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Archiv: Februar 2007
Zum wiederholten Male klärt STIFTUNG WARENTEST (FINANZtest) über Sterbegeldversicherungen auf - und rät davon ab.
Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass "der Trend dahin geht, dass Versicherer und Bestatter zusammenarbeiten."
Erwähnt werden in diesem Zusammenhang auch wieder die IDEAL-Versicherung und Ahorn-Grieneisen.
STIFTUNG WARENTEST:
Sterbegeldversicherungen zahlen an die Hinterbliebenen, die von dem Geld die Bestattungskosten tragen sollen. Bei Senioren sind die Policen sehr beliebt: Sie wollen ihre Kinder im Todesfall nicht finanziell belasten. Doch die Vorsorge ist teuer. Die Einzahlungen über die gesamte Laufzeit übersteigen vor allem bei höherem Einstiegsalter die garantierten Leistungen bei weitem. Auch wenn fast alle Lebensversicherer die Policen anbieten: Nötig sind sie nur selten. Das Geld ist anderswo besser aufgehoben.
FINANZtest erklärt Sterbegeldversicherungen und sagt, wie Senioren besser vorsorgen können.
stiftung-warentest.de
Ebenfalls empfehlenswert:
Das test SPEZIAL Bestattungen "Was tun im Todesfall?" ( Erscheinungstermin: 05. November 2005).
Darin u.a.:
* Formalitäten beim Todesfall
* Bestattungsarten
* Kosten: Bestatter, Friedhof, Grabpflege
* Rechtsfragen
* Trauerbewältigung
* Erben und Vererben
* Vorsorge
test SPEZIAL Bestattungen
Jo Eckardt: Wohnst du jetzt im Himmel?
Ein treuer Freund in Zeiten der Trauer
Wenn Kinder einen nahe stehenden Menschen verloren haben, benötigen sie viel Zeit, um die Trauer zu verarbeiten.
Ein Buch, das „die Möglichkeit bietet, sich dem verstorbenen Menschen zu nähern und einen Teil von ihm für immer im Herzen zu bewahren.“
Das Abschieds- und Erinnerungsbuch ist für Kinder und Jugendliche gedacht, die einen geliebten, nahe stehenden Menschen verloren haben.
Gütersloher Verlagshaus
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Friedhöfe an der Bergmannstraße/Berlin-Kreuzberg
Eine etwas sonderbare, bizarre Grabbeigabe unserer Tage:
Der wegen Judendeportationen verurteilte französische Nazi-Kollaborateur Maurice Papon provoziert auch noch nach seinem Tod.
Bei seiner Beerdigung werden ihm auch die Insignien der Ehrenlegion mit ins Grab gegeben. "Dies war sein letzter Wille", erklärte sein Anwalt. Die Franzosen, vor allem aber die Hinterbliebenen der Opfer Papons, sind schockiert.
Illegal sei das unbefugte Tragen von Orden nur in der Öffentlichkeit, so der Anwalt. Ein Sarg aber sei der privateste Ort, den es gäbe. Eine Verbotswidrigkeit läge damit nicht vor.
Märkische Allgemeine
taz.de
Eine etwas ungewöhnliche Art, seinen Nachbarn zu helfen:
Eine Litauerin obduzierte kurzerhand den Leichnam eines verstorbenen Nachbarn, noch bevor die Behörden den Todesfall aufnehmen konnten.
"Sie habe ihren Nachbarn nur helfen wollen, bei der Herrichtung der Leiche Geld zu sparen", so die Frau.
In der heutigen Zeit ist Nachbarschaftshilfe sicher eine gute Sache, wenn es nicht gerade um das Öffnen von Leichen geht.
Immerhin versteht die nette Nachbarin ihr Handwerk: Sie ist gerichtsmedizinische Assistentin.
spiegel.de
Mit dem Thema lässt sich nun mal leider kein Blumentopf (sprich: Wahl etc.) gewinnen - aber dies wird sich aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland sicherlich ändern: Das Sterben und der Tod sind gesellschaftsrelevante Themen - und waren es immer.
Es ist zu begrüßen, dass auch Politiker sich dieses Themas (ernsthaft) annehmen:
Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) hat anlässlich der Herausgabe eines Buches ("Würdig leben bis zuletzt") eine intensivere Beschäftigung der Gesellschaft mit dem Sterben gefordert.
Der Tod komme heute nur noch abstrakt in den Medien vor, kaum einer aber habe selbst einen Sterbenden begleitet, sagte sie am Mittwochabend in Berlin.
Göring-Eckardt erklärte weiter, dass sich die Trauerkultur in Deutschland deutlich hin zu einer Verbannung des Todes geändert habe. Viele Rituale seien verloren gegangen, anonyme Bestattungen nähmen zu [...]. Doch wo kein Ort zum Trauern sei, könne nur vergessen werden, kritisierte sie.
Man kann nur hoffen, dass es mehr davon geben wird...
Jesus.de
Verlagstext zum Buch:
Das Buch ist informativ, provokant und bezieht eindeutig Position. Das Thema: Sterbehilfe versus Sterbebegleitung. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-EckSie stellt hier die wichtigsten Aspekte zu dem hochaktuellen gesellschaftlichen Tabu-Thema vor. Die Beiträge sind verfasst von AutorInnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen wie Seelsorge, Rechtsprechung, Hospiz, Ethik, Medizin, Kirche.

Gütersloher Verlaghaus
Unglaublich - aber leider wahr:
Das politische Magazin für Berlin und Brandenburg, KLARTEXT, berichtete in seiner Sendung vom 07.02.2007 von den bedenklichen Machenschaften diverser Bestattungsunternehmen. Mit dabei auch der größte deutsche Bestatter, die Ahorn-Grieneisen AG.
Tja, wer hätte das gedacht...
Also liebe Kunden, aufgepasst, mit wem man sich einlässt!
Rundfunk Berlin-Brandenburg | KLARTEXT
Von schmatzenden Toten und eingemauerten Herzen rund um das Schloss Krumau [...]
Schön gruselig...
CHiLLi.cc
Wien, Friedhof Hietzing
13., Maxingstraße 15>
Da wäre der Aufschrei in Deutschland aber groß, käme ein Lehrer auf die Idee, sich von seinen Schülern einen Sarg bauen zu lassen. Aber warum eigentlich?
Der frühzeitige und kompetente Umgang mit Sterben, Tod und Trauer gehört auch in die Schule.
"Death Education" nennt man das beispielweise in den USA.
Viele Vorbehalte von Lehrern und Eltern gegenüber dieser Thematik resultieren aber oft aus der eigenen Unsicherheit heraus. Es gibt viele Unterrichtsbeispiele, die das gezeigt haben.
Aber es gibt mittlerweile sehr gutes Unterrichtsmaterial (nicht nur Literatur) und Angebote der einzelnen Berufsgruppen, sich dieses schwierigen Themas zu nähern.
Man muss es nur wollen.
Und zum Sarg:
Sicherlich gibt es gewisse Vorschriften und Voraussetzungen, die ein Sarg für Bestattungszwecke erfüllen muss. Der selbst gebaute Sarg der Kinder ist aber zweifelsohne qualitativ besser als so manche Importware, die von deutschen - unseriösen - Bestattern angeboten wird.
Na, warten wir's mal ab, was da in den progressiven Niederlanden noch passiert. In Deutschland wird es wohl noch ein wenig dauern...
stern.de