Sonntag, 21. Dezember 2014

Er darf nun wohl doch: Gunther von Hagens und sein Museum

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Memento mori klassisch

Der "Plastinator" Gunther von Hagens darf sein umstrittenes Körperwelten-Museum am Alexanderplatz eröffnen. Das Berliner Verwaltungsgericht wies damit ein Verbot des Bezirks Mitte zurück[...] Für die Ausstellung keine vorherige Genehmigung nach dem Berliner Bestattungsgesetz erforderlich. Die Berufung am Oberverwaltungsgericht ist zugelassen.
Das Museum soll im ersten Geschoss der Sockelbauten am Fernsehturm eingerichtet werden

berliner-zeitung.de


#| Stephan Hadraschek am 21.12.14 | 0 Comment/s (61) | 0 TB  | » Bestattung




Mittwoch, 10. Dezember 2014

Gedenk-und Erinnerungsarbeit auf der Bank...

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gesehen auf der Insel Föhr/Nieblum


#| Stephan Hadraschek am 10.12.14 | 0 Comment/s (85) | 0 TB  | » Trauer




Dienstag, 09. Dezember 2014

Zitate

"Der Tod, das unausweichliche Ende von allem, stellte sich ihm zum ersten Mal mit unwiderstehlicher Kraft vor. […] Er war in ihm selbst – das fühlte er. Wenn nicht jetzt, dann morgen, wenn nicht morgen, dann in dreißig Jahren, war das nicht alles gleich? Und was war dieser unausweichliche Tod, – er wußte es nicht nur nicht, dachte nicht nur niemals auch nur daran, sondern konnte und wagte nicht, daran zu denken."
(Lew N. Tolstoi, Anna Karenina, Dritter Teil, Kapitel 31)


#| Stephan Hadraschek am 09.12.14 | 0 Comment/s (48) | 0 TB  | » Tod




Montag, 08. Dezember 2014

Ein Schild sagt mehr als 1000 Worte...

...und diese oder ähnliche Verlautbarungen sind gängige Praxis (abgesehen von der Ästhetik des Schildes):

spiegel.de

Aber auch andere, nett formulierte, Mitteilungen finden sich häufig...

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Es ist an der Zeit, serviceorientiert und freundlich zu formulieren...


#| Stephan Hadraschek am 08.12.14 | 0 Comment/s (54) | 0 TB  | » Friedhof




Sonntag, 07. Dezember 2014

10 Jahre Lehrstuhl Palliativmedizin an der Uniklinik Köln

„Mehr Palliativmedizin statt Sterbehilfe“- 10 Jahre Lehrstuhl Palliativmedizin an der Uniklinik Köln"

Prof. Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin an der Uniklinik Köln: „Wir haben in den letzten acht Jahren circa 12.000 schwerkranke und sterbende Patienten betreut. Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine gesetzliche Regelung zum ärztlich assistierten Suizid nicht die Maßnahme ist, die zu einer besseren Versorgung der Patienten führen wird. Ich sehe im assistierten Suizid keine ärztliche Aufgabe. Wir brauchen mehr Palliativmedizin statt Sterbehilfe"[...]

Die Leistungen der Palliativmedizin sind unbestritten. Und ob der assistierte Suizid eine ärztliche Aufgabe sein kann bzw. soll, wird derzeit gesellschaftlich diskutiert. Doch solang es keinen flächendeckenden und ausreichenden Zugang zu palliativmedizinisch-hospizlichen Angeboten gibt (für alle soziale Schichten), wird es den "Wunsch" nach Sterbehilfe geben.

Die Zahlen dazu sind nicht zufriedenstellend:
Circa 47 Prozent aller pro Jahr in Deutschland sterbenden Menschen sterben in Krankenhäusern. Nur 15 Prozent der bundesweit rund 2.000 Krankenhäuser verfügen über eine Palliativstation. Ebenso hält nur ein kleinerer Teil einen Palliativdienst vor. Nur an 9 der 34 medizinischen Fakultäten existiert ein Lehrstuhl für Palliativmedizin. In Pflegeheimen gibt es nur wenige Modellprojekte. Der Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) wird noch nicht flächendeckend umgesetzt und die psychosoziale Versorgung ist in diesem Bereich kaum existent.

idw-online.de

Der Umgang und die Beschäftigung mit Sterben, Tod und Trauer gehören in die Mitte der Gesellschaft.
Es hat wenig Sinn, diese existentiellen Fragen nur den Politikern, Medizinern und Juristen zu überlassen.
Ein würdiges Sterben (egal wo) zu ermöglichen sollte oberste Priorität in unserem Gemeinwesen haben.


#| Stephan Hadraschek am 07.12.14 | 0 Comment/s (113) | 0 TB  | » Tod




Donnerstag, 04. Dezember 2014

Von der Körperwelten-Ausstellung zum Medizinhistorischen Museum

In den Fall der umstrittenen Körperwelten-Ausstellung am Fernsehturm wird nun auch die Berliner Charité hineingezogen: Das Uni-Klinikum zeigt seit 2007 in seinem Medizinhistorischen Museum ebenfalls Präparate von toten Menschen. Christian Hanke (SPD), der Bürgermeister von Mitte, will von der Charité nun wissen, auf welcher rechtlichen Grundlage die präparierten Leichenteile gezeigt werden[...]

Im Rahmen von museumsethischen Diskussionen taucht in den letzten 20 Jahren vermehrt die Frage auf, ob und wie man Tote bzw. menschliche Überreste in Museen sammeln und insbesondere ausstellen darf. Im deutschsprachigen Raum haben im Wesentlichen zwei Ereignisse das Thema in den Vordergrund gerückt: Die Anfang der 1990er Jahre in Mannheim gezeigte Ausstellung "Körperwelten" von Gunter von Hagens und die Ausstellung der Gletschermumie "Ötzi" in Bozen. Die zahlreichen ausgestellten Mumien in ägytischen Museen seien hier nur am Rande erwähnt. Das Verhältnis zum Tod und zu den Toten ist heute sehr zwiespältig. Das macht ein Für oder Wider schwierig. Viele Religionen und Kulturen verbieten das Öffnen des Körpers und die Totenruhe gilt ewig, ansonsten reichen aber wenige Jahre Ruhezeit. In Deutschland werden Gräber im Schnitt ein bis zwei Jahrzehnte gepflegt und dann abgeräumt, weil sich keine Angehörigen mehr darum kümmern. Die Totenruhe beginnt sich hier auf einen juristischen Begriff zu reduzieren. Darf man nun Tote im Museum ausstellen? Aufgrund zahlreicher ethisch-religiöser und säkularer Konzepte wird es auf ein Ja und Nein hinauslaufen...

berliner-zeitung.de


#| Stephan Hadraschek am 04.12.14 | 0 Comment/s (71) | 0 TB  | » Bestattung




Sonntag, 30. November 2014

Buchtipp - Sven Bramert: "Ich habe den Führer rasiert. Skurriles aus dem Altenheim"

Sven Bramert
Ich habe den Führer rasiert.
Skurriles aus dem Altenheim
Verlag Knaur

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droemer-knaur.de

Blog vom Autor Sven Bramert:
altenheimblogger.com

Das Thema Pflege ist in aller Munde, insbesondere bei der „hohen“ Politik.
Der Mangel an Pflegepersonal im Kontext einer weiter alternden Gesellschaft führte bislang dazu, „Pflege“ letztlich als Horrorszenario zu beschreiben.
Sicher ist diese (oft pessimistische) Sichtweise nicht verkehrt, doch zeigt sich im Alltag der Pflegenden selbst, wie bereichernd und sinnvoll das Leben für und mit alten Menschen in einer Pflegeeinrichtung sein kann. Es sind die kleinen, alltäglichen und oft skurrilen Geschichten, die diese Institutionen (letztlich) lebenswert machen.

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#| Stephan Hadraschek am 30.11.14 | 0 Comment/s (231) | 0 TB  | » Tipps - Bücher




Freitag, 28. November 2014

DIE VERWANDLUNG – Sterben und Trauer 1914–1918

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Brüder Busch Archiv im Max-Reger-Institut Karlsruhe, Bildarchiv,
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.



DIE VERWANDLUNG – Sterben und Trauer 1914–1918
Eine Gemeinschaftsausstellung des Arbeitskreises
selbstständiger Kulturinstitute e.V.
15. November 2014–10. Mai 2015
sepulkralmuseum.de

Einhundert Jahre ist es her, dass die Bevölkerung Europas mit einer bis dahin nicht vorstellbaren Dimension des Mordens, Sterbens und Leidens konfrontiert wurde. Während im Ersten Weltkrieg Millionen Soldaten auf den Schlachtfeldern den Tod fanden, starben Hunderttausende Zivilisten in der Heimat an Hunger und Krankheit. Wie die Menschen zwischen 1914 und 1918 in Deutschland mit diesen grauenhaften Erfahrungen umgingen, wie man offiziell und privat auf die Katastrophe reagierte, wie Künstler und „Normalbürger“ versuchten, das Trauma zu bewältigen, wie Schriftsteller die Ereignisse deuteten und welche Medien und Mittel man nutzte, um die divergierenden Haltungen, Empfindungen und Absichten zu artikulieren, zeigt die Gemeinschaftsausstellung,
an der sich die AsKI -Institute die Akademie der Künste, Berlin mit dem ihr angeschlossenen Kempowski -Bioarchiv, das Buddenbrookhaus-Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum, Lübeck, das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Deutsche Kinemathek Berlin, das Max-Reger-Institut Karlsruhe, das Museum der Brotkultur Ulm sowie das Museum für Kommunikation Berlin beteiligen. Dabei werden verschiedene Positionen exemplarisch aufgezeigt und einander gegenübergestellt.
Presseabteilung, Museum für Sepulkralkultur

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Nachlaßsachen von Gustav Sack, 1916.
© Deutsches Literaturarchiv Marburg



#| Stephan Hadraschek am 28.11.14 | 0 Comment/s (152) | 0 TB  | » Tipps




Mittwoch, 19. November 2014

Trauer hat in China keinen Platz mehr

Im alten China sei der Tod ein wichtiges Ereignis gewesen, auf das man sich vorbereitet habe und an dem die ganze Familie beteiligt gewesen sei.

Aber es war der Kommunistenführer Mao Tse-tung, der mit seiner Kulturrevolution die alten Gebräuche ausmerzen wollte. Die Traditionen um Tod, Begräbnis und Ahnenverehrung wurden als „feudalistischer Aberglauben“ und „reaktionärer Müll“ verurteilt und verboten. Klassenkampf war wichtiger als Totengedenken[...]


faz.net


#| Stephan Hadraschek am 19.11.14 | 0 Comment/s (173) | 0 TB  | » Trauer




Sonntag, 16. November 2014

Heute ist Volkstrauertag

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Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den „Stillen Tagen“. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

wikipedia.de

volksbund.de


#| Stephan Hadraschek am 16.11.14 | 0 Comment/s (159) | 0 TB  | » Trauer


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