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Archiv: Juni 2010
Die "Resomation" (engl. Bezeichnung der "alkalischen Hydrolyse") ist eine Bestattungsmethode, bei der der Leichnam durch die Einwirkung einer starken Lauge hydrolysiert wird.
In Belgien (Flandern) wird derzeit von den Behörden geprüft, ob das Auflösen von Leichen in Kalilauge als Bestattungsart zugelassen werden kann.
Dem zuständigen Minister Geert Bourgeois sei ein Ersuchen des Flämischen Bestatter-Verbandes zugegangen, meldet die Zeitung "De Morgen".
Das Verfahren sei umweltfreundlich und im Gegensatz zur Kremation falle kein CO2 an, so der Verband.
"De Morgen" zufolge wird die Technik in Kanada ab Juli angewendet. Im US-Bundesstaat Kalifornien werde derzeit ein Gesetzentwurf geprüft, mit dem die alkalische Hydrolyse zugelassen werden.
SÜDWEST PRESSE
wikipedia.de
Der Kölner Zentralfriedhof Melaten wurde am 29. Juni 1810 eingeweiht .
Der Name Melaten verweist auf das französische Wort „malade“, krank, und erinnert an das ehemalige Leprosenasyl, das sich einst auf dem Gelände befand. Die Kölner Stadtverwaltung erwarb Anfang des 19. Jahrhunderts das Gelände und ließ die Gebäude abreißen. Nach jahrelangen Verzögerungen entstand der erste zentrale Friedhof für die Bürger der Stadt. Innerhalb der Stadtmauern gelegene Grabstätten wurden geschlossen.
domradio.de
Das höchste Gericht Islands verfügte die Exhumierung, um durch DNA-Proben eine mögliche Vaterschaft zu klären.
Fischer lebte vor seinem Tod in Island. Das Gericht verfügte über diesen Schritt, nachdem im Streit um die behauptete Vaterschaft Fischers einer 2001 geborenen Filipina namens Jinky Young bisher keine Klarheit geschaffen werden konnte.
Der US-Amerikaner Fischer wurde zu einem Helden des Kalten Krieges, als er beim WM-Turnier in Reykjavik 1972 den Sowjetrussen Boris Spasski bezwang. Island gewährte ihm 2005 Asyl, als ihm wegen Steuerhinterziehung die Abschiebung in die USA drohte.
spiegel.de
krone.at
Es war ein Schock: Michael Jackson - tot!
Dies ist genau ein Jahr her.
Michael Jackson starb völlig überraschend in seinem Haus in Los Angeles. Zu einem Zeitpunkt, als sich das 50-jährige Pop-Genie gerade auf eine 50 Konzerte umfassende Jubiläumsfeier in der Londoner o2 Arena vorbereitet hatte.
Seitdem war er so präsent wie in den letzten Jahren sei seines Lebens nicht (Gerichtstermine ausgenommen).
focus.de
michaeljackson.com/de/home
n-tv.de
sargsplitter.de
Auf dieses Urteil wurde mit großer (An-)Spannung gewartet:
Ist der aktive Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen, die gegen den Willen des Behandelten durchgeführt werden, strafbar oder nicht?
Wenn Kranke sich den Tod wünschen, darf ihre Behandlung nicht nur unterlassen, sondern nun auch aktiv abgebrochen werden. Es ist nicht strafbar, so entschied am heutigen Freitag der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Grundsatzurteil zur Sterbehilfe.
Der Anlass dieses Urteils machte Schlagzeilen: Fünf Jahre lang lag eine Frau im Koma und wurde künstlich ernährt - gegen ihren Willen.
Dann trennte ihre Tochter den Nahrungsschlauch durch, so hatte es ihr der auf Medizinrecht spezialisierte Anwalt Wolfgang Putz geraten. Danach wurde der wurde der Frau jedoch gegen den Willen der Kinder eine neue Magensonde gelegt. Sie starb zwei Wochen später an Herzversagen. Das Landgericht Fulda verurteilte Anwalt Putz daraufhin im April 2009 wegen versuchten Totschlags zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten.
Mit diesem Grundsatzurteil stärkt der BGH das Recht auf menschenwürdiges Sterben: Der Abbruch lebenserhaltender Behandlungen ist künftig nicht mehr strafbar, wenn ein Patient dies in einer Verfügung festgelegt hat.
Mit diesem Urteil ist die "passive Sterbehilfe" (Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen) nun gesetzlich verankert.
spiegel.de
taz.de
Es immer noch ein Rätsel: Woran starb der junge Gottkönig?
Der Fall Tutanchamun ist nach wie vor offen, glauben Hamburger Wissenschaftler. Ihrer Ansicht nach sprechen kürzlich vorgestellte Untersuchungsergebnisse nicht zwingend für die Malaria als Todesursache. Vielmehr ließen sich die Befunde auch durch die Sichelzellkrankheit schlüssig erklären.
scienceticker.info

wikipedia.de

José Saramago - Nobelpreisträger: Er war einer der bedeutensten Literaten unserer Zeit:
Er galt als die literarische Stimme seines Landes, wurde berühmt mit Romanen wie "Die Stadt der Blinden". Jetzt ist der portugiesische Schriftsteller José Saramago im Alter von 87 Jahren gestorben.
Und er war durch und durch authentisch und Realist:
Als José Saramago einmal nach dem Grund für sein ewig düsteres Weltbild gefragt wurde, antwortete er mit derselben Ironie, die sich in vielen seiner Bücher findet: "Ich bin kein Pessimist, sondern bloß ein gut informierter Optimist." Doch sofort wurde der portugiesische Literaturnobelpreisträger ernst. "Wir stecken alle in der Scheiße. Optimist kann eigentlich nur sein, wer gefühllos, dumm oder Millionär ist." Die Welt sei eine Hölle: "Millionen Menschen werden geboren, um zu leiden. Kümmern tut dies kaum jemanden."
So außerordentlich sein Werk ist, war auch sein Leben und seine Wahlheimat: Die Kanareninsel Lanzarote.
Die Insel ist nicht nur ein außergewöhnliches Touristenziel, sondern ebenso Sterbe- und Bestattungsort des bedeutendsten Inselsohnes: César Manrique.
Gleichermaßen unbeugsam und schöpferisch wie Saramago, verstarb Manrique bereits 1992 auf Lanzarote tragisch.
Beide Mahner und Kämpfer - und dabei trotz allem immer Optimist.
Einen Tag nach seinem Tod ist Saramagos Leichnam von Lanzarote nach Lissabon geflogen worden. Mehr als Tausend Menschen hatten auf der spanischen Kanaren-Insel, wo der Schriftsteller seit 1993 lebte und am Freitag im Alter von 87 Jahren an Leukämie gestorben war, Abschied von dem Schriftsteller genommen.
Und interessant für unsere "deutsche Bestattungskultur":
Der Leichnam soll in Lissabon eingeäschert werden. Teile der Asche kommen in seinen portugiesischen Heimatort Azinhaga, die übrige Asche soll nach Angaben von Familienangehörigen unter einem Olivenbaum im Garten seines Hauses beigesetzt werden.
spiegel.de
welt.de
Ausgräber sind dem Rätsel der deutschen Adelsmumien auf der Spur. Seit der frühen Neuzeit wurden Leichname in Gewölben unter Schlössern und Kirchen konserviert. Was trieb die Reichen und Mächtigen zu dem bizarren Bestattungsritus? Löste Reformator Luther den Mumienkult aus?
Erste Deutungsversuche unternimmt Reiner Sörries, Chef des Museum für Sepulkralkultur in Kassel. Er ist einer der wenigen Archäologen in Deutschland, die sich mit Begräbniskultur befassen. Sein Verdacht: Löste Reformator Martin Luther den neuzeitlichen Mumienkult aus?
Als Beleg zieht Sörries eine Stelle aus dem Buch Hiob heran, das von Luther volksnah übersetzt wurde: "Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebet und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken und werde darnach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in meinem Fleisch Gott sehen."
spiegel.de
sepulkralmuseum.de
wikipedia.de
Heute in 3Sat:
Augenscheinlich tot: Dr. Hildegard Graß und die Leichen
Film von Ulrike Bartels und Dieter Zeppenfeld
18.06.2010, 22:30 Uhr
Wenn Hildegard Graß früh morgens zum Dienst kommt, führt sie der erste Weg in den Keller. Dort ist ihr Arbeitsplatz, der Sektionstisch im Kölner Institut für Rechtsmedizin. Täglich blickt sie dem Tod ins Auge und versucht, das Geheimnis von Todesursachen aufzudecken.
Der Film "Augenscheinlich tot" zeigt den Alltag von Hildegard Graß und ihren Kolleginnen und Kollegen am Kölner Institut für Rechtsmedizin.
(ARD/WDR)
3Sat.de
Rechtsmedizin.uk-koeln.de/
Im Rahmen der "Körperwelten-Ausstellung" in Berlin im Jahre 2009 hat das Verwaltungsgericht Berlin nun entschieden: Das Verbot für diese Schau des umstrittenen Plastinators Gunther von Hagens war rechtens. Denn nach dem Berliner Bestattungsgesetz dürfen Leichen grundsätzlich nicht öffentlich ausgestellt werden.
Und außerdem: Von Hagens fehlten wohl eindeutige Einwilligungen der beiden Verstorbenen, eines 74-Jährigen und einer 93-Jährigen.! Skandalös...
welt.de
"Schwermut und Schönheit" -
Trauerkleider aus dem Museum of World Funeral Culture, Novosibirsk"
6. Juni bis 22. August 2010
Unter dem Titel "Schwermut und Schönheit" zeigt das Deutsche Textilmuseum Krefeld seit Sonntag eine Ausstellung über Trauerkleider des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Schau in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Deutsche Bestattungskultur zeigt prächtige Gewänder, die für das Museum of World Funeral Culture in Novosibirsk angefertigt wurden...
epd.de
Textilmuseum Krefeld
In diesem Bild (bzw. der "Grabgestaltung") steckt viel Nachdenkliches:
Da hat jemand den Löffel abgegeben - und der Mülleimer den Anblick beherrschend, gleich nebenan. Ein Gleichnis...
Wer darf bestimmen, ob ein Leben zu Ende gehen soll? Ein Gespräch mit der Palliativmedizinerin Birgitt van Oorschot über unnötiges Leiden, Misstrauen gegenüber Angehörigen und Maximaltherapie für 94-Jährige.
sueddeutsche.de

Foto: Patrik Budenz
Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) hat am Mittwoch ein Grundsatzprozess zu Fragen der Sterbehilfe begonnen. Es geht um einen aufsehenerregenden Fall, um das Schicksal der Wachkomapatientin Erika Küllmer und des Anwalts Wolfgang Putz. Aber es geht auch um die ganz große Frage, die immer mehr Menschen in Deutschland beantworten müssen: Wie sollen meine Angehörigen sterben?
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der bundesweit rund 3400 Heime und 3100 Pflegedienste vertritt, weist auf die "schwer auszuhaltende" Situation hin. "Die Pflegekräfte stecken in einem unglaublichen Gewissenskonflikt", sagt bpa-Geschäftsführer Herbert Mauel. Die Heime seien gesetzlich und vertraglich zu aktivierender Hilfe verpflichtet. "Und im selben Moment sollen sie lebensverlängernde Maßnahmen einstellen? Sie sollen einerseits waschen und pflegen, andererseits dem Patienten kein Wasser und keine Nahrung geben? Das ist unzumutbar", so Mauel.
Über das Ende des Lebens - oder besser: Die Beendigung des Lebens - berät nun der Bundesgerichtshof. Und könnte ein bahnbrechendes Urteil fällen
spiegel.de