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Archiv: Oktober 2006
Ein Symposium, das es so in Berlin noch nie gab und auf das man schon lange gewartet hat.
Für das Symposium konnten hochkarätige Fachleute gewonnen werden, u.a.
Prof. Dr. Reiner Sörries (Geschäftsführer des AFD und Direktor des Museums für Sepukralkultur, Kassel), PD Dr. Norbert Fischer (Universität Hamburg), Maciej Lagiewski (Direktor der Breslauer Museen, Breslau) und Prof. Dr. Volkmar Schneider (Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Charité und des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin Berlin).
Besonderheit: Dieses Symposium ist offen für alle interessierten Bürger - also kein ausschließliches Fachkolloquium (wie sonst üblich).
Zum Inhalt:
Der Tod ist die anthropologische Konstante schlechthin. So einförmig sich der Tod aus biologischer Perspektive ausnehmen mag, so vielfältige Formen nimmt seine kulturelle Bewältigung an. Verschiedene soziale Gruppen innerhalb einer Gesellschaft gehen unterschiedlich mit diesem Thema um: Dies macht sich auf den Friedhöfen, aber auch im Bestattungsverhalten und der Erinnerungskultur deutlich.
Die gesellschaftlichen und kulturellen Werte einer Epoche finden ihren Niederschlag auch im Bestattungs- und Friedhofswesen. Die sich heute verändernden Bedürfnisse sind geprägt von der Suche nach neuen Beisetzungs- und Friedhofsformen sowie alternativen Erinnerungsformen. Spätestens seit den 1990er Jahren spricht man von einem Wandel der Bestattungs- und Friedhofskultur Es wird gemeinhin von einem „Verfall der Bestattungskultur“ gesprochen.
Das Symposium möchte auch die vielfältigen, und neuen, Möglichkeiten der Trauerkultur und Grabgestaltung thematisieren und diskutieren.
Das Symposium soll eine Diskussion zum Thema Bestattungs- und Friedhofskultur fortsetzen, die vor einigen Jahren im Bezirk Reinickendorf begonnen wurde. Gleichzeitig soll ein nachhaltiger Dialog angeregt werden, der auch zukünftig die verschiedenen Aspekte zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ beleuchtet.
Begleitend findet eine Kunstausstellung auf dem selben Gelände statt:
"STILL. Bilder zum Tod".
Auch hier sind hochkarätige Künstler vertreten:, wie z.B. Heike Ruschmeyer und Günter Ries.
Und hier als weiteres Highlight: Luci van Org, die vortragen und singen wird!
Wann: 10.11. - 11.11.2006, am 10.11. von 9.00 - 20.00 Uhr, am 11.11. von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr.
Wo: Landesarchiv Berlin, Eichborndamm 115-121, 13403 Berlin
Interessierte melden sich bitte an unter:
Kunstamt/Heimatmuseum Reinickendorf
Alt-Hermsdorf 35
13467 Berlin
Tel.: 030 - 404 40 62 (Vermittlung)
Fax: 030 - 40 00 92 73
e-mail: info@heimatmuseum-reinickendorf.de
Der Einladungs-Fyler als pdf:
leben_mit_den_toten_neu.pdf
Alle Jahre wieder, ab Mitte Oktober wird man verstärkt auf Grabschmuck und Grabpflegeutensilien aufmerksam gemacht.
Auch die großen Discounter nehmen das Geschäft mit traueraffinen Zeit mit, wie man auf dem Bildausschnitt erkennen kann.
Na dann, zuschlagen!
Sehr makaber:
US-Behörden haben eine mumifizierte Leiche beschlagnahmt, die bei Ebay versteigert werden sollte.
Es soll sich dabei um ein medizinisches, anatomisches Modell für den Unterricht gehandelt haben.
Auch der Leichenbeschauer des Bezirks bestätigte dies.
Die Mumie wurde vor ca. 30 Jahren beim Abriss einer Schule gefunden.
20minuten.ch
Das Grab des bekannten Showmasters Hans Joachim Kulenkampff ("Einer wird gewinnen") in Frauenstein/Österreich scheint nicht gepflegt zu werden. Eigentlich ungewöhnlich für einen Prominenten. Doch nun gab es auf Nachfrage bei Kulenkampffs Sohn Kai Joachim eine Überraschung:
Das Grab mit seinem Namen ist - scheinbar - nicht die letzte Ruhestätte des Showmasters!
Die echte Grabstelle geheim zu halten, war wohl der Wunsch seiner Frau - damit diese nicht zu einer Pilgerstätte für Fans werde.
Kulenkampff soll dann im Grab seiner Schwiegereltern bestattet worden sein.
Merkwürdig, wo sich doch die meisten Promis darüber freuen, auch nach ihrem Ableben viel Besuch von den Fans zu haben.
nachrichten.at
Wer hätte das gedacht: Der Plastinator (Leichenpräparator) Gunther von Hagens
will zukünftig auf das Führen jeglicher Titel (also auch auf den "Professor") verzichten!
Das Landgericht Heidelberg hat die Strafe gegen von Hagens wegen Missbrauchs eines chinesischen Professorentitels deutlich reduziert. Er wurde in drei Fällen verwarnt von Hagens, in zwei Fällen sprach es ihn frei. Zudem muss von Hagens 50 000 Euro zahlen.
Na, da ist der Anatom aber noch gut weggekommen.
Aber mal ehrlich: Das Bild zum entsprechenden Artikel in der Mittelbayerische Zeitung ist doch schockierend: Ist das noch der lebendige Gunther oder bereits sein eigenes Plastinat?
Nach einer Meldung von MTV.de steht der britische Sänger James Blunt jetzt auf Platz eins der Trauermusik-Hitliste.
Sein Song "Goodbye My Lover" hat "Angels" von Robbie Williams auf Platz zwei verdrängt.
Allerdings kann ich die Aussage von MTV, "ob man James Blunt zur Top-Platzierung in den Beerdigungscharts gratulieren sollte? Wir glauben, nein" nicht nachvollziehen.
Was bitte schön ist so abträglich daran, in den "Beerdingsungscharts" ganz oben zu stehen? Andere würden Freudensprünge machen.
Aber klar, bei der Zielgruppe von MTV hat das Thema "Tod" natürlich nichts zu suchen...
Der Tod wohnt nebenan
Spukgeschichten aus der großen Stadt
"Der Volksglaube erkennt im Sp. das Wirken unerlöster Seelen, die wegen eines ungesühnten Frevels umgehen müssen, der Spiritismus erklärt ihn als Wirkung der Geister Verstorbener; die Parapsychologie sieht in ihm Erscheinungen der Psychokinese."
Zitiert aus dem "Wörterbuch des Aberglaubens" von Dieter Harmening, Stuttgart 2005, S.398
Das dem einen oder anderen Leser die eine oder andere Geschichte aus dem Buch Luci van Orgs so passiert sein könnte, scheint zweifelsfrei.
Die Begegnung mit dem Unerklärlichen ist nach Umfragen in Deutschland auch gar nicht so selten, wie man meinen könnte. Spätestens seit Erich von Däniken ist sowieso (fast) jeder von außerirdischer Intelligenz überzeugt - nur der Berliner war da immer skeptischer.
Doch nach der Lektüre der "Spukgeschichten" wird er eines besseren belehrt: Es gibt sie, die Zwischenwelt mit ihren Untoten, Geistern und Vampiren - an jedem Ort, zu jeder Zeit, in dieser großen Stadt.
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