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Archiv: Oktober 2009
Jetzt ist es wohl soweit: Särge kaufen auch beim Discounter.
Es ist eine makabere Erweiterung des Wal-Mart-Sortiments: Der US-Einzelhändler bietet jetzt auch Särge an. Ein Bronzemodell kostet 2899 Dollar, ein Sarg aus Stahl nur 895, wie die BBC berichtet...
spiegel.de
Als Barbara Schaefer erfährt, dass ihre Freundin Katja am Hohen Dachstein tödlich verunglückt ist, packt sie das Nötigste in einen Rucksack und verlässt Berlin in Richtung Süden. Sechs Wochen lang läuft sie 30 bis 40 Kilometer am Tag über Dresden, Theresienstadt, durch Böhmen nach Prag und weiter in Richtung Österreich. Schon immer konnte Barbara Schaefer durch das Gehen Energie tanken, jetzt hilft es ihr, der Trauer nachzuspüren und Abschied zu nehmen. Eine besondere Reise, auf der die Autorin zurück ins Leben findet.
Es gibt zahlreiche Methoden, Übungen und Herangehensweisen, um Trauer zu "verarbeiten". Sicher gehören auch die berühmten Pilgerreisen dazu, die seit geraumer Zeit - auch durch Prominente (Hape Kerkeling) - in den Medien präsent sind.
In der "normalen", alltäglichen Trauerarbeit ist das Laufen eher ein Spazierengehen, das ganz privat, für sich, unternommen wird. In Ihrem Buch macht Barbara Schaefer ihren "Spaziergang" öffentlich - und es ist faszinierend und beeindruckend, wie sie durch das Laufen wieder zu sich, ins Leben , zurückfand.
randomhouse/diana

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„Wenn ich geahnt hätte, dass ich so lang leben würde, hätte ich besser auf mich aufgepasst.“
Eubie Blake
Dass sich in Japan auch beim Thema Bestattung merkwürdige Entwicklungen abzeichnen, macht auch folgender Artikel deutlich:
Von außen sehen die fünf- oder sechsstöckigen Bestattungshäusern aus wie graue Wohnhausanlagen mit sehr wenigen Fenstern. Eine Hälfte des Gebäudes ist ausschließlich für die Lagerung von Urnen reserviert, die jeweils zu zweit in einer Schachtel verstaut und vom Boden bis zum Dach in Regalen geschlichtet sind. Bis zu 7.000 Verstorbene können so auf einer Fläche "gelagert" werden, auf der unter freiem Himmel nur maximal 100 Platz hätten.
derstandard.at
Sollte das auch eine zukünftige Entwicklung in Europa/Deutschland beschreiben?
Aber noch gibt es ja eher zuviel Friedhofsfläche in den Metropolen...
DEATH AND THE CITY
Tod in der Großstadt
Ein Diskurs zur europäischen Sepulkralkultur
Freitag, 16.10.2009
Beginn: 10.00 Uhr
Südwestkirchhof
Unter dem Titel „Death and the City – Tod in der Großstadt” sollen im Rahmen eines eintägigen Austausches Gemeinsamkeiten und Unterschiede im europäischen Bestattungswesen aufgezeigt werden.
Drei internationale Referenten aus dem Friedhofswesen stellen landestypische Szenarien von Sterbefällen vor - vom Tod über die Ausrichtung der Beisetzung bis zur Pflege des Grabes, der Gestaltung des Friedhofes und der späteren Aufhebung des Grabes.
Wirtschaftliche und kulturelle Aspekte kommen dabei genauso wie die Themen Stadtentwicklung und Natur zur Sprache.
Ziel ist es, die Unterschiede der europäischen Sepulkralkultur im unmittelbaren Vergleich herauszuarbeiten und darzustellen.
Die Veranstaltung stellt den Abschluss der halbjährigen Veranstaltungsreihe zum 100-jährigen Bestehen des Südwestkirchhofes in Stahnsdorf dar.
Durch die Veranstaltung führt David Ensikat, Journalist und Autor, Berlin
http://www.stiftung-historische-friedhoefe.de

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) unterstützt seit 25 Jahren die Entwicklung der Transplantationsmedizin durch ihr Engagement in der Organspende. Dazu arbeitet sie eng mit Kooperationspartnern in der Politik und der Medizin zusammen. Organspende ist in Deutschland eine Gemeinschaftsaufgabe aller Krankenhäuser mit Intensivstationen, der Transplantationszentren und der DSO.
organspendetag.de
In Kolumbien liegen Internet-Trauerfeiern im Trend.
Der Grund: "Vor allem Familienangehörige, die legal oder illegal im Ausland leben, interessierten sich für diese Dienstleistung. Auch Gefängnisinsassen gehörten zur angesprochen Zielgruppe[...]".
Das dürfte sich dann wohl auch für andere gefängnisaffine Zeitgenossen lohnen...
heute.de
sterben wollen| Denkraum Suizid
10. 09. - 09. 10. 2009
Plötzlich ist ein Mensch weg - aus unserer Mitte gerissen, getötet von eigener Hand. Einfach so. Es passiert jeden Tag und überall, seit jeher.
Menschen nehmen sich das Leben, töten sich, begehen Suizid, machen Schluss - jährlich über 400 allein in Berlin. Dabei hinterlassen sie emotionale Lücken und viele Fragen - im Privaten wie im Öffentlichen.
Das interdisziplinäre Forschungs- und Ausstellungsprojekt sterben wollen - Denkraum Suizid inszeniert auf den Freiflächen des Berliner Medizinhistorischen Museums Alltäglichkeiten und gesellschaftliche Umgangsweisen mit Selbsttötung und weist darüber hinaus auf konkrete Hilfsangebote hin. Ein Infocontainer und mehrere Begleitveranstaltungen bieten die Möglichkeit einer detaillierten Auseinandersetzung. Besucher und Besucherinnen sind eingeladen, sich in diesen künstlerisch-wissenschaftlichen Denkraum hinein zu begeben.
Eine KOOPERATION des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin in ZUSAMMENARBEIT mit:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité | Berliner Bündnis gegen Depression | Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbrauerschutz Berlin | Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e. V. | TelefonSeelsorge Berlin-Brandenburg | Neuhland e. V. | Freunde fürs Leben e. V. | JugendKulturZentrum PUMPE | Otto Berg Bestattungen | Ha.-Jo. Schulz Transporte.
sterbenwollen.de