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Archiv: Juni 2007
Wie das Deutsche Ärzteblatt in seiner aktuellen Online-Ausgabe berichtet, fordert die Deutsche Hospiz Stiftung eine Neuregelung der ärztlichen Leichenschau in Deutschland.
Eine "bessere Aufklärung der sich häufenden Fälle von Patiententötungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen sei längst überfällig", so der Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch.
Außerdem fordert Brysch eine bundesweit einheitliche Pflicht für amtsärztliche Leichenschauen in Krankenhäusern und Pflegeheimen festzuschreiben.
Anzumerken ist hier, dass es generell nötig wäre, die (1.) Leichenschau von Fachärzten durchführen zu lassen, um mögliche Verbrechen frühzeitig zu erkennen.
Wie sagte schon Sabine Rückert: "Tote haben keine Lobby."
(Lit.: Sabine Rückert, Tote haben keine Lobby. Die Dunkelziffer der vertuschten Morde. Berlin 2002).
aerzteblatt.de
Deutsche Hospiz Stiftung
"Fünf Stunden lang ist ein Leichenwagen samt Leiche durch Frankfurt am Main geirrt."
Tja, so kann's gehen, wenn man kein Navi hat.
In der Zeit wäre der Verstorbene ja schon in die indische Heimat überführt worden...;-)
vol.at
Es gab schon viele Filme über Indien, aber keinen wie diesen:
"Ganges – Fluss zum Himmel" zeigt uns (Westeuropäern), wie mit Sterben, Tod und Bestattung in der indischen Stadt Varanasi umgegangen wird. Es werden Szenen gezeigt, die unseren abgestumpften Augen (Sinnen) einiges zumuten - aber ungeahnte Einblicke in eine uns fremde Welt bieten.
Der Dokumentarfilm begleitet vier Familien, die in einem Sterbehospiz wohnen und lässt Stadtbewohner und Bestattungsarbeiter zu Wort kommen.
Unbedingt ansehen!
cinefacts.de
Da könnte man ja sagen, das wurde aber auch Zeit!
Nachdem fast jede Klientel mit einem eigenen TV-Sender bedient wird, gab es das für den an "Bestattung" interessierten Zeitgenossen nicht. Das soll sich nun mit EosTV ändern.
Geplant sind u.a. Reportagen über Trauerrituale und Dokumentationen über Friedhöfe. Finanzieren will sich der Sender unter anderem durch filmische Nachrufe auf Verstorbene.
Man wird abwarten müssen, wie die "Aufklärung zum Thema Tod und Bestattung", auch "für Menschen, die sich nicht einfach in ein Bestattungsinstitut trauen" dann umgesetzt wird.
Grundsätzlich ist es jedoch zu begrüßen, das Thema "Tod" zu einem öffentlichen Thema zu machen.
20min.ch
rp-online.de
tagesspiegel.de
spiegel.de
dwdl.de
satundkabel.de
abendblatt.de
Was am 2. Juni 1967 in West-Berlin geschah, scheint immer noch nicht ganz geklärt.
Beispielsweise dies:Der Sterbende wurde noch 45 Minuten lang kreuz und quer durch West-Berlin gefahren, bis er endlich ins Krankenhaus Moabit eingeliefert wurde – zu spät für jede medizinische Hilfe. Warum ihm dennoch ein Knochenstück – die Einschussstelle – aus dem Schädel herausoperiert und die Wunde anschließend vernäht wurde, das bleibt ein Rätsel.
Mehr dazu bei zeit.de
Nun ist es fast ein Jahr her, dass die achtjährige Anastasia im Tegeler Hafen in Berlin tödlich verunglückte
(Sargsplitter berichtete ausführlich: Archiv Sargsplitter).
In den letzten Monaten fand man an dieser Stelle kaum eine Erinnerung an dieses tragische Schicksal. Nachdem die Gedenkstelle mehrfach geschändet wurde (Archiv Sargsplitter), stellte sich für die Familie die Frage, was man an diesem Unglücksort für das Gedenken tun könne. Das Bezirksamt Reinickendorf erklärte sich bereit, ein Gedenkschild anzubringen (ähnlich der "Baden verboten"- Schilder).
Dieses (neue) Gedenkschild wurde heute in Anwesenheit der Familie und engster Freunde enthüllt. Dafür sei dem Bezirksamt Reinickendorf nochmals ausdrücklich gedankt.
Wir wollen alle hoffen, dass dieses Schild - das auch als Mahnung zu verstehen ist - an dieser Stelle verbleibt und nicht wieder beschädigt, beschmiert oder gar entwendet wird.
Wer der oder die Täter in der Vergangenheit waren, darüber gibt es nur Vermutungen. Dass solch eine Tat abscheulich und unerträglich ist, darüber gibt es keinen Zweifel.
Jeder ist aufgefordert Obacht zu geben und wachsam zu sein, dass diese Unglücksstelle eine würdevolle Stätte der Erinnerung und des Gedenkens bleiben kann. Das sind wir Anastasia und der Familie schuldig.
Die Stelle seit heute, 1. Juni 2007: Ein neues Schild wurde angebracht und die Familie und Freunde schmückten den Ort des Gedenkens mit Blumen, Bildern und Kerzen:


Die Stelle noch vor wenigen Tagen, als das Vorgänger-Schild nach starker Beschädigung notdürftig gesäubert wurde:


Der Unglücksort am Tegeler Hafen:

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