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Archiv: Mai 2009
Das Buch von Tilman Jens "Demenz. Abschied von meinem Vater" geht nahe. Sehr nahe.
Ausgehend von der einstigen Überzeugung, sein Vater Walter Jens würde seinen Lebensabend so ganz anders verleben - und sein Sterben, sind die von Tilman Jens beschriebenen Stationen des Abschieds erschreckend. Schmerzhaft konkret erzählt er von der Entdeckung eines anderen, hilflosen Menschen, von der Grausamkeit der Krankheit, von einem quälenden langen Weg in die letzte Stufe des Dämmerns.
Ob der Auslöser nun die schmerzvolle Erinnerung an die eigene Geschichte im Nationalsozialismus war oder nicht, ist sekundär. Bei den Demenzerkrankungen in Deutschland sind die Ursachen sehr unterschiedlich.
Neben den vielen eindrucksvollen, bedrückenden Sätzen von Tilman Jens kommt auch der Satz seiner Mutter vor, der den Zustand der beiden Eheleute beschreibt: "Er ist nicht mehr der Mann, den ich liebte." Das Zerstörerische der Krankheit Demenz kann nicht betroffener ausgedrückt werden.
Ein wichtiges Buch, das den Leser darüber nachdenken lässt, wie es einmal kommen könnte...
Zum Krankheitsbild "Demenz":
wikipedia.de
Jetzt hat Tilman Jens, Fernsehjournalist und Buchautor, noch zu Lebzeiten seines fast 86-jährigen Vaters Walter Jens, ein Buch herausgebracht. Walter Jens war Rhetorikprofessor, Literaturkritiker und vielfach ausgezeichneter Autor, 1976 bis 1982 auch Präsident des westdeutschen PEN-Zentrums - kurz: einer der bedeutendsten Intellektuellen der alten Bundesrepulik. Wegen des rapiden Fortschreitens seiner Krankheit hat sich Walter Jens vor mehreren Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
mdr.de
Tilman Jens
Demenz
Abschied von meinem Vater
3. Auflage 2009
144 S. geb. mit Schutzumschlag
EUR 17,95 [D]
ISBN 978-3-579-06998-2
Gütersloher Verlagshaus

Bestatter-Messe in Salzburg: Viel fürs Auge und viel für den Geschmack. Sogar Bauchtanz wurde geboten...
focus.de
Die Ausbreitung von HI-Viren in Deutschland macht Medizinern Sorgen: Die Zahl der neu festgestellten Infektionen bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Für das Jahr 2008 sind dem Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) insgesamt 2806 Fälle gemeldet worden, in denen das Aids-Virus diagnostiziert wurde.
Das Robert Koch-Institut in Berlin zählte mehr als 2800 nachgewiesene Ansteckungen - fast doppelt so viele wie im Jahr 2001.
spiegel.de
Zum Krankheitsbild/Begriff AIDS:
wikipedia.de
Nordhorn. Ein Notarzt hat eine 89 Jahre alte Frau in Nordhorn fälschlicherweise für tot erklärt. Der Irrtum fiel erst eine Stunde später einem Bestatter auf, der die Frau abholen und in einen Sarg legen wollte, sie aber lebend vorfand. Die Frau sei dann vier Tage später in der Euregio-Klinik in Nordhorn gestorben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Osnabrück.
fr-online.de
welt.de
Die Fälle scheinen sich in letzter Zeit zu häufen: Menschen werden (zu früh) für tot erklärt - sind es aber noch gar nicht. Da ist der geschilderte Fall in Nordhorn/Niedersachsen leider kein Einzelfall. Könnte es daran liegen, dass viele Mediziner, die den Tod feststellen (müssen), eigentlich dafür nicht ausgebildet sind? Andere, eher profane Fragen (Entgelte etc.) können an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden.
Diese Fragen werden auch immer offener von führenden Rechtsmedizinern gestellt.
Wie "Rechtsmedizin" funktioniert, zeigt noch bis zum September 2009 eine Ausstellung im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité:
bmm.charite.de

Losung: Mensch, wo bist Du? (1. Mose 3,9)
Der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen steht unter der Losung „Mensch, wo bist du?“. Erstmals leitet damit eine Losung in der Form einer Frage die Programmvorbereitungen eines Deutschen Evangelischen Kirchentages.
Bundespräsident Horst Köhler hat die Menschen im Land dazu aufgerufen, sich für mehr Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen und Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen. Jeder könne seinen Beitrag leisten, die Welt ein bisschen besser zu machen, betonte er am Mittwoch, 20. Mai, im Eröffnungsgottesdienst des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag vor schätzungsweise 50.000 Gottesdienstbesuchern auf der Bremer Bürgerweide [...] Der Kirchentag werde weit über die christlichen Kirchen hinaus Bedeutung für die Gesellschaft haben, unterstrich Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen. Er werde helfen, die ethische Dimension des ökonomischen und politischen Handelns zu stärken sowie das Bewusstsein zu kräftigen, dass Verschiedenheit bereichere und nicht bedrohe. Die Menschheit sei nicht gefährdet durch einen Mangel an Wissen, sondern durch einen Mangel an Wertgefühl, betonte Böhrnsen.
kirchentag.de
HONGKONG. Technologischen Fortschritt, innovatives Design und kundenfreundliche Dienstleistungen – all das gibt es auch im Bestattungswesen. Darüber tauschte sich die Branche dieser Tage bei der Asiatischen Begräbnismesse in Hongkong aus. Da reiche Chinesen, Japaner oder Koreaner für ihre Beerdigungen mehr bezahlen als am Diesseits orientierte Europäer und Amerikaner, gilt die Messe als eines der wichtigsten Treffen des Totengewerbes.
badische-zeitung.de