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Archiv: März 2008
Dorotheenstädtisch-Friedrichswerdersche Friedhof, Berlin
Der belgische Radprofi van Impe befand sich im Krematorium der belgischen Stadt Lochristi, als plötzlich der Doping-Fahnder auftauchte, ihn an Ort und Stelle zum Test aufforderte und auch nicht bereit war, später wiederzukommen. Zu diesem Zeitpunkt war der 26-jährige van Impe gerade dabei, die Einäscherung seines Sohnes Jayden zu regeln, der am Montag sechs Stunden nach der Geburt gestorben war.
Kontrolle ist ja korrekt. Aber da war wohl ein 150%iger (ohne Anstand und Mitgefühl) am Werk...
spiegel.de
In Deutschland töten sich jährlich rund 10 000 Menschen. "Jede zweite Frau unter den Selbstmördern ist über 60 Jahre alt, bei den Männern sind 40 Prozent der Suizidanten älter als 60 Jahre", sagte Armin Schmidtke in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Ursachen für den Suizid im Alter seien unter anderem Angst vor Krankheit und Heimeinweisungen.
mvregio.de
agus-selbsthilfe.de
Neues aus Wien:
Die Wiener Bestattung präsentierte kürzlich neue Serviceleistungen, wie die Herstellung von Totenmasken und Handplastiken. So werden nicht nur Totenmasken, sondern demnächst auch Handplastiken angeboten. Eine Handplastik wird dann den Hinterbliebenen, wie die Totenmaske, auf einem roten Samtpolster gebettet und in einer Glas-Schatulle überreicht. Der Preis von Gesichtsabdruck und Handplastik beträgt jeweils 690 Euro.
wien.at
wienweb.at
Die Australier scheinen derzeit das "Wettrennen" um die umweltfreundlichste Bestattungsform gewinnen zu wollen:
In Australien wetteifern Bestattungsinstitute um "umweltfreundliche" Beerdigungen: Um die Kohlendioxidemissionen, die durch Einäscherungen entstehen auzugleichen, bietet ein Bestatter an, Bäume zu pflanzen. In Melbourne will man hingegen Verstorbene tiefgekühlt und in abbaubaren Plastiksäcken senkrecht begraben.
Der Gipfel ist die Idee der Bestattung in abbaubaren Plastiksäcken:
Erst sollen die Verstorbenen tiefgekühlt und dann in Massenabfertigung zu Grabe getragen werden. Dafür wurde ein fünf Hektar großes Areal für 30 000 Leichen gekauft. Die Verstorbenen sollen senkrecht beerdigt werden.
Ist hier noch von "Bestattung" die Rede - oder von massenhafter Entsorgung...!?!
n-tv.de
derstandard.at
Bei den Aushubarbeiten für den Bau einer Tiefgarage am Alexanderplatz in Berlin sind Bauarbeiter am 6. Februar in zwei Metern Tiefe auf Gräberreihen sowie Fundamentreste einer preußischen Exerzierhalle gestoßen.
"Bereits 50 Skelette, vom Kleinkind bis zum Greis, haben wir auf dem ersten Grabungsfeld freigelegt", sagt Michael Hofmann, Archäologe vom Landesdenkmalamt Berlin. Auf dem benachbarten zweiten Feld, auf dem in Kürze weiter gegraben werden soll, würden vermutlich weitere 30 Skelette liegen.
morgenpost.de
"Gedächtnisarchitektur - Formen privaten und öffentlichen Gedenkens" heißt ein kleiner Sammelband, der - herausgegeben von Ingeborg Siggelkow, im Peter Lang Verlag, Frankfurt/Main im Jahr 2001 erschienen ist.
Das Thema dieses schmalen - aber inhaltsreichen Bandes - ist immer noch aktuell: Die vielfältigen Formen des Gedenkens. Der Band ist zwar bereits 2001 erschienen, doch die gegenwärtigen Diskussionen beispielsweise zum öffentlichen Gedenken für im Dienst getötete Angehörige der Bundeswehr zeigen die Brisanz.
Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Aufsätzen, die so unterschiedliche Themen wie „Das endliche Fleisch und das unendliche Leben“ (Joachim Wossidlo), „Grabmäler als Ausdruck individuellen Gedenkens“ (Thomas Ratzka), „Frauen – Mütter – Frieden“ (Insa Eschebach), „Das Holocaust-Mahnmal in Berlin“ (Volker Kirchberg), das Denkmal von Dani Karavan für Walter Benjamin in Port Bou (Stefanie Endlich), „Zimbabwean Sculpure“ (Susanne Lanwerd) oder die Gesellschaftsgeschichte des Hotels Adlon in Berlin (Waltraud Schade) behandeln. Der Band schließt ab mit einem Aufsatz der Herausgeberin über "das Denkmal im öffentlichen Raum" (Ingeborg Siggelkow).
Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltend. Damit wurde vermieden, was wissenschaftliche Literatur leider allzu oft auszeichnet – nämlich Langeweile. Dadurch, dass die einzelnen Artikel nur lose miteinander verbunden sind, ist eine anregende Verschiedenartigkeit entstanden.
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Seit kürzlich der ZDF-Zweiteiler "Die Gustloff" ausgestrahlt wurde, scheint es bei einigen Seebestattern eine größere Nachfrage zu geben.
Dort über der Stelle, wo am 30. Januar 1945 die Wilhelm Gustloff nach sowjetischem U-Boot-Beschuss mit 9000 Menschen sank, werden Beisetzungen angeboten.
Damit stellen die Seekriegsgräber eine besondere Form der Seebestattung dar.
Seit Anfang der 1970er Jahre wird die Seebestattung auch in gewerblicher Form für "Normalbürger" angeboten - und galt damals jedoch noch als sehr exklusiv. Damit hat sie die Sepulkralkultur um neue Bestattungsorte, aber auch um besondere, maritime Formen der Trauer bereichert.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sieht in dem Bestattungsort keine Pietätlosigkeit. Da es sich um die Asche von Verstorbenen handelt, die einen Bezug zu dem Ort haben, habe das nichts mit Geschäftemacherei zu tun, sagt Sprecher Fritz Kirchmeier.
n-tv.de
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
wikipedia.org
Die Vorbereitungen für die Tutanchamun-Ausstellung im Museum für Völkerkunde laufen auf Hochtouren. Die letzten Exponate sind diese Woche in Wien gelandet, im Internet hat auf die Tickets ein regelrechter Run eingesetzt.
Es ist das erste Mal, dass derart viele wertvolle Exponate ägyptischer Geschichte in Österreich zu sehen sind. Der Versicherungswert der 140 Exponate beträgt mehr als 500 Millionen Euro.
TUTANCHAMUN
und die Welt der Pharaonen
Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums mit der National Geographic Society
9. März bis 28. September 2008
im Museum für Völkerkunde
1010 Vienna, Heldenplatz
wien.orf.at
Kunsthistorisches Museum Wien