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Archiv: Oktober 2005
Seit den achtziger Jahren verwendet der Künstler Micha Brendel in seiner Arbeit vorwiegend organische Materialien wie Knochen, innere Organe und Blut. Er thematisiert auf hochaktuelle Weise unser modernes Verhältnis zum Körper, u.a. als organische Stoffe der Genforschung oder als zweifelhaften Sitz unsichtbarer oder ewiger Qualitäten. Nun haben sich vier unterschiedliche Museen zusammengetan, Micha Brendels Werke zu zeigen.
Er experimentiert mit seinen Objekten an der Schnittstelle von Anatomie und Plastik, von Medizin und Kunst. Das Berliner Medizinhistorische Museum mit seinen wertvollen und seltenen pathologisch-anatomischen Präparaten ist die erste Station der Ausstellung.
Ausstellungsorte
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité (Schumannstr. 20/21, 10117 Berlin)
30. Oktober 2005 – 31. März 2006
Museum für Sepulkralkultur Kassel
30. Juni – 3. September 2006
Phyletisches Museum Jena und Kunstsammlung im Stadtmuseum Jena
3. Dezember 2006 – 18. Februar 2007
Berliner Medizinhistorisches Museum
Mainz (ots) - Von jungen Menschen, die Bestatter werden wollen,
erzählt der Film "Mein Traumberuf: Bestatter" von Eduard Erne und
Frank Drescher, den das ZDF am Dienstag, 1. November 2005, 22.45 Uhr
in seiner Doku-Reihe "37°" ausstrahlt.
Na mal sehen, ob diese Dokumentation besser ist als die gleichlautenden der privaten Sender!
Und ob die Macher wirklich hinter das "Geheimnis" kommen, weshalb so jungen Menschen Bestatter werden wollen? ;-)
Presseinformation ZDF
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Dieses Buch handelt vom Gründer der "Body Farm", einer weltweit einzigartigen Einrichtung zur Erforschung menschlicher Körper nach dem Tod.
Bill Bass hat das autobiographische Buch zusammen mit dem Journalisten Jon Jefferson geschrieben.
Bass hat sein Leben der Erforschung des Todes verschrieben und ist international einer der renommiertesten forensischen Anthropologen. In dem Buch berichtet er von der Gründung seiner legendären Body Farm und wie es ihm gelang, zahlreiche spektakuläre Mordfälle zu lösen.
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Die kulturhistorischen und kulturvergleichenden Beiträge dieses Bandes behandeln die deutsche und europäische Bestattungs- und Friedhofsgeschichte in ihren grundlegenden Entwicklungen. Ein besonderer Schwerpunkt des Bandes liegt auf gegenwärtigen neuen Formen der Bestattungs- und Trauerkultur ("Aufbrüche ins 21. Jahrhundert").
Einleitend zeichnen die Herausgeber die Grundzüge der Friedhofsgeschichte vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart nach. In den einzelnen Beiträgen wird der mittelalterliche Kirchhof ebenso behandelt wie der ausgelagerte Friedhof um 1800 und der Parkfriedhof des 19. Jahrhunderts, die Privatfriedhöfe und Mausoleumskultur, Soldatenfriedhöfe sowie die Friedhofs- und Grabmalreform. Besonderes Augenmerk wird auf die „Außenseiter“ der Bestattungs- und Friedhofsgeschichte gelenkt: auf totgeborene Kinder und die Namenlosen-Friedhöfe der Nordseeküste sowie nicht zuletzt die bisher in der Friedhofsgeschichte noch kaum behandelten „unehrlichen“ Bestattungen. Neue Entwicklungen wie Fußballfan-Bestattungen, Internet-Gedenkseiten und Kreuze am Straßenrand werden thematisiert, auch wird ein Blick auf den „Friedhof der Zukunft“ geworfen.
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Im Auftrag der Deutschen Hospizstiftung ergab eine aktuelle Emnid-Umfrage, dass 56 Prozent der Bevölkerung eine Versorgung von Sterbenden durch adäquate Schmerztherapie und psychosoziale Betreuung befürworten. Für eine aktive Sterbehilfe sprachen sich 35 Prozent aus. Emnid befragte dafür 1000 Personen.
Damit widerspricht das Ergebnis der Emnid-Umfrage einer Forsa-Untersuchung im Auftrag des „Sterns“. Dort hatten sich 74 Prozent der Befragten für die aktive Sterbehilfe ausgesprochen.
>>Deutsches Ärzteblatt
Trotz breiter Ablehnung auch aus den eigenen Reihen hatte sich Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) für eine aktive Sterbehilfe eingesetzt. Bestätigt sieht er sich durch die "Stern"-Umfrage.
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Am westlichen Stadtrand von Frankfurt (Oder) wurden - wie vermutet - noch Gebeine toter Wehrmachtssoldaten gefunden.
Bei der Suchgrabung auf einer einstigen Heimkehrer-Begräbnisstätte wurden Schädel und Knochen von acht Menschen gefunden, teilte der Umbetter Erwin Kowalke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit.
Tja, die Vergangheit holt uns immer wieder ein und die sterblichen Überreste der Soldaten mahnen uns...
Da zeigt sich immer wieder, wie wichtig die Arbeit des Volksbundes ist.
rbb-online
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Fraktale e. V. präsentiert vom 17. September bis zum 22. Oktober im Berliner Palast der Republik die Ausstellung „tod“ .In der Sammelausstellung zeitgenössischer Kunst werden 25 Künstlerinnen und Künstler zu sehen sein, die ihre vielfältigen Interpretationen zum Phänomen Tod zeigen. In Gemälden, Installationen, Fotografien, Skulpturen und performativen Events nähern sie sich den Dimensionen des Todes - dem scheinbar Unfassbaren - von unterschiedlichster Seite (Text: FRAKTALE Zeitgenössische Kunst e.V.)
Ausstellung:
17. September bis 19. November 2005
Mo - So
10 h - 20 h
Ort: Palast der Republik, Berlin
Führungen
Auf Anfrage werden Führungen angeboten.
Tel.: 030-20 64 87 53
Email: info@fraktale-berlin.de

Das, was führende Rechtsmediziner wie der Berliner Professor Volkmar Schneider (Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Charité) schon immer kritisierten, könnte sich durch Stellenabbau noch verschärfen: Die geringe Sektionsrate. Denn laut Prof. Schneider wird bundesweit "mit hoher Wahrscheinlichkeit jedes zweite Tötungsdelikt nicht erkannt."
welt.de
Was hat der Berliner Verein "AHLG" (AntragsHilfeLeichtGemacht) mit einem Bestattungsunternehmen zu tun?, fragt sich der aufgeschlossene Bürger, wenn er im Berliner Bezirk Wedding auf der Müllerstraße unterwegs ist.

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Das letzte Geschenk
Grabzeichen und Objekte der Bestattungskultur
Die Handwerksform Hannover zeigt vom 01.10.2005 bis 29.10.2005 Grabzeichen und Objekte der Bestattungskultur.
Ort: Handwerksform Hannover, Berliner Allee 17, 30175 Hannover
Öffnungszeiten: Di - Fr 11-18, Sa 11-14
Außerdem wird parallel zur Ausstellung eine dreiteilige Vortragsveranstaltungsreihe angeboten.
Quelle: Berliner Woche/Lokalausgabe für Reinickendorf, 12. Oktober 2005 (Nr. 41/16.Jg.)
Bei diesem Bild zeigt sich mal wieder, wie skurril Anzeigenschaltung aussehen kann:
Oben ein Möbelhaus, das zum x-ten Male Möbel zum halben Preis anbietet - darunter der "Sarg-Discount", der versucht, "besonders preiswerte Bestattungen" an die Frau bzw. Mann zu bringen. Was für eine Kombination!!!
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In Ried im Innkreis findet vom 18.-20. November 2005 die DEVOTA statt, eine Fachmesse für Bestattungsbedarf, Friedhof, Grabmal und religiöse Artikel.
Die DEVOTA ist nicht nur eine Produktpräsentation und Leistungsschau, sondern bietet auch die Möglichkeit zur Information und des Gesprächs zwischen österreichischen und ausländischen Bestattern, Friedhofsbetreibern, Gemeinden und Gewerken, z.B. Steinmetzen.
Leider ist die Messe aber nur wieder eine Fachmesse, also für Fachpublikum. Die Kritik am Ausschluss der Öffentlichkeit - die bereits auf der letzten BEFA im Mai 2005 laut wurde - wird auch hier wieder nicht berücksichtigt. Die Verantwortlichen sollten sich - zumindest für dreitägige Messen - überlegen, einen Tag für interessiertes Publikum zu öffnen.
Nähere Informationen zur DEVOTA gibt es bei:
IMPULS messegesellschaft m.b.H.
Plenergasse 15/13
1180 Wien
Telefon: (+43) 01 4027355
Fax: (+43) 01 4033857
E-Mail: info@devota.at
Am 15. Oktober um 11.20 Uhr sendet PuR, das Infomagazin für Kinder bei ZDF tivi eine Sendung mit dem Thema "Was passiert, wenn jemand stirbt?"
PuR besucht Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Tod und Sterben zu tun haben.
Und da soll noch jemand sagen, dass deutsche Friedhöfe farblos sind...

gesehen auf dem Friedhof Frohnau/Berlin
Ab 2007 soll in der schwedischen Stadt Jönköping diese neue Bestattungsform angeboten werden.
"Die Bewohner der Stadt und aus ganz Schweden seien sehr neugierig und interessiert.
Auch die Kirche habe keine Bedenken" ist in einem Artikel von Spiegel Online zu lesen.
Die Biologin Susanne Wiigh-Maesak hat das Verfahren seit Jahren mitentwickelt
Der Leichnam wird bei dieser (nach eigenen Angaben umweltverträglicheren) Methode zunächst in ein Bad mit flüssigem, etwa 200 Grad kaltem Stickstoff gelegt. Anschließend wird der spröde Körper mechanisch geschüttelt und zerfällt so in Stücke.
Man kennt diese Technik bereits vom gefriergetrockneten Kaffee her. Das in dieser Art demnächst auch vertstorbene Menschen beerdigt werden sollen, ist noch schwer vorstellbar.
Es bleibt die Befürchtung, dass damit die Friedhöfe zukünftig noch uniformer und "grüner" werden.
BBC News
Welt.de
weltwoche.ch
Im besagten Artikel KÖLNER STADT-ANZEIGER wird geschildert, dass im beschaulichen Ort Bedburg (Bedburger Marktplatz) - in einem leer stehenden Geschäftshaus - ein Bestatter eine Filialle eröffnen möchte. Prompt bricht die konsrvativ-christlich (katholische?) Welt der Bedburger zusammen: Ein Bestatter "genau neben einer Kneipe, einem Café und einer Eisdiele", unerhört!
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Forum Musica et Memoria – Trauermusik durch die Jahrhunderte am 02. und 03. November in Düsseldorf
Warum verschwinden die Toten in unserer Gesellschaft zunehmend sang- und klanglos? Fehlt das Geld für einen musikalischen Ausklang? Oder geht der Sinn für Abschiedsrituale verloren?
Dazu veranstaltet das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. das Forum gemeinsam mit der Forschungsstelle für Sepulkralmusik der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.
Musica et memoria – Trauermusik durch die Jahrhunderte
Forum vom 02. – 03. November 2005 im Tagungshaus des Film Funk Fernseh Zentrums Düsseldorf, Eintritt 40,00 Euro
Konzert am 02. November, 20.00 Uhr in der Maxkirche Düsseldorf, Eintritt 15,00 Euro
Quelle/Kontaktadresse:
Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V.
Frau Dr. Kerstin Gernig
Volmerswerther Str. 79, 40221 Düsseldorf
Telefon: 0211/1600821, Telefax: 0211/1600870
eMail: info@bestatter.de
Internet: www.bestatter.de
"Nach sieben Jahren Förderung der Hospize durch den Senat kämen mittlerweile 45 Palliativ- und Hospizbetten auf eine Million Einwohner."
Zugegeben, es ist besser als nichts. Aber dass das Angebot (in Berlin und bundesweit, ambulant wie stationär) an Hospizen noch lange nicht als ausreichend bezeichnet werden kann, darüber dürfte Einigkeit bestehen.
So kann der Äußerung, dass "in den kommenden Jahren die Hospizeinrichtungen noch wichtiger werden, weil es immer mehr ältere Menschen gibt" nur zugestimmt werden.
Es bleibt die Forderung an die Bundes- und Landespolitik, sich hierfür verstärkt und mit Engagement einzusetzen.