Archiv: August 2010

So Aug 29, 2010

Schlingensief wird auf See bestattet

Der verstorbene Regisseur Christoph Schlingensief soll mit einer See-Bestattung zur letzten Ruhe gebettet werden.
Interessant dabei ist, dass die Asche auf dem Meer verstreut werden soll - eigentlich unzulässig. Da Schlingensief aus Oberhausen stammt, soll er dort auch eingeäschert werden.
Und Oberhausen liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, das u.a. für die Beisetzung von Aschenresten seit 2003 eine deutlich gelockerte Regelung gefunden hat ("Friedhofszwang").

bz-berlin.de

netplosiv.org

fr-online.de


Stephan Hadraschek am 29. August 2010, 18:08 | 0 Comment/s (1763) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Do Aug 26, 2010

Friedhöfe in Rom

Ob der winzige Campo Santo Teutonico nahe dem Petersdom oder der riesige Cimitero Verano oder der Protestantische Friedhof mit seinen Prominenten-Gräbern - die letzten Ruhestätten in der Ewigen Stadt lohnen einen Abstecher.
«Bis zur nächsten Wache und dann links», weist der Schweizergardist den Weg zum Campo Santo. Zu Roms deutschem Friedhof gelangt niemand zufällig. Er liegt hinter den hohen Mauern des Vatikanstaates, ist kurioserweise aber exterritoriales Gebiet.


az-web.de


Stephan Hadraschek am 26. August 2010, 22:08 | 0 Comment/s (1882) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Mi Aug 25, 2010

Memento Mori

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Grabstein, Kirchhof St. Laurentii/Süderende, Föhr



Stephan Hadraschek am 25. August 2010, 21:08 | 0 Comment/s (3180) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Mo Aug 23, 2010

Der fröhliche Friedhof in Rumänien

Es täuscht: Die Tradition der "fröhlichen" - oder besser: "erzählenden" Grabstelen ist noch nicht alt. Erst seit ca. 1930 wird in dem rumänischem rumänische Dorf Sapânta ein sonderbarer Bestattungsritus gepflegt:
Für jeden Verstorbenen wird ein "Grabstein" (Totenbrett) geschnitzt, auf dem die Lebensgeschichte bzw. die Umstände des Todes erläutert werden.
Angeblich haben die Angehörigen kein Mitspracherecht bei der Gestaltung - alles wird autark vom ansässigen Tischler gefertigt. Ein einträgliches Geschäft...

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 23. August 2010, 14:08 | 0 Comment/s (1843) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Sa Aug 07, 2010

Angelus, von gr. άγγελος ángelos "Bote"

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Grabengel, III. Städtische Friedhof Stubenrauchstraße, Berlin


Stephan Hadraschek am 07. August 2010, 22:08 | 0 Comment/s (1809) | 0 Trackbacks | » Trauer

Do Aug 05, 2010

Sarglose Bestattung in Berlin

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Berlin bekommt erstes deutsches Integrationsgesetz
Menschen aus mehr als 180 Ländern leben in Berlin. Das ist eine kulturelle und religiöse Vielfalt wie in keiner anderen deutschen Stadt. Deshalb bekommt Berlin auch das erste Partizipations- und Integrationsgesetz der Bundesrepublik. Der Senat hat jetzt den Entwurf beschlossen, der nun ins Abgeordnetenhaus kommt.

Die religiöse Vielfalt bekommt mehr Gewicht, im Bestattungsgesetz werden künftig Bestattungen ohne den bisher vorgeschriebenen Sarg erlaubt, im Feiertagsgesetz wird in Zukunft von "religiösen" und nicht mehr von "kirchlichen" Feiertagen gesprochen.

berlin.de

handelsblatt.de

suedkurier.de

Trotz aller Toleranz gegenüber der türkischen/muslimischen Minderheit in Berlin:
Auf dem Friedhof sind nicht alle gleich.
Denn das neue Integrationsgesetz berücksichtigt andere Kulturen nicht.
Zum Beispiel Hindus: Das ist auch der Grund, warum das Bestattungsgesetz lediglich für eine einzige religiöse Gemeinschaft geändert wird und nicht die Wünsche anderer Zuwanderer berücksichtigt. Etwa die der Hindus: Ihre Totenzeremonie schreibe ebenfalls ein Leichentuch vor, erläutert Somashekar Reddy von der Indischen Solidaritätsaktion. So würde die Gesetzesänderung ihren Wünschen eigentlich entgegenkommen, wäre das Leichentuch nicht an die zwei muslimischen Friedhöfe in der Stadt gebunden. Dort bestatten Hindus die Toten nicht.
taz.de

Und was ist überhaupt mit "Andersgläubigen"?
Weshalb darf sich niemand im Leinentuch bestatten lassen, der nicht muslimischen Glaubens ist? Was ist mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz? Wäre so etwas einklagbar? Fragen über Fragen...


Stephan Hadraschek am 05. August 2010, 00:08 | 0 Comment/s (1998) | 0 Trackbacks |

So Aug 01, 2010

Bewegender Gedenkgottesdienst in Duisburg

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Die "Love-Parade" wurde zur "Grief-Parade" - zum Totentanz

Ministerpräsidentin Kraft versprach in einer bewegenden Ansprache die Aufklärung der Geschehnisse - und forderte ein Umdenken der Gesellschaft.
Kraft brachte ihre tiefe persönliche Betroffenheit zum Ausdruck - eine Seltenheit im politischen Establishment.
In Deutschland sollten die Menschen "unser Wertesystem überdenken." Der Mensch müsse wieder "Leitlinie unseres Handelns sein. Das muss, das wird, unsere gemeinsame Verpflichtung sein", versprach Kraft.

Nach den großen öffentlichen Trauer- und Gedenkkundgebungen der letzten Zeit (Michael Jackson, Robert Enke...) muss endlich ein generelles Umdenken stattfinden: Nicht nur der Mensch muss "Leitlinie des Handelns" sein - auch die existentielle Erfahrung des Todes, der Endlichkeit des Lebens, muss (wieder) ein Bestandteil unser aller Leben werden.
Erst dadurch wird einer Hybris begegnet, die unsere Gesellschaft nach wie vor beherrscht:
Selbstüberschätzung, Hochmut, Arroganz und Realitätsverlust bestimmen das gesellschaftliche Handeln. Demut und Ehrfurcht vor dem Leben - und dem Tod - wären jetzt notwendig.

spiegel.de/panorama

spiegel.de

zeit.de


Stephan Hadraschek am 01. August 2010, 14:08 | 0 Comment/s (1745) | 0 Trackbacks | » Trauer