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Archiv: Juni 2008
Ein interessantes Interview wurde dazu in der FAZ.NET mit Donald Sutton, Professor für Geschichte und Anthropologie an der Carnegie-Mellon- Universität in Pittsburgh, geführt.
Karen Krüger sprach mit ihm über alte und neue Trauerrituale in China.
Nicht nur das westliche Klischee, Chinesen würden Gefühle wie Trauer nicht zeigen, wird im Interview widerlegt. Denn Chinesen, so Donald Sutton, zeigen ihre Gefühle einfach anders.
faz.net
Im Rahmen der Ausstellung "Erzähl´ mir was vom Tod" in der Berliner Parochialkirche wird am kommenden Freitag, 27. Juni, 20 Uhr (!), Roland Kachler zu Gast sein.
Er wird einen Vortrag mit dem Titel "Meine Trauer wird dich finden" - Ein neuer Ansatz in der Trauerarbeit, halten.
Der Vortrag findet im Nebengebäude (Gemeindesaal) statt.
Der Autor, Psychotherapeut mit Erfahrung in Trauerbegleitung, spürt nach dem Unfalltod seines 16-jährigen Sohnes, dass die Trauermodelle, zu denen er selbst seinen Patienten geraten hatte, ihm nicht helfen konnten, seinen Schmerz zu überwinden. Deshalb hat er einen neuen Weg der Trauerbewältigung gesucht und gefunden. Darüber wird Roland Kachler berichten...
erzaehl-mir-was-vom-tod.de
Neue Ausstellung im Sepulkralmuseum/Kassel:
"... und die Sterne begannen zu leuchten." Wenn Kinder sterben.
21. Juni bis 21. September 2008
(Di bis So 10-17 Uhr; Mi 10-20 Uhr)
Zu den großen Sehnsüchten der Menschen gehört es, in den Kindern und Enkelkindern weiterzuleben. Der frühzeitige Tod eines Kindes ist daher ein einschneidendes Ereignis. Dass manchmal Kinder vor ihren Eltern sterben müssen, scheint wider die Natur des Menschen zu sein. Kinder sind ein Zeichen für Vitalität und Lebendigkeit, sie stehen symbolisch für unser aller Zukunft und werden nicht mit Sterben und Tod in Verbindung gebracht.
Adresse:
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Stiftung Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstraße 25-27
34117 Kassel
Telefon: + 49 (0)561-918 93-0
Telefax: + 49 (0)561-918 93-10
sepulkralmuseum.de
n-tv.de
fr-online.de

Ein Mann brach in Paris mitten auf der Straße zusammen: Herzstillstand. In der Klinik wird der vermeintlich Tote zur Organspende freigegeben - doch auf dem OP-Tisch wacht er wieder auf.
Die alptraumhafte Vorstellung, von den Ärzten für tot erklärt sowie begraben zu werden und dann in einem Sarg unter einem halben Meter Erde wieder zu sich zu kommen, plagt die Menschen seit Jahrhunderten. Aber diesem Horrorszenario hat sich nun eine moderne Variante hinzugesellt: die Angst, bei lebendigem Leibe ausgeweidet zu werden [...]"
Kölnische Runschau
Seit etwa einem Jahr ist es den Ärzten von neun Kliniken in Frankreich gestattet, nicht erst nach einem Hirntod, sondern bereits nach einem Herzstillstand Organene zu entnehmen. Bislang gilt diese Praxis allein in Großbritannien, Belgien, Holland, Spanien, Österreich, der Schweiz und den USA.
Eine grundlegende (europäische) Diskussion bezüglich "Organspende" ist ebenso dringlich wie die zur "Sterbehilfe".
Im Rahmen der Ausstellung "Erzähl´ mir was vom Tod" in der Berliner Parochialkirche wird Fritz Roth am Freitag, 20. Juni um 18 Uhr, einen Vortrag zum Thema "TRAUER IST LIEBE. Was menschliche Trauer wirklich braucht"halten.
Der Vortrag findet im Nebengebäude (Gemeindesaal) statt.
Fritz Roth ist Bestatter, Trauerbegleiter und Gründer der Privaten Trauerakademie in Bergisch-Gladbach.
Alle Gäste dieses Abends dürfen sich auf einen interessanten Vortrag freuen - und sollten Zeit mitbringen. Denn anschließend soll der Film "EIN TODESFALL UND VIELE PROBLEME" von Michael Schomers gezeigt werden. Der Film ist ein eigenständiges Produkt, basiert aber in Teilen auf den Recherchen zum Buch "Todsichere Geschäfte. Wie Bestatter, Behörden und Versicherungen Hinterbliebene ausnehmen" von Michael Schomers.

erzaehl-mir-was-vom-tod.de
Fotoausstellung "Über Sterben und Tod" begleitet den 5. Hospiz-Lauf von Koblenz nach Trier entlang der Mosel zugunsten des Trierer Hospiz-Hauses
Vom 03.07. bis 12.07.2008 sind die Bilder der Fotoausstellung an einigen Stationen an der 200km-Strecke von Koblenz bis Trier zu sehen.
Die Ausstellungsbilder mit den nachdenklich machenden und tröstenden Texten laden zu Gedankenreisen ein, die man so schnell nicht wieder vergessen wird. "Den Schwerstkranken ein Sprachrohr sein" ist eine Intention, die Nadine Stange mit ihren Fotografien und Johannesspricht mit seinen Texten verfolgen. Sie wollen darstellen, was gerne verdrängt wird und aufrütteln, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen. Entlang der Laufstrecke sollen die Bilder dazu beitragen, dass das Bewusstsein für hospizliches Denken erweitert wird.
An folgenden Orten sind die Exponate zu sehen:
Servatius-Apotheke, Planstr. 4, 56072 Koblenz-Güls // Adler-Apotheke, Moselufer 12, 56332 Brodenbach // Heimat- und Kulturverein Moselkern, Schaukasten // Burg-Apotheke, Ravenéstr. 8, 56812 Cochem // Marien-Apotheke, Ravenéstr. 12, 56812 Cochem // Brücken-Apotheke, Am Bahnhof 3, 56841 Traben-Trabach // Sonnen-Apotheke, Weingartenstr. 74, 54492 Zeltingen-Rachtig // Einhorn-Apotheke, Hauptstr. 51, 54486 Mülheim // Moseltal-Apotheke, Bahnhofstr. 18, 54498 Piesport // Medardus-Apotheke, Bachstr. 37, 54246 Mehring // St. Martin-Apotheke, Brückenstr.48, 54338 Schweich // Reuland-Apotheke, Brückenstr. 20, 54338 Schweich // Hildegardis-Apotheke, Rheinstr. 3, 54229 Trier-Ruwer // Bestattungshaus Martin Loch GmbH, Nordallee 3, 54292 Trier // Rosen-Apotheke, Bahnhofstr. 30, 54292 Trier
Begleitend und ergänzend zur Ausstellung gibt es das gleichnamige Buch "Über Sterben und Tod - Nachdenkliches und Tröstendes". Dort sind auf 108 Seiten alle Bilder der Ausstellung und viele weitere Bilder und Texte zum Thema von Nadine Stange und Johannesspricht zu finden. Das Buch kann direkt beim Autor Johannesspricht oder in allen Buchhandlungen bezogen werden.
Nähere Informationen über die Ausstellung finden Sie im Internet unter den Adressen http://www.nadine-stange.de (freiberufl. Fotografin)
und http://www.johannesspricht.de (Autor).
Der Hospizlauf (http://www.hospiz-lauf.de) startet am 11.07.2008 um 12 Uhr am Deutschen Eck in Koblenz und endet am 12.07.2008 gegen Mittag am Trierer Hospizhaus.
Fernsehtipp:
Der Umgang mit den sterblichen Überresten wirft Fragen auf: Ist unsere Bestattungskultur noch zeitgemäß, zu teuer oder gar ökologisch bedenklich? scobel will einen kulturübergreifenden und interdisziplinären Blick auf ein tabuisiertes Entsorgungsproblem wagen.
"scobel" in 3sat am 19. Juni 2008 um 21 Uhr
(Wiederholung am 20. Juni 2008, 6.30 Uhr)
3sat.de
Na, da wird aber wieder ein Klischee ziemlich überstrapaziert:
Wien stirbt anders, meint Herwig Zens: "Geht man durch Zürich, riecht man das Geld; geht man durch New York, spürt man die schnelle Belanglosigkeit; in Wien begleitet einen der Tod." Dazu muss man nur die Grüfte unter dem Stephansdom besuchen mit ihren Kupferbottichen voller Eingeweide, Beinhäuser voller Schädel und geschichteter Knochen. Im Stephansdom läuft die katholische Kirche als Zeremonienmeister zu Hochform auf. Neben einem Altar das Epithaph: Optima philosophia et sapientia est meditatio mortis – "Es ist die höchste Philosophie und Weisheit, sich den Tod vor Augen zu halten". Im Stephansdom muss jeder gewesen sein.
Stimmt schon, im Stephansdom muss man wirklich mindestens einmal im Leben gewesen sein.
Aber ob mich besonders bei meinen zahlreichen Wien-Besuchen der Tod begleitet hat, vermag ich nicht zu sagen. Der Tod begleitet einen doch immer - und überall, zu jeder Zeit, oder?
spiegel.de
Die Grenze zwischen Leben und Tod verläuft von Land zu Land unterschiedlich. In Frankreich sogar von Klinik zu Klinik: In neun Krankenhäusern beginnt der Tod zurzeit früher als im Rest der Republik. Das zeigt ein Fall eines Mannes in Paris, der nach einem Herzstillstand für tot erklärt wurde und dem die Organe entnommen werden sollten. Die Chirurgen hatten nicht sofort Zeit, sich um den vermeintlich Toten zu kümmern. Das war sein Glück: Denn kurz vor der Organentnahme fing sein Herz wieder an zu schlagen.
spiegel.de
Georg Schwikart: „Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer“
Was bewegt die Menschen im Trauerfall wirklich? Wer kann im Alltag darauf antworten - kurz, knapp, sachbezogen und verständlich?
Georg Schwikart, studierter Religionswissenschaftler, Theologe, Volkskundler, Trauerredner und Autor mit großem Erfahrungsschatz im Trauerbereich, traut sich auch an oftmals heikle Fragen heran. In seinem Ratgeber hat er 100 wichtige Fragen zusammengestellt und diese auch - mehr oder weniger umfangreich – beantwortet. Da der Band lediglich 152 Seiten hat, fallen manchen Antworten etwas knapp aus.
Er hat sein Buch in vier Bereiche gegliedert: Fragen direkt nach dem Tod eines Angehörigen, Fragen rund um die Bestattung, Fragen zur Trauerfeier und Fragen für die Trauerzeit danach. Einige Themen lassen sich kurz und sachlich beantworten: Zum Beispiel die „Checkliste“ zum Sterbefall („Was muss ich tun, wenn jemand zu Hause gestorben ist?“ oder „Wer ist nach dem Tod zu informieren?“). Andere Fragen sind demgegenüber geprägt von persönlichen Einschätzungen und Erfahrungen des Autors, beispielsweise bei der Frage: „Sollte ich den Verstorbenen vor der Bestattung noch einmal anschauen?“ oder die Thematik zu Auferstehung, Fegefeuer und christlichen Vorstellungen.
Da viele Aspekte des Themas in unmittelbarer Beziehung stehen, wären Querverweise sinnvoll gewesen.
Einzelne Informationen sind jedoch kritisch zu beurteilen: So zum Beispiel die Antwort auf die Frage, ob man immer ein Bestattungsinstitut einschalten muss: „Ja, in Deutschland besteht die Pflicht, einen Bestatter einzuschalten […]“.
Dem ist aber - grundsätzlich zumindest - nicht so. Dass im Allgemeinen ein Bestatter beauftragt wird hängt unter anderem mit gesellschaftlichen Konventionen und einer komplexen Rechtslage zusammen. Eine "Pflicht" besteht jedenfalls nicht.
Trotz einiger Kritikpunkte ist mit dem Ratgeber „Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer“ ein hilfreicher Ratgeber entstanden, den man Trauernden gut mitgeben und mit dem man arbeiten kann. Ein Überblick zu diesen Fragen gab es bisher jedenfalls so nicht .
Bei einer Neuauflage und Bearbeitung werden sicher die kleineren Mängel behoben sein.
Georg Schwikart
Die 100 wichtigsten Fragen zu Tod und Trauer
1. Auflage 2008
152 S. Ebr. Klappenbroschur
Format: 13,5 cm x 21,5 cm
EUR 14,95 [D] / EUR 15,40 [A] / SFr 27,50
ISBN 978-3-579-06811-4
Gütersloher Verlagshaus


Russisch-Orthodoxer Friedhof, Berlin-Reinickendorf
Zwei Drittel der Verfasser von Patientenverfügungen möchten, dass ihr Wille im Entscheidungsfall strikt befolgt wird [...]
In einer Umfrage des Lehrstuhls für Palliativmedizin der Universität München hat sich die Mehrheit dafür ausgesprochen, dass die Patientenverfügung von Ärzten und Angehörigen strikt befolgt werden sollte. 69,1 Prozent der 402 Befragten hatten diesen Wunsch geäußert [...]
welt.de

Russisch-Orthodoxer Friedhof, Berlin-Reinickendorf
Heute vor 84 Jahren starb einer der einflussreichsten, deutschsprachigen Autoren aller Zeiten:
Kafka starb am 3. Juni 1924 in einem Sanatorium in Kierling bei Wien. Im Sterbebuch ist »Herzlähmung« als Todesursache dokumentiert. Noch kurz zuvor soll Kafka wegen der unerträglichen Schmerzen seinen Freund Robert Klopstock, der ihn in den letzten Wochen intensiv betreute, um eine Überdosis Morphium gebeten haben. Es ist wahrscheinlich, dass Klopstock dieser Bitte nachkam, obgleich er sich dazu niemals eindeutig äußerte.
franzkafka.de
kafkaesk.de
literaturhaus-muenchen.de