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Archiv: April 2008
Ein aktueller Artikel bei spiegel.de bringt es an den Tag: Die Metropolen dieser Welt platzen aus allen Nähten und es herrscht Stillstand beim Straßenverkehr. Ein Ranking zeigt, in welchen Städten der Verkehr am zähesten fließt. Dabei schneidet - wer hätte es anders erwartet - die deutsche Haupstadt katastrophal ab.
Hamburg dagegen ist schneller...
Bezogen auf das Thema "Bestattungs- und Friedhofswesen" könnte man jetzt erst einmal assoziieren, dass das Fuhrwesen besonders darunter leidet: Denn hier ist Zeit Geld.
Aber grundsätzlicher betrachtet kommt man zu der Überzeugung, dass sich vieles bei dem Thema kaum bewegt - oder sogar still steht. Aber zur Ehrenrettung Berlins sei gesagt, dass es in anderen Regionen des Landes ebenso ist.
Na, schauen wir mal, was sich in den nächsten Jahren so tun wird...
Jetzt erhielt der Künstler Gregor Schneider sogar Morddrohungen, nachdem sein Vorhaben bekannt wurde!
Das geht dann wohl doch etwas zu weit. Sonst bekommen wir hier noch amerikanische Verhälnisse wie bei den Abtreibungsgegnern...
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18.04.2008
Das sich Kunst & Tod, Tod & Kunst gegenseitig befruchten, ergänzen - ja Kunst ohne "Tod" nicht denkbar ist - zeigen nicht nur große Ausstellungen wie "Six feet under. Autopsie unseres Umgangs mit Toten", dhmd.de (Deutsches Hygiene-Museum, Dresden), sondern auch neuere Publikationen (z.B. "Die neue Sichtbarkeit des Todes", culture.hu-berlin.de)
Doch nun will der Künstler Gregor Schneider einen sterbenden oder bereits verstorbenen Menschen als Kunst-Performance präsentieren. Wichtig dabei: Die Person muss eines natürlichen Todes gestorben sein!
Das Ganze soll dem Zweck dienen, die angebliche "Schönheit des Todes" zu zeigen.
Nun, Herr Schneider, dann wüsste ich auch gern Ihre Kriterien zum Thema "natürlicher Tod". Reichen Ihnen die Kriterien der Rechtsmedizin (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall; Krebsleiden etc.) oder - der Kunst eher angemessen - die philosophische Hinterfragung einer amtlich festgelegten, "natürlichen", Todesursache?
Ihre Antwort würde mich sehr interessieren!
spiegel.de
welt.de

Friedhof III der Gemeinde St.Hedwig, Berlin-Reinickendorf.
Auf diesem Friedhof fand am 5. April 2008 die erste Beisetzung auf dem neugeschaffenen Kindergrabfeld statt.
Heute, am 20. April 2008, wird auf dem Schöneberger Alten St.-Matthäus-Kirchhof der "Garten der Sternenkinder" offiziell eingeweiht.
Es handelt sich jedoch nicht um einen "Friedhof" für totgeborene Babys (siehe Tagesspiegel), sondern auch hier um ein besonders gestaltetes Bestattungsfeld/Grabfeld auf einem bestehenden Friedhof. Es bestehen weitere Kindergrabfelder solcher Art in Berlin - und weitere wären wünschenswert.
tagesspiegel.de
Förderverein Alter St.-Matthäus-Kirchhof:
efeu-ev.de
Hilfe für verwaiste Eltern:
Bundesverband Verwaiste Eltern In Deutschland e.V. (VEID)
Nun ist es bald soweit:
Die legendäre Ausstellung "Erzähl´ mir was vom Tod -
eine interaktive Ausstellung über das DAVOR und das DANACH" ist wieder nach Berlin zurückgekehrt. Die interaktive Ausstellung für Menschen zwischen 6 und 99 Jahren öffnet sich dem Thema Tod einmal ganz anders:
„Erzähl’ mir was vom Tod“ lädt ein zu einer lebendigen Expedition ins Jenseits, in die bilderreiche Mythologie und Geschichte unterschiedlichster Kulturen.
Die Schirmherrschaft hat Bischof Dr. Wolfgang Huber übernommen.
Ort: Parochialkirche in Berlin-Mitte
Klosterstraße 66 / 67
10179 Berlin-Mitte
Wann: Vom 24.04. - 29.08. 2008
ÖFFNUNGSZEITEN
Di + Do 9 -19 Uhr | Mi + Fr 9 - 14:30 Uhr | Sa 13 - 18 Uhr | So + Feiertage 12 - 18 Uhr
SOMMERFERIEN-ÖFFNUNGSZEITEN
(16.07. - 29.08.2008)
Di + Fr 15 -19 Uhr | Sa 13 - 18 Uhr | So + Feiertage 12 - 18 Uhr
KONZEPTION & UMSETZUNG
Kindermuseum im FEZ-Berlin
An der Wuhlheide 197
12459 Berlin-Köpenick
fon 030-530 71-181
erzaehl-mir-was-vom-tod.de
fez-kindermuseum.de

Katrin Göring-Eckardt (Hg.): "Würdig leben bis zuletzt. Sterbehilfe. Hilfe beim Sterben. Sterbebegleitung. Eine Streitschrift".
Das Plädoyer beginnt mit einer notwendigen Aufklärung über den Stand der Dinge. Das Grundanliegen des von der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages (und kulturpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Bundestag), Katrin Göring-Eckardt, herausgegebenen Buches ist: Aufklärung und Förderung der öffentlichen Diskussion zum Thema "Sterbehilfe/Sterbebegleitung". Das Sterben soll medizinisch erleichtert werden und begleitet sein von Angehörigen und professionellen Helfern.
Wie Barbara Dobrick in ihrer Rezension zum Buch anmerkte , passt der Bergriff Streitschrift nicht.
Das Buch ist viel mehr: nämlich ein fundiertes Plädoyer in zwölf Aufsätzen für ein gutes Lebensende.
Das Buch beginnt mit der grundlegenden Aufklärung über den Stand der Dinge. Da geht es um die Erläuterung der selbst von Ärzten nicht eindeutig verstandenen Begriffe wie passive und indirekte Sterbehilfe. Es geht um die Empfehlungen der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", um die Stellungnahme des Nationalen Ethikrats zum Thema Sterbebegleitung und um Erfahrungen aus Holland, wo die Tötung auf Verlangen seit 2002 in eng umrissenen Grenzen nicht mehr strafbar ist.
Gütersloher Verlagshaus

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Georgen-Parochial-Kirchhof, Berlin-Prenzlauer Berg
Angeblich soll es Pläne im Vatikan geben, die sterblichen Überreste des 2005 verstorbenen Papstes Johannes Paul II. in einen Glassarg umzubetten.
Im Falle einer Zurschaustellung im Glassarg soll eine Wachsmaske das Gesicht des Toten schützen. Na, immerhin...
derstandard.at
bild.de
Beim Sender 3sat gibt es am 20./21. April 2008 einen ganzen Thementag zum Thema "Tod":
Von 06:15 (!) und anschließende 24 Stunden wird den Themen "Sterben/Tod/Trauer" der wahrscheinlich bis dahin breiteste Raum eingeräumt, den es je im deutschen Fernsehen gab.
Eine große Leistung - und viel Mut, den 3sat da beweist!
3sat.de
3sat.de/programm
Berlin-Köpenick:
In der Nähe des Müggelturms in Köpenick fanden Spaziergänger am vergangenen Sonntag die Leiche eines Babys, das kurz nach der Geburt getötet wurde. Das Baby befand sich in einem Rucksack. Die Polizei tappt bei der Suche nach den Eltern weiterhin im Dunkeln.
Nun wurde es auf dem Laurentiuskirchhofs in Köpenick bestattet - in einem weißen Kindersarg.
Der Pfarrer der Evangelischen St.-Laurentius-Gemeinde hat für eine würdevolle Bestattung gesorgt - und die zusätzlichen Kosten übernommen.
„Unser namenloses Findelkind soll wenigstens in Würde von dieser Welt verabschiedet werden“, so der Pfarrer der Gemeinde, Ralf Musold.
Ein positives Beispiel, das Schule machen sollte. Denn nicht alle Kirchengemeinden sehen das so. Leider.
tagesspiegel.de
berlinonline.de
In Peru gab es für die Angehörigen einer (vermeintlich) Verstorbenen einen (positiven) Schock:
Gerade hatten sie Felicita Guizabalo Viera in ein Leichentuch gehüllt und wollten sie in den Sarg legen, da schlug die 33-Jährige ihre Augen auf und begann, sich zu bewegen.
Schöne, dass es immer wieder Wunder gibt...
spiegel.de
Auf dem Gelände des Amalie-Sieveking-Krankenhauses in Volksdorf ist am Freitag das erste christliche Hospiz der Hansestadt eröffnet worden [...] Mit dem neuen Diakonie-Hospiz sei die Zahl der stationären Hospizplätze für Erwachsene von 56 auf 70 erhöht worden. Damit ist Hamburg nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Bereich der stationären Hospiz- und Palliativversorgung gemessen an der Einwohnerzahl im Bundesvergleich führend.
welt.de
Fotoausstellung "Über Sterben und Tod" bei "Himmelfahrt-Wesermarsch"
Vom 30.04.2008 bis 04.05.2008 ist die Ausstellung "Über Sterben und Tod" im Rahmen von "Himmelfahrt-Wesermarsch", himmelfahrt-wesermarsch.de, in der St. Johanniskriche, Strückhausen, Kirchweg in 26939 Ovelgönne zu sehen.
Nähere Informationen über die Ausstellung und einige Bilder sind hier zu finden:
nadine-stange.de
Weltraumbestattungen sind zwar immer noch exotisch (und teuer) - aber mittlerweile hat sich die Öffentlichkeit an diese und andere moderne Bestattungsformen gewöhnt.
Aber nun wird eine Erweiterung des Spektrums angeboten:
Die Asche auf dem Mond - zu einem vergleichsweise günstigen Preis: Rund 6500 Euro, aber lediglich für ein Gramm Asche.
Nun denn. Wer's mag, kann sich dann selbst ausmalen, ob es der Daumen, die Nase oder dergleichen ist, was da auf dem Mond landet...
spiegel.de
Aus aktuellem Anlass:
Es steht fest: Es war kein natürlicher Tod.
Eine von der Justiz angeordnete Autopsie ergab, dass sie eine tödliche Dosis von Natrium-Pentobarbital geschluckt hat – das Mittel, das auch die schweizerischen Sterbehilfeorganisationen Dignitas und Exit verwenden...
nzz-online.de
21.03.2008:
Ist Chantal Sébire doch eines nichtnatürliche Todes gestorben?
Sie hatte um Sterbehilfe gebeten, die ihr verwehrt wurde. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie keines natürlichen Todes gestorben ist.
spiegel.de
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20.03.2008:
Chantal Sébire, Frankreichs berühmteste Krebspatientin, ist tot.
Millionen Franzosen hatte das Schicksal der unheilbar Kranken, deren Gesicht zuletzt von einem Tumor entstellt war und die jahrelang furchtbarste Schmerzen litt, berührt.
[...] die Franzosen denken über das Recht auf Sterbehilfe nach. "Le Parisien" hatte bei einer nicht repräsentativen Straßenumfrage den Fall Chantal Sébire thematisiert. Das Ergebnis: 80 Prozent der Befragten fordern eine gesetzliche Lösung für Todkranke, die aus dem Leben scheiden wollen.
Und in Deutschland? Es wird Zeit, darüber ernsthafter nachzudenken...
spiegel.de
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17.03.2008:
Unglaublich - aber wahr: Die schockierende Krankheitsgeschichte der Französin Chantal Sébire, die ihr Leben nicht mehr erträgt - aber nicht sterben darf.
Ein Fall (von vielen), der die Thematik "Sterbehilfe" in einem anderen Licht erscheinen lässt - und zum vertieften Nachdenken anregen sollte.
Es handelt sich hierbei - wie in anderen Fällen - um den Wunsch nach begleitetem Freitod, nicht um aktive Sterbehilfe. Zugegeben, "Freitod" klingt auch hier euphemistisch. Aber mangels Alternativen sollte der Begriff in diesem Kontext Verwendung finden dürfen.
Sébire leidet seit acht Jahren an einer sehr seltenen und unheilbaren Tumorerkrankung, einem Ästhesioneuroblastom. Die Medizin kennt nur einige hundert Fälle weltweit. Der Krebs nahm in Sébires Nasenhöhle seinen Anfang, wucherte ins Gesicht, zerfraß ihre Nase, ihren Oberkiefer, sie erblindete. Da sie im Verlauf der Krankheit eine Morphium-Allergie entwickelte, kann sie gegen die unerträglichen Schmerzen lediglich Aspirin nehmen. Es ist ein Leben unter Qualen und Schmerzen, ein Leben, das Chantal Sébire nicht mehr will.
spiegel.de
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