Archiv: Februar 2006

Mo Feb 27, 2006

Makabrer Handel mit Leichenteilen

Ein früherer Zahnarzt und drei Komplizen sollen in den USA über Jahre einen lukrativen Handel mit Leichenteilen betrieben haben. Jetzt stehen die vier Männer in New York vor Gericht. Die Anklage lautet auf Grabschändung, Leichendiebstahl und unerlaubte Sektion. Die Leichen sollen die Kriminellen für 1000 Dollar pro Stück von Bestattungsunternehmen gekauft haben.
Bei einem Schulspruch drohen ihnen bis zu 25 Jahren Haft.

Die Horrorstory erinnert mich an den Film "Bodysnatcher (Der Leichendieb)", in dem der gespenstische Kutscher Gray für den angesehenen Arzte Dr. Todd MacFarlane und seine Studien nachts Leichen vom Friedhof holt. Nur: Beim "Bodysnatcher" war das Motiv noch ehrenhaft - nämlich medizinische Studien. In der Realität von heute ist es pure Geldgier, gepaart mit äußerster krimineller Energie.
Diese Kombination macht auch vor Toten nicht halt. Man darf gespannt sein, wie der Prozess ausgeht.
Der SargSplitter berichtet...

tagesschau.de

Quelle: Kinowelt Home Entertainment GmbH
image

Stephan Hadraschek am 27. Februar 2006, 15:02 | 2 Comment/s (4193) | 0 Trackbacks | » Bestattung

So Feb 26, 2006

Sitzsärge in Südafrika

Wegen der überfüllten Friedhöfe in Südafrika haben Tüftler Sitzsärge erfunden.
Südafrika hat mit seiner hohen Aids-Quote große Probleme mit dem verfügbaren Platz auf den Friedhöfen. Nicht durchgesetzt haben sich Überlegungen, die Toten senkrecht zu beerdigen - das hätte noch mehr Platz gebracht.
Aber letztendlich würde nur die Feuerbestattung die Probleme auf den Friedhöfen lösen.

n-tv.de

Stephan Hadraschek am 26. Februar 2006, 10:02 | 0 Comment/s (2674) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Sa Feb 25, 2006

Ratgeber für die Lebenden

Die Aufzeichnungen des ehemaligen Vorstandschefs des Weltkonzerns KPMG, Eugene O'Kelly, sind erschienen. O'Kelly verstarb am am 10. September 2005 an einem Gehirntumor.
Das Buch ist keine Anleitung zum Geldmachen und erfolgreich sein, sondern eine Reflektion des Lebens im Angesicht der letzten Wochen eines Lebens.
Leider kommen solche Einsichten meistens zu spät - der Mensch glaubt noch immer (oder wieder), er sei unsterblich und Krankheit und Tod können ihm nichts: Gestorben wird ja erst im "zarten" Alter von 95 (oder später).
Empfehlung: Unbedingt lesen, in sich gehen und Gedanken machen!

Spiegel Online

Stephan Hadraschek am 25. Februar 2006, 13:02 | 0 Comment/s (2606) | 0 Trackbacks | » Tod

Tobias Willi will keine Schuhe im Sarg tragen

In einem Interview mit Spiegel Online gibt der MSV Profi-Fußballer Tobias Willi Auskunft zu seiner Schuh-Leidenschaft. Aber bei seiner dereinstigen Beerdigung möchte er keine Schuhe im Sarg tragen: "[...] Wenn ich da liege, soll es bequem sein. Wie auf der Couch ohne Hausschuhe."

Dem kann man eigentlich nur zustimmen, denn wer legt sich schon gerne komplett angezogen ins Bett!?

Stephan Hadraschek am 25. Februar 2006, 09:02 | 0 Comment/s (2641) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Fr Feb 24, 2006

Nun ist es endgültig: Streichung des Sterbegeldes zum 1. Januar 2004 war korrekt

Jetzt ist es höchstrichterlich und amtlich: Wer gesetzlich krankenversichert ist, hatte ab dem 1. Januar 2004 keinen Anspruch mehr auf Sterbegeld - das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden.

Die Abschaffung des Sterbegeldes wurde u.a. von Kommunen und Bestattern bezweifelt, denn die beiden Paragraphen 58 und 59, die das Sterbegeld regelten, erhielten einen neuen Inhalt, nämlich Regelungen zur Versorgung mit Zahnersatz. Diese Paragraphen traten jedoch erst zum 1. Januar 2005 in Kraft.
Doch das Bundessozialgericht entschied, dass die alten Paragraphen 2004 keine Gültigkeit mehr hatten.
Schade, schade...Da hat ja unsere Bundesgesundheitsministerin noch mal Schwein gehabt!

Ärztezeitung.de

Stephan Hadraschek am 24. Februar 2006, 10:02 | 0 Comment/s (2477) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Do Feb 23, 2006

Hilfe für Schwerstkranke in ihrer letzten Lebensphase

Es gibt mittlerweile viele Einrichtungen, die Schwerstkranke bzw. Sterbende in ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten und Schmerzen lindern können.
Darunter fallen Palliativ-Stationen (von lat. pallium, Mantel ), Hospize (stationär und ambulant) sowie Home-Care.
Auf einer kürzlich stattgefundenen Tagung inn Berlin wurde darüber resümiert und insbesondere die Berliner Situation beleuchtet: Berlin steht mit vier Palliativstationen und acht stationären Hospizen überdurchschnittlich gut da.

Tagesspiegel Online

Stephan Hadraschek am 23. Februar 2006, 09:02 | 2 Comment/s (2622) | 0 Trackbacks | » Vorsorge

Mi Feb 22, 2006

Die pietätlose Diebin

Das ist ja an Dreistigkeit kaum zu überbieten:
Eine 71-jährige Diebin ist in der Region Trier auf Beutezug gewesen.
Laut Polizei soll die Rentnerin auf Beerdigungen Kondolenzkarten (samt Inhalt=Euros) aus der Leichenhalle gestohlen haben. Der Schaden bewegt sich laut Polizei im vierstelligen Euro-Bereich!
Leider ist der Friedhof auch kein geschützter, "befriedeter" Raum mehr, wo man sich auf Anstand, Sittlichkeit und Pietät verlassen kann. Da wird geklaut, randaliert und überfallen. Der Friedhof als Abbild unserer Gesellschaft!?!

e110.de

Stephan Hadraschek am 22. Februar 2006, 09:02 | 0 Comment/s (2708) | 0 Trackbacks | » Kurioses

Di Feb 21, 2006

"Fröhlicher Friedhof" wird restauriert

Na, das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht:
Die rumänische Regierung will den Cimitirul Vesel, den "fröhlichen Friedhof", sanieren.
Auf den Kreuzen werden Lust und Laster der Verstorbenen in humoristischen Versen und Bilder geschildert.
Nicht zuletzt deshalb, weil der Friedhof jährlich rund 30.000 Touristen (!) aus dem In- und Ausland in die rumänische Region anlockt.

Tja, da können selbst bedeutende Friedhöfe in Deutschland kaum mithalten.

Spiegel Online

Stephan Hadraschek am 21. Februar 2006, 14:02 | 0 Comment/s (2539) | 0 Trackbacks |

Mo Feb 20, 2006

Bestattung im Wald wird von der evangelischen Kirche akzeptiert

Wie der Evangelischer Pressedienst berichtet, stellt die Bestattung im Wald (in extra abgegrenzten und gekennzeichneten Wäldern) kein Widerspruch mehr zum christlichen Begräbnis dar. Wohlgemerkt ist dies aber nur die Meinung der "Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche". Allerdings "sei unter anderem eine 'deutliche Kennzeichnung und Eingrenzung des Friedwaldes als Ort der Totenruhe' unverzichbar.
Die Katholische Kirche ist da anderer Meinung. Sie hatte erst kürzlich gegen den möglicherweise ersten Bestattungswald Schleswig-Holsteins in Mölln energisch protestiert.

Da fragt sich nur, wie sich die anderen evangelischen Landeskirchen dazu verhalten?

Stephan Hadraschek am 20. Februar 2006, 16:02 | 0 Comment/s (2389) | 0 Trackbacks |

Do Feb 16, 2006

Zwangsbeisetzung von Hildebrandts Urne?

Die Story hat immer noch kein Ende: Wie kürzlich im SargSplitter berichtet (13.1.2006), weigert sich die Witwe des Mauermuseumgründers (Checkpoint Charlie) Rainer Hildebrandt beharrlich,
die Asche ihres verstorbenen Mannes auf einem "gewöhnlichen" Friedhof beizusetzen.
Die Urne soll - dem Wunsch des Verstorbenen folgend - auf dem Friedhof an der Wilsnacker Straße in Moabit bestattet werden. Doch der Friedhof ist seit 1952 geschlossen.
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat der Witwe nun eine letzte Frist gesetzt...

Der Kampf um den Bestattungsort ist ja irgendwie bewundernswert, aber was würde eine Verwaltung machen, wenn jeder mit "Ausnahmegenehmigung" etc. käme? Wenn ein Friedhof nun mal geschlossen ist (und das seit 1952!), dann sollte es auch für Prominente keine Ausnahme geben können. Oder? Aber wenn Frau Hildenbrandt noch etwas wartet, kann sie die Urne vielleicht bald mit nach Hause nehmen...

Berliner Morgenpost

Stephan Hadraschek am 16. Februar 2006, 15:02 | 0 Comment/s (2477) | 0 Trackbacks | » Kurioses

Mo Feb 13, 2006

Die Solar-Grableuchte - muss man die haben?

Eine dauerhafte, sich selbst regulierende Grableuchte ist jetzt zu haben. Und die Grableuchte ist angeblich nur bei der Verlagsgruppe Weltbild GmbH zu beziehen (siehe Bild). Der Clou: Mann/Frau muss nicht mehr ständig auf den Friedhof tappern und das Grablicht neu entzünden bzw. erneuern. Außerdem ist es witterungsbeständig und frostsicher.
Dass damit auch der Grabbesuch und damit einer weiteren Entpflichtung Vorschub geleistet wird, sei hier nur am Rande bemerkt.

Gesehen im aktuellen Weltbild-Katalog, Seite 92.
image

Stephan Hadraschek am 13. Februar 2006, 14:02 | 5 Comment/s (2713) | 0 Trackbacks |

So Feb 12, 2006

Asche im Briefbeschwerer - ein wahrlich beschwerter Gedanke!

Dass man (und frau) mit den sterblichen Überreste eines Menschen allerhand mehr machen kann als "nur" beizusetzen, ist mittlerweile in jedem Trendmagazin zu lesen: Entweder die Asche (bzw. einen Teil von ihr) gleich ins All schießen, aus der Luft verstreuen oder doch besser als Amulett um den Hals tragen? Möglichkeiten gibt es viele.
Aber nun schon wieder etwas Neues von der Insel: Eine Engländerin hat sich das Patent sichern lassen für das Einbrennen der Asche von Verstorbenen in gläserne Souvenirs. Also z.B. Briefbeschwerer oder Vasen.
Clever, kann man da nur sagen, denn solche Objekte finden sich ja in jedem Haushalt, sind allgemein eingeführt und wirken nicht gleich so extravagant wie ein Amulett im Wohnzimmerschrank ;-).
Aber was passiert denn nun, wenn das Glas seinem Drang der Erdanziehung folgt und auf dem Boden landet? Nochmal blasen?

Ärztezeitung.de

Stephan Hadraschek am 12. Februar 2006, 13:02 | 0 Comment/s (2734) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Mi Feb 08, 2006

42 Exhumierungen im Fall "Sonthofen"

Der Prozess gegen den "Todespfleger von Sonthofen" hat auch eine andere Seite - nämlich die der Kriminalbeamten des Erkennungsdienstes. Sie müssen in sehr kurzer Zeit eine große Zahl an Exhumierungen (42!) vornehmen, um Beweise zu sammeln. Für Rechtsmediziner mag das zur alltäglichen Arbeit gehören, aber für Kripobeamte stellt das eine enorme Belastung dar. "Ich bin wohl der einzige Kriminalbeamte, zumindest in der Nachkriegszeit, der so viele Exhumierungen in einer so kurzen Zeit durchzuführen hatte", sagt Manfred Adamer, der die Ermittlungen leitet.

Man kann diese Anstrengung und Belastung gut nachvollziehen. Denn schon das Auffinden einer "normalen" Leiche, die bereits fortgeschrittene Verwesungsmerkmale aufweist, ist nicht besonders "appetitlich".

e110.de

Stephan Hadraschek am 08. Februar 2006, 12:02 | 0 Comment/s (2439) | 0 Trackbacks |

Di Feb 07, 2006

Staatsakt für Johannes Rau: Deutschland nimmt Abschied

Mit einem bewegenden Staatsakt haben im Berliner Dom 1500 Gäste aus dem In- und Ausland Abschied vom verstorbenen Altbundespräsidenten Johannes Rau genommen.
Den Trauergottesdienst gestaltete der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber.
Am frühen Nachmittag (voraussichtlich gegen 14.00 Uhr) wird Johannes Rau dann auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte im engsten Familienkreis beigesetzt.
Anschließend gibt Bundespräsident Köhler im Berliner Rathaus einen Trauerempfang.

Die Trauerfeier und der anschließende Staatsakt im Berliner Dom waren sehr beeindruckend und würdevoll. Leider ist das Wetter derzeit in Berlin nicht besonders angenehm (kühl und regnerisch) - aber letztlich genauso, wie man sich die Stimmung bei Trauerfeiern immer vorstellt.

Berliner Morgenpost
Spiegel Online

Stephan Hadraschek am 07. Februar 2006, 13:02 | 0 Comment/s (2482) | 0 Trackbacks |

So Feb 05, 2006

Die erste Ausgabe von "ewig- Forum für Gedenkkultur" ist erschienen

Text der Redaktion "ewig-Forum für Gedenkkultur" dazu:
Mit unserer Publikation ewig-forum für Gedenkkultur und www.ewig-forum.de möchten wir auch in hektischen Zeiten die Themen des Älter werden, Sterben, Friedhof und Gedenken wieder etwas zum Mittelpunkt des menschlichen Lebens rücken. Forum für Gedenkkultur versteht sich als Mittler zwischen dem an Vorsoge, Pflege- und Hospizarbeit sowie Gedenk- und Bestattungskultur interessierten Mitmenschen und innovativen Dienstleistern dieser Branchen.

Das engagierte Projekt von Lothar Fölbach/München ist vom Layout sehr ansprechend und technisch sehr gut umgesetzt (gutes Papier, guter Druck). Man kann dem "ewig-Forum" nur viele weitere interessante Ausgaben wünschen, zumal der Anschaffungspreis (EUR 6,-) äußerst gering ist.
Die nächte Ausgabe erscheint im Frühjahr - ich bin gespannt!

Kontakt:
Lothar Fölbach Medienservice
Heimeranstraße 6, 80339 München
Telefon 089 50 22619, Telefax 089 505337

image

Stephan Hadraschek am 05. Februar 2006, 16:02 | 0 Comment/s (2509) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Do Feb 02, 2006

"Der erste private Friedhof in Deutschland soll anders werden"

Das sagt der Bestatter Fritz Roth. In der Nähe von Köln (Bergisch Gladbach) entsteht ein "Wald der Besinnung und des Erinnerns".
Seit 1983 arbeitet der ehemaligen Unternehmensberater als Bestatter und setzt sich seitdem für einen bewussten Umgang mit Tod und Trauer ein. Roth gründete eine Trauer-Akademie und das "Haus der menschlichen Begleitung".
Der neue Friedhof soll nach Roths Vorstellungen ein Gegenbeispiel zur Anonymität vieler herkömmlicher Grabanlagen sein.

Pressehaus Heidenheim
Pütz-Roth

Stephan Hadraschek am 02. Februar 2006, 18:02 | 0 Comment/s (2591) | 0 Trackbacks |

Mi Feb 01, 2006

Sepulkralmuseum/Kassel zeigt Ausstellung über den Auschwitz-Überlebenden Henryk Mandelbaum

Dem Auschwitz-Überlebenden Henryk Mandelbaum und seinen Erlebnissen beim Sonderkommando Auschwitz ist vom 29. Januar bis 12. März 2006 eine Ausstellung im Kasseler Museum für Sepulkralkultur gewidmet. Die Ausstellung entstand in deutsch-polnischer Zusammenarbeit und wurde erstmals am 6. Mai 2005 in der Internationalen Begegnungsstätte in Auschwitz gezeigt.

Die Ausstellung "Nur die Sterne waren wie gestern – Henryk Mandelbaum, Häftling im Sonderkommando von Auschwitz 1944/1945" im Kasseler Museum für Sepulkralkultur, Weinbergstraße 25-27, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Sepulkralmuseum/Kassel

Stephan Hadraschek am 01. Februar 2006, 23:02 | 1 Comment/s (2610) | 0 Trackbacks | » Tipps