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Archiv: November 2006
Ziemlich geschockt war eine Frau in Rumänien, als ihr ein Pfarrer (!) die Gebeine des vor 16 Jahren verstorbenen Vaters per Post schickte.
Die Ruhezeit des Grabes lief aus und sollte neu belegt werden.
Außerdem hätten im Päckchen Schuhe und Kleidungsstücke gelegen, die nicht dem Verstorbenen gehörten. Nun wird wegen Grabschändung ermittelt.
So etwas gab es meines Wissens in Deutschland noch nicht...
netzeitung.de
Die Diskussion reißt nicht ab: Ist das Plastinarium in Guben ein Segen oder doch eher Fluch?
Die "Schau-Leichenpräparationswerkstatt", falle in eine juristische Grauzone, erklärten verschiedene Brandenburger Ministerien. Aber der für Jugendschutz zuständige Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) will die Stadtverwaltung Guben auffordern, im Plastinarium wenigstens eine Altersbegrenzung für den Besuch von Kindern durchzusetzen. (bislang haben Jugendliche über 14 Jahre freien Zugang zur Plastinationswerkstatt, Jüngere in Begleitung von Erwachsenen).
Ebenfalls hat die Herbstsynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz die Landesregierung kürzlich aufgefordert, „alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten“ zu nutzen, um das Plastinarium zu schließen.
Zum Einschreiten gibt es aber wohl keine Handhabe: Im juristischen Sinne würden in Guben wissenschaftliche Exponate hergestellt.
Aber ein bisschen mehr als Wissenschaft wird da schon getrieben...
Tagesspiegel.de
Ein interdisziplinärer Sammelband zur Langzeit-Wirkung der Plastination ist erschienen:
Liselotte Hermes da Fonseca, Thomas Kliche (Hrsg.): Verführerische Leichen - verbotener Verfall. "Körperwelten" als gesellschaftliches Schlüsselereignis. Lengerich, New York: Pabst Science Publishers 2006.
Ein an der Universität Hamburg erschienener Sammelband mit 18 Beiträgen aus Ethnologie, Soziologie, Psychologie, Theologie, Kunstgeschichte, Museums- und Kulturwissenschaften legt nun zum ersten Mal genaue Analysen über die soziokulturellen Folgewirkungen der Plastination vor und zeigt Konsequenzen auf, die weit über die Ausstellung hinausreichen.
idw-online.de
In Brasilien wurde ein neues Krankheitsbild entdeckt: Es gibt jetzt auch "Beerdigungs-Süchtige".
Zumindest ein erster Fall ist bekannt.
Ein 42jähriger nimmt seit 20 Jahren bei jeder einzelnen Beerdigung in seiner Heimatstadt teil.
Dafür hat er sogar seinen Job gekündigt.
Erinnert wird man unweigerlich an den Filmklassiker Harold & Maude, denn im Film spielt das "Hobby" Trauerfeiern/Beerdigungen jeglicher Art zu besuchen eine große Rolle.
Ob die WHO nun ihre internationale Klassifikation der Krankheiten erweitern wird...?
Ärztezeitung.de
Nach einigen Wochen der erzwungenen Abstinenz (technische Probleme) geht es nun endlich weiter mit dem Sargsplitter!