Archiv: Februar 2008

Mi Feb 27, 2008

Filmtipp: Ein Todesfall – und viele Probleme

"Was ist zu tun, wenn ein Angehöriger stirbt?"

Zu diesen und anderen wichtigen Fragen gibt der Film von Michael Schomers Auskunft.
Gezeigt wurde der Film heute, Mittwoch, den 27. Februar 2008, 18.20 - 18.50 Uhr, im WDR (Servicezeit :Familie).

Wer ihn nicht sehen konnte hat die Gelegenheit, den Film innerhalb der Ausstellung "Erzähl' mir was vom Tod" in Berlin (Parochialkirche, Berlin-Mitte) zu sehen - und mit dem Filmemacher Michael Schomers zu diskutieren. Nährere Informationen zur Ausstellung folgen demnächst!
Wann: Fr., 20. Juni, 19:00
Wo: Parochialkirche, Berlin-Mitte (Klosterstraße 67, fußläufig zum Alexanderplatz)


Dazu der Buchtipp:
Michael Schomers: "Todsichere Geschäfte. Wie Bestatter, Behörden und Versicherungen Hinterbliebene ausnehmen"
Econ, 2007
ISBN 9783430300384
Preis: 16,90 Euro

wdr.de

Stephan Hadraschek am 27. Februar 2008, 21:02 | 0 Comment/s (4795) | 0 Trackbacks | » Tipps

So Feb 24, 2008

Neue Straßenkreuze am Straßenrand...

Die Zahl der Verkehrstoten ist statitisch betrachtet weiter rückläufig. Doch ist jeder tragische Unfalltod einzigartig und macht betroffen - insbesondere, wenn es sich um junge Menschen handelt.
Ein jüngster Fall ereignete sich im Berliner Bezirk Reinickendorf (Tegel) am 16. Februar 2008:

Bei einem Unfall (die Polizei sucht noch nach Zeugen, Tel.: 030/46 64 18 18 00 oder jede andere Polizeidienststelle) kam ein 18-jähriger auf der Heiligenseestraße ums Leben.
Gegen sechs Uhr morgens war ein 19-jähriger nach dem Linksabbiegen aus der Karolinen- in die Heiligenseestraße nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der 18-jährige Beifahrer starb noch an der Unfallstelle. Ob Alkohol, zu hohe Geschwindigkeit oder andere Gründe ursächlich waren, wird derzeit ermittelt.
In den Tagen nach dem Unfall wurde der Unfallort zu einer Gedenkstätte; sogar ein Trauermarsch wurde organisiert.
Dies zeigt wieder einmal mehr, wie groß das Bedürfnis nach Orten der Trauer ist - und in solchen Fällen fällt dieser Ort zusammen mit dem Ort des Versterbens (siehe dazu auch den Fall "Anastasia", Archiv Sargsplitter).

Die entscheidende Frage ist ja, wie Menschen mit ihrer Trauer umgehen? Viele haben wenig Möglichkeiten, sich über ihre Gefühle, Erfahrungen und Ängste auszutauschen, ihren Schmerz mitzuteilen.
Bei tödlich verunglückten Kindern/jungen Erwachsenen bleiben Eltern bzw. Großeltern und Geschwister zurück. Eine schnelle, unbürokratische, seriöse und kompetente Betreuung ist dann - und auf Wunsch - unbedingt zu empfehlen (siehe Link VEID).

Eines ist aber sicher: Der Todesort wird für die Angehörigen und Freunde ein bedeutender Trauerort bleiben.
Mal sehen, ob sich - wie im Fall "Anastasia" - Personen an der Gedenkstelle vergreifen bzw. schänden. Da dieser Platz aber weniger öffentlich ist als der Tegeler Hafen, dürften die Kreuze, Bilder und Blumen wohl in Ruhe gelassen werden.

Ich wünsche den Angehörigen und Freunden in der nächsten Zeit viel Kraft, mit diesem Schicksal weiter zu leben. Sie sollen wissen, dass es Hilfe gibt.


Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V.

notfallseelsorge.de

allesistanders.de

strassenkreuze.de

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Stephan Hadraschek am 24. Februar 2008, 12:02 | 0 Comment/s (3068) | 0 Trackbacks | » Trauer

Mi Feb 20, 2008

Schönschauriges Wien

Über die Michaelergruft in der Wiener Innenstadt

Tatsächlich gehörte es zu den Begräbniszeremonien jener Zeit, Körper, Eingeweide und Herz getrennt zu bestatten. Rund 4.000 Tote wurden von 1630 bis 1784, der durch ein Dekret Kaiser Josephs II. verfügten Schließung der Grüfte und Friedhöfe, unter der Michaelerkirche bestattet.
derstandard.at

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Stephan Hadraschek am 20. Februar 2008, 10:02 | 0 Comment/s (2938) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Di Feb 19, 2008

Statt Beisetzung im Stadion nun Bestattung auf dem Trikot

Na, darauf haben wir alle schon gewartet: Bestatterwerbung auf dem Fußballtrikot!
Bestattungen im bzw. nahe dem Stadion gibt es ja bereits, da liegt die Werbung für ein Bestattungsunternehmen quasi auf der Hand.

Das österreichische Bestattungs-Unternehmen PAX sponsort den Zweitligisten FC Gratkorn.
Es soll sogar eine Parallele zwischen dem Klub und dem Bestattungsunternehmen geben: Beide müssten kämpfen; Pax – trotz des Namens – als privater Anbieter um einen Platz in der Bestattungsbranche und der FC Gratkorn mit seinem niedrigen Budget gegen die anderen Klubs. Und davon abgesehen, gerade so ein fröhliches Großereignis wie ein Fußballspiel sei dazu angetan, den Menschen die Schwellenangst vor dem Tod zu nehmen.

Da fehlt dann nur noch die Bandenwerbung, das Logo auf dem Fußball und der Trillerpfeife des Schiris.
Und wann kommen die Steinmetzen und Floristen und Sargproduzenten und...?


oe24.at

laola1.at

tagesspiegel.de

rhein-main.net

Stephan Hadraschek am 19. Februar 2008, 20:02 | 0 Comment/s (2197) | 0 Trackbacks | » Medien

Sa Feb 16, 2008

Heute in Berlin: The Cure in concert

Für alle die noch auf Karten hoffen, bietet sich (offiziell) nur noch die Abendkasse an:
Die Konzerte von The Cure - als "Fathers of Gothic Pop" oder "Düsterrocker" (dpa) bezeichnet - waren und sind immer einen Konzertbesuch wert.

Man denke nur an den November 2002: The Cure gaben drei "Trilogy"- Konzerte - eines in Brüssel und zwei in Berlin. An allen drei Abenden spielten sie die Alben "Pornography" (1982), "Disintegration" (1989) und "Bloodflowers" (2000) in voller Länge und chronologischer Reihenfolge durch. Der Auftritt in Berlin ist auf der im Juni 2003 erschienenen Doppel-DVD "Trilogy" dokumentiert.

Also: Hingehen, genießen und Spaß haben!

focus.de

thecure.com

wikipedia.org

the-cure.de

welt.de

Stephan Hadraschek am 16. Februar 2008, 13:02 | 0 Comment/s (2094) | 0 Trackbacks | » Tipps

Mi Feb 13, 2008

Mumienausstellung in Stuttgart: Der 150.000 Besucher!

Das Landesmuseum Baden-Württemberg konnte am Dienstagnachmittag den 150.000 Besucher der Großen Landesausstellung "Ägyptische Mumien - Unsterblichkeit im Land der Pharaonen" im Beisein von Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) begrüßen.

Ägyptische Mumien – Unsterblichkeit im Land der Pharaonen
Vom 6. Oktober 2007 bis 24. März 2008 im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

Es ist also noch Zeit, die Ausstellung zu besuchen!

stuttgart-journal.de

landesmuseum-stuttgart.de

mumien-stuttgart.de


Stephan Hadraschek am 13. Februar 2008, 21:02 | 0 Comment/s (2273) | 0 Trackbacks | » Tipps

Sa Feb 09, 2008

Wem gehört das Zahngold?

Nach einem Bericht des ZDF (WISO) zum Fall "Zahngold-Klau" in einem deutschen Krematorium erstaunte nicht minder das Urteil: Freispruch für die Angeklagten!
Mitte 2006 wurde in der fränkischen Stadt Hof ein Skandal bekannt. Mitarbeiter eines Krematoriums hatten systematisch das Zahngold von Verstorbenen nach der Einäscherung und vor der Urnenbeisetzung an sich gebracht und danach an einen Juwelier verkauft - den Gewinn teilte man sich. Es ging um viel Geld: 50.000 Euro in nur drei Jahren.
zdf.de

Die Frage ist nur: Wenn Gold bzw. andere Edelmetalle nach einer Kremierung nicht mehr erkennbar sind, wann haben die Mitarbeiter des Krematoriums dann das Zahngold entfernt, um es weiter zu "vergolden"?
main-netz.de

Assoziationen zu einer dunklen Zeit der deutschen Geschichte möchte man gar nicht aufkommen lassen...

Und bei Erdbestattungen? Auch da können Zahngold oder andere Wertgegenstände (Ehering etc.) auftauchen. Darf dies der Friedhofsmitarbeiter/Bestatter beim Öffnen des Grabes (nach Ablauf der Ruhefrist) behalten? Fragen, die schnellstens geklärt werden müssen!


Stephan Hadraschek am 09. Februar 2008, 23:02 | 0 Comment/s (3085) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Fr Feb 08, 2008

Engelsgrüße...

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... als lebten die Engel auf Erden

Luther-Friedhof, Berlin-Lankwitz


Stephan Hadraschek am 08. Februar 2008, 22:02 | 0 Comment/s (7588) | 0 Trackbacks | » Trauer

Mi Feb 06, 2008

Es muss nicht immer Eiche sein...

Das sich in der Bestattungsbranche einiges tut, ist kaum zu übersehen. Und das ist gut so.
Nun haben sich wieder zwei bedeutende Industriedesigner Gedanken über zeitgemäße Gräber, Särge und Traueraccessoires gemacht und das virtuelle Bestattungsinstitut Himmelreich & Söhne gegründet : Nun gibt’s Knochenurnen, Briefkästen für die Toten und Grabsteine mit Setzkästen.

Warten wir es ab, was da noch kommt...Man darf gespannt sein!


welt.de

donndorfdesign.de


Stephan Hadraschek am 06. Februar 2008, 21:02 | 0 Comment/s (2378) | 0 Trackbacks | » Kurioses

So Feb 03, 2008

Denkanstoss XLIV - von Fritz Roth

An dieser Stelle wird der neue "Denkanstoss" von dem bekannten Bestatter aus Bergisch-Gladbach - Fritz Roth - wiedergegeben.
Fritz Roth gehört zu den innovativsten Bestattern Deutschlands, der u.a. mit dem "Haus der menschlichen Begleitung" neue Maßstäbe gesetzt hat.

"Um diese Tatsache zu begreifen, sollten Trauernde sich Zeit nehmen und auf gar keinen Fall die Beerdigung schnell hinter sich bringen."
Diesem Satz aus dem folgenden Denkanstoss kann sollte man voll und ganz fett unterstreichen.

Es wird zukünftig darauf ankommen, dem "Ex und hopp" etwas entgegenzusetzten:

| Weiter ...

Stephan Hadraschek am 03. Februar 2008, 13:02 | 0 Comment/s (2325) | 0 Trackbacks | » Trauer