen "Merkpfahl (bzw. Holzkreuz) verzichtet, um das Grab nicht wie ein "Armenbegräbnis" aussehen zu lassen.
Auch für die Bepflanzung wird gesorgt sein.
Dennoch jämmerlich, dass von offizieller Seite keine Unterstützung kam.
So ist das heutzutage halt - aus den Augen aus dem Sinn...
Im Zusammenhang mit dem tragischen Unglück der achtjährigen Anastasia am Tegeler Hafen in Berlin ist es nun wichtig, die Familie nach der Beerdigung ihrer Tochter jetzt auch finanziell zu unterstützen.
Daher wird um Spenden für ein später aufzustellendes Grabmal gebeten.
Auch für die spätere Grabbepflanzung sind Spenden willkommen.
Menschen, die helfen wollen, können sich gerne beim Sargsplitter melden.
Vielen Dank!

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Bundesverbands Verwaister Eltern in Deutschland e.V. (VEID)
VEID
Die sehr bedrückende und angespannte Zeit zwischen Tod und Bestattung hat zunächst ihren Abschluss gefunden: Anastasia wurde am 3. August 2006 in Berlin beigesetzt.
Die schwere Aufgabe für die Familie wird nun die Trauerarbeit sein...

"Von guten Mächten wunderbar geborgen..."


03.08.2006