Archiv: September 2009

So Sep 27, 2009

Buchtipp - Elisabeth Kübler-Ross : "Leben und sterben lernen. Trost in Zeiten der Trauer"


Elisabeth Kübler-Ross: "Leben und sterben lernen. Trost in Zeiten der Trauer"

Zu Elisabeth Kübler-Ross, der bekannten Sterbeforscherin, muss nicht mehr viel gesagt werden.
Sie hat maßgebende Schriften publiziert und hat das allgemeine Verständnis gegenüber Sterbenden grundlegend beeinflusst.
Nun hat das Gütersloher Verlagshaus ein Geschenkheft mit Audio-CD veröffentlicht, dass sich besonders für Trauernde eignet. Das Heft beinhaltet Texte und Bilder des Trostes und Nachdenkens, die sich ideal ergänzen mit der Musik der CD.
Der Leser sollte die Texte auch als Metatexte verstehen, die oft eine "übergeordnete" Perspektive verlangen. Beispielsweise, wenn Kübler-Ross davon schreibt, dass Sterben "nichts Schlimmes" sei, "sondern etwas Schönes" ("Richtig Leben"). Leider entspricht dies nicht unbedingt der Realität von Sterbenden. Aber das wusste Elisabeth Kübler-Ross selbst, als sie starb.


Elisabeth Kübler-Ross
Leben und sterben lernen
Trost in Zeiten der Trauer

1. Auflage 2009
24 S. Mit Audio-CD. Pappband
EUR 9,95 [D]
ISBN 978-3-579-06823-7

Gütersloher Verlagshaus

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Stephan Hadraschek am 27. September 2009, 22:09 | 0 Comment/s (2141) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Die Schule des Lebens


Wir alle werden langsam aber sicher gewahr, dass das Leben in seiner physischen Form im Grunde nur eine Schule ist, in der wir lernen, in der wir reifen und in der wir Prüfungen
bestehen müssen.
Je weiter unsere Entwicklung fortschreitet, desto härter werden die Prüfungen.
Und allmählich wird uns auch klar, dass es auf diesem Weg weder Lehrer noch Schüler gibt:
Wir sind alle nur Schüler, wenn auch auf verschiedenen Ebenen.


Elisabeth Kübler-Ross


Stephan Hadraschek am 27. September 2009, 22:09 | 0 Comment/s (2066) | 0 Trackbacks | » Trauer

Fr Sep 25, 2009

Buchtipp - Monika Müller: "Dem Sterben Leben geben"

Monika Müller
Dem Sterben Leben geben
Die Begleitung sterbender und trauernder Menschen als spiritueller Weg.


Das Buch von Monika Müller beschreibt einen sehr persönlichen Zugang zum Thema „Sterbe- und Trauerbegleitung“ – und den besonderen Weg zur Spiritualität.
Müller beschreibt es gleich im Vorwort so: „Auf der Suche nach einer spirituellen Praxis in meinem Leben habe ich so manches ausprobiert […] – alles hat mich nicht länger gefesselt […]. Als ich eines Sommerabends bei einer bewusstlosen Frau saß und auf ihr mühsames Atmen hörte, wurde mir sehr plötzlich bewusst , dass die Art und Weise, wie ich in mir geschenkter Anteilnahme bei dieser Frau war, eine eigene spirituelle Praxis sein könnte.“
Monika Müller macht deutlich, dass sich in der Begleitung sterbender und trauernder Menschen eine besondere Form der Spiritualität entwickeln kann – sofern man/frau sensibel genug dafür ist.
Wer Sterbende begleitet, begibt sich in einen intensiven persönlichen und zwischenmenschlichen Prozess hinein, in dessen Verlauf sich je nach Sensibilität und Dichte der Kommunikation eine veränderte Spiritualität des Begleitenden wie des Begleiteten - im schönsten Fall sogar eine gemeinsam entwickelte - ergeben kann.
Für ein solches Hineinwachsen ist dieses Buch geschrieben: Wo in einem intensiven Begleitungsprozess trennende Grenzen verschwinden, kann die Spiritualität zum Halt und Rahmen werden.
Das Buch ist ein aus der Erfahrung schöpfendes Buch, das vom intensiven Leben und sinnvoll begleiteten Sterben erzählt.
Seit einiger Zeit ist das Thema „Spiritualität“ auch im Zusammenhang mit Sterben und Trauer „en vogue“. Sterbe- und Trauerbegleiter-Kurse haben die „Spiritualität“ fest im Programm. Dies ist grundsätzlich nicht negativ, ist Spiritualität oft der Ersatz für eine nicht mehr vorhandene religiöse (bzw. kirchliche) Bindung. Müller weist aber daraufhin, dass Spiritualität eine Geisteshaltung, die verinnerlicht und gelebt werden muss. Nichts Aufgesetztes, Trendiges.

Die Autorin erzählt und reflektiert eine Vielzahl selbst erlebter Beispiele aus der Begleitung, berichtet über sehr menschliche, anrührende Begegnungen und spürt in immer berührenden Begebenheiten dem nach, was wirklich trägt, wenn uns "das Unausweichliche" trifft.


Monika Müller
Dem Sterben Leben geben
Die Begleitung sterbender und trauernder Menschen als spiritueller Weg.

3. Auflage 2007
192 S. Geb.
EUR 14,95 [D] / EUR 15,40 [A] / SFr 27,50
ISBN 978-3-579-06802-2

Gütersloher Verlagshaus

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Stephan Hadraschek am 25. September 2009, 00:09 | 0 Comment/s (2149) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Sep 20, 2009

20. September 2009: Tag des Friedhofs in Berlin

In diesem Jahr führt der Tag des Friedhofs am Sonntag, den 20.September von 10:00-17:00 Uhr auf den erst 1951 angelegten Heidefriedhof in der Reißeckstraße 14 in 12107 Berlin-Mariendorf (Nähe U-Bhf. Alt-Mariendorf.

Mit seinem Grußwort stimmt der Bezirksbürgermeister Ekkehard Band die Gäste auf den Besuch am kommenden Sonntag ein:

"Friedhöfe gehören zu einer Stadt wie auch der Tod zum Leben dazugehört. Für viele Menschen bedeutet der Besuch eines Friedhofs die Begegnung mit Vergänglichkeit und Tod, mit Trauer und Besinnung im Gedenken an verstorbene Angehörige und Freunde. Friedhöfe haben aber auch immer eine historische Bedeutung und spiegeln die Kultur und geistige Haltung ihrer Zeit wider ... `Leben braucht Erinnerung` war das Motto eines Tages des Friedhofs. Dies machen auch die Ehrengräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf dem Heidefriedhof in besonderer Weise deutlich. Aus der Erinnerung können wir Kraft und Lehren für die Zukunft schöpfen..." (Ekkehard Band)



Der Tag des Friedhofs, eine bundesweite Initiative von Friedhofsgärtnern, Bestattern, Steinmetzen, Floristen, von Städten und Kommunen, von Friedhofsverwaltungen, Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie regionaler Initiativen und Vereine findet jedes Jahr am dritten Septemberwochenende statt. Den Bürgern soll die vielfältige Bedeutung der Friedhöfe und damit die Friedhofskultur wieder mehr ins Bewussstsein gebracht werden. Ziel ist der Erhalt und die Förderung der Friedhöfe.

(aus den Leitlinien für den Tag des Fiedhofs Berlin)

stadtentwicklung.berlin.de


Stephan Hadraschek am 20. September 2009, 08:09 | 0 Comment/s (2026) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Sa Sep 19, 2009

Der Amokläufer von Ansbach

Die Motive des Amokläufers von Ansbach sind weiterhin unlklar. Eine 25-köpfige Sonderkommission setzt ihree Ermittlungen intensiv fort.
Doch eines scheint jetzt schon deutlich zu werden: Selbstmordmotive werden zu oft missachtet.
"Der Selbstmord-Aspekt wird derzeit in der Diskussion über junge Amokläufer unterschätzt", so der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg.
Es handelt sich somit um erweiterte Suizide, denn der eigene Tod wird von vornherein einkalkuliert - aber andere sollen mit in den Tod gerissen werden.
Ob Frust, Macht- und/oder Gewaltfantasien auch eine Rolle spielen, muss dann untersucht werden.

zeit.de

Stephan Hadraschek am 19. September 2009, 19:09 | 0 Comment/s (2140) | 0 Trackbacks | » Trauer

Die "Denke" der Körperspender

Und wieder mal kostenlose PR für den Körperspenderverwerter:

Was der Kölner Express bezüglich der aktuellen Ausstellung in Köln/Kalk da kundtut, ist ja nun wirklich ein alter Hut - aber die Begründung eines Ehepaares, warum sie sich plastinieren lassen wollen, kann nur (wieder mal) Kopfschütteln verursachen:
"Anstatt in einer Kiste zu vermodern, stellen wir unsere Körper der Wissenschaft zur Verfügung. Und wenn Herr von Hagens uns ausstellen will, finde ich das gut."

Na klar - Wissenschaft!... Haben die beiden denn die letzten Jahre "Körperwelten" völlig verschlafen...?

express.de



Stephan Hadraschek am 19. September 2009, 14:09 | 0 Comment/s (2021) | 0 Trackbacks | » Medien

Mi Sep 16, 2009

Grabsteine, die erzählen...


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Friedhof St. Laurentii/Süderende, Föhr


Stephan Hadraschek am 16. September 2009, 23:09 | 0 Comment/s (1852) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Di Sep 01, 2009

Buchtipp - Anja Wiese: "Um Kinder trauern-Eltern und Geschwister begegnen dem Tod"

Anja Wiese
Um Kinder trauern
Eltern und Geschwister begegnen dem Tod

Das Buch von Anja Wiese ist nun bereits in einer vierten, überarbeiteten und ergänzten Auflage erschienen und zeigt damit, dass es zum Thema "Verwaiste Eltern und Geschwister" ein Klassiker geworden ist.
Das Thema "Trauer" ist in unserer leistungsorientierten und "jugendlichen" Gesellschaft nach wie vor unerwünscht (Ausnahme: Die öffentlichen "Hysterien" beim Ableben von Prominenten). An dieser Stelle soll nicht (wieder) die Rede von einem gesellschaftlichen "Tabu" sein, dass es so gar nicht mehr gibt. Aber insbesondere der Tod eines Kindes löst bedrohliche existentielle Krisen aus – in erster Linie bei Eltern und Geschwistern (oft auch bei den Großeltern). Die nahen Angehörigen sind nicht imstande, so problemlos zu „funktionieren“, wie es die Umwelt erwartet. Das gesamte Familiengefüge bricht auseinander, jeder muss seinen eigenen, neuen Weg ins Leben finden – und den Weg zueinander. Das – und wie wichtig – gelebte Trauer ist, zeigt die erfahrene Trauerbegleiterin Anja Wiese in ihrem Buch. Ihre Darstellungen werden ergänzt durch kompetente Fachbeiträge und beispielhafte Erfahrungsberichte, die wertvolle Orientierung auf einem schwierigen Trauerweg bieten.
Viele Trauernde haben das Gefühl (oder die Erfahrung gemacht), dass sie in ihrem persönlichen Umfeld und in der Gesellschaft oft nicht akzeptiert und verstanden werden. Somit ergibt sich eine Akzeptanz oft erst in der Gemeinschaft aus Betroffenen: Dort finden Trauernde Halt und werden in ihrem Schmerz angenommen.

Gütersloher Verlagshaus

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Stephan Hadraschek am 01. September 2009, 20:09 | 0 Comment/s (2005) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher