Samstag, 17. Juli 2010

Fragen über Fragen

Die Nachricht war erschütternd:

Sonntag, 04. Juli 2010
Es ist Gewissheit: Die Neuköllner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist tot.

Die Leiche der Neuköllner Jugendrichterin Kirsten Heisig wurde am Samstag im Tegeler Forst gefunden. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis gebe es keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
sargsplitter.de

Mittlerweile gibt es viele Spekulationen und Mutmaßungen über den Tod von Kirsten Heisig. All dies ist mit der gebotenen kritischen Distanz zu betrachten, aber die Umstände dieses Falls scheinen dafür wie gemacht:

info.kopp-verlag.de

europenews.dk

www.politikforen.net

www.news.de

belljangler.wordpress.com


#| Stephan Hadraschek am 17.07.10 | 0 Comment/s (59) | 0 TB  | » Tod




Freitag, 16. Juli 2010

Neue Studie zur "Sterbequalität"

Eine Stiftung in Singapur hat erstmals untersuchen lassen, wie gut Sterbende in verschiedenen Staaten versorgt werden. Die bittere Erkenntnis: Nicht automatisch bedeutet eine gute Lebensqualität im Land auch, dass mit Sterbenden adäquat umgegangen wird.
Der Weltverband für Palliativpflege (WPCA) schätzt, dass rund um den Globus 100 Millionen Kranke und Angehörige im Jahr besonders betreut, begleitet und geschult werden müssten. Tatsächlich haben aber nur acht Millionen Menschen überhaupt Zugang zu Einrichtungen wie Hospizen und häuslicher Sterbebegleitung.
spiegel.de

Was besonders fragwürdig ist:
In den meisten hochentwickelten Ländern wird die Medizin ausschließlich dafür eingesetzt, um den Tod zu verhindern. Menschen beim Sterben ohne Schmerzen und Stress zu helfen, kommt oft zu kurz.
Wichtig als Lektüre zu dieser Thematik:

MICHAEL DE RIDDER
"Wie wollen wir sterben?"
Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin
Link:
DVA


#| Stephan Hadraschek am 16.07.10 | 0 Comment/s (53) | 0 TB  | » Tod




Freitag, 25. Juni 2010

Grundsatzurteil zur Sterbehilfe: Der BGH hat entschieden

Auf dieses Urteil wurde mit großer (An-)Spannung gewartet:
Ist der aktive Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen, die gegen den Willen des Behandelten durchgeführt werden, strafbar oder nicht?
Wenn Kranke sich den Tod wünschen, darf ihre Behandlung nicht nur unterlassen, sondern nun auch aktiv abgebrochen werden. Es ist nicht strafbar, so entschied am heutigen Freitag der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Grundsatzurteil zur Sterbehilfe.

Der Anlass dieses Urteils machte Schlagzeilen: Fünf Jahre lang lag eine Frau im Koma und wurde künstlich ernährt - gegen ihren Willen.
Dann trennte ihre Tochter den Nahrungsschlauch durch, so hatte es ihr der auf Medizinrecht spezialisierte Anwalt Wolfgang Putz geraten. Danach wurde der wurde der Frau jedoch gegen den Willen der Kinder eine neue Magensonde gelegt. Sie starb zwei Wochen später an Herzversagen. Das Landgericht Fulda verurteilte Anwalt Putz daraufhin im April 2009 wegen versuchten Totschlags zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten.

Mit diesem Grundsatzurteil stärkt der BGH das Recht auf menschenwürdiges Sterben: Der Abbruch lebenserhaltender Behandlungen ist künftig nicht mehr strafbar, wenn ein Patient dies in einer Verfügung festgelegt hat.

Mit diesem Urteil ist die "passive Sterbehilfe" (Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen) nun gesetzlich verankert.

spiegel.de

taz.de


#| Stephan Hadraschek am 25.06.10 | 0 Comment/s (80) | 0 TB  | » Tod




Mittwoch, 23. Juni 2010

Das Rätsel um Tutanchamuns Tod

Es immer noch ein Rätsel: Woran starb der junge Gottkönig?
Der Fall Tutanchamun ist nach wie vor offen, glauben Hamburger Wissenschaftler. Ihrer Ansicht nach sprechen kürzlich vorgestellte Untersuchungsergebnisse nicht zwingend für die Malaria als Todesursache. Vielmehr ließen sich die Befunde auch durch die Sichelzellkrankheit schlüssig erklären.

scienceticker.info

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wikipedia.de


#| Stephan Hadraschek am 23.06.10 | 0 Comment/s (79) | 0 TB  | » Tod




Sonntag, 20. Juni 2010

Der große Sohn Portugals ist tot

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José Saramago - Nobelpreisträger: Er war einer der bedeutensten Literaten unserer Zeit:
Er galt als die literarische Stimme seines Landes, wurde berühmt mit Romanen wie "Die Stadt der Blinden". Jetzt ist der portugiesische Schriftsteller José Saramago im Alter von 87 Jahren gestorben.

Und er war durch und durch authentisch und Realist:
Als José Saramago einmal nach dem Grund für sein ewig düsteres Weltbild gefragt wurde, antwortete er mit derselben Ironie, die sich in vielen seiner Bücher findet: "Ich bin kein Pessimist, sondern bloß ein gut informierter Optimist." Doch sofort wurde der portugiesische Literaturnobelpreisträger ernst. "Wir stecken alle in der Scheiße. Optimist kann eigentlich nur sein, wer gefühllos, dumm oder Millionär ist." Die Welt sei eine Hölle: "Millionen Menschen werden geboren, um zu leiden. Kümmern tut dies kaum jemanden."

So außerordentlich sein Werk ist, war auch sein Leben und seine Wahlheimat: Die Kanareninsel Lanzarote.
Die Insel ist nicht nur ein außergewöhnliches Touristenziel, sondern ebenso Sterbe- und Bestattungsort des bedeutendsten Inselsohnes: César Manrique.
Gleichermaßen unbeugsam und schöpferisch wie Saramago, verstarb Manrique bereits 1992 auf Lanzarote tragisch.
Beide Mahner und Kämpfer - und dabei trotz allem immer Optimist.

Einen Tag nach seinem Tod ist Saramagos Leichnam von Lanzarote nach Lissabon geflogen worden. Mehr als Tausend Menschen hatten auf der spanischen Kanaren-Insel, wo der Schriftsteller seit 1993 lebte und am Freitag im Alter von 87 Jahren an Leukämie gestorben war, Abschied von dem Schriftsteller genommen.

Und interessant für unsere "deutsche Bestattungskultur":
Der Leichnam soll in Lissabon eingeäschert werden. Teile der Asche kommen in seinen portugiesischen Heimatort Azinhaga, die übrige Asche soll nach Angaben von Familienangehörigen unter einem Olivenbaum im Garten seines Hauses beigesetzt werden.

spiegel.de

welt.de


#| Stephan Hadraschek am 20.06.10 | 0 Comment/s (87) | 0 TB  | » Tod




Mittwoch, 09. Juni 2010

Verbot für öffentliche Sektion des umstrittenen Plastinators war rechtens

Im Rahmen der "Körperwelten-Ausstellung" in Berlin im Jahre 2009 hat das Verwaltungsgericht Berlin nun entschieden: Das Verbot für diese Schau des umstrittenen Plastinators Gunther von Hagens war rechtens. Denn nach dem Berliner Bestattungsgesetz dürfen Leichen grundsätzlich nicht öffentlich ausgestellt werden.
Und außerdem: Von Hagens fehlten wohl eindeutige Einwilligungen der beiden Verstorbenen, eines 74-Jährigen und einer 93-Jährigen.! Skandalös...

welt.de


#| Stephan Hadraschek am 09.06.10 | 0 Comment/s (95) | 0 TB  | » Tod




Mittwoch, 02. Juni 2010

Sterbehilfe: Wann soll das Leben enden?

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Foto: Patrik Budenz



Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) hat am Mittwoch ein Grundsatzprozess zu Fragen der Sterbehilfe begonnen. Es geht um einen aufsehenerregenden Fall, um das Schicksal der Wachkomapatientin Erika Küllmer und des Anwalts Wolfgang Putz. Aber es geht auch um die ganz große Frage, die immer mehr Menschen in Deutschland beantworten müssen: Wie sollen meine Angehörigen sterben?

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der bundesweit rund 3400 Heime und 3100 Pflegedienste vertritt, weist auf die "schwer auszuhaltende" Situation hin. "Die Pflegekräfte stecken in einem unglaublichen Gewissenskonflikt", sagt bpa-Geschäftsführer Herbert Mauel. Die Heime seien gesetzlich und vertraglich zu aktivierender Hilfe verpflichtet. "Und im selben Moment sollen sie lebensverlängernde Maßnahmen einstellen? Sie sollen einerseits waschen und pflegen, andererseits dem Patienten kein Wasser und keine Nahrung geben? Das ist unzumutbar", so Mauel.

Über das Ende des Lebens - oder besser: Die Beendigung des Lebens - berät nun der Bundesgerichtshof. Und könnte ein bahnbrechendes Urteil fällen

spiegel.de


#| Stephan Hadraschek am 02.06.10 | 0 Comment/s (106) | 0 TB  | » Tod




Montag, 17. Mai 2010

Großartige Grabmäler

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Friedhof von Staglieno - Cimitero di Staglieno

wikipedia.de


#| Stephan Hadraschek am 17.05.10 | 0 Comment/s (90) | 0 TB  | » Tod




Mittwoch, 05. Mai 2010

Virtopsy: Neue Möglichkeiten in der Rechtsmedizin

Virtopsy

Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel will die Branche modernisieren - und auch Leichen mit Computern zu Leibe rücken...

Die postmortale Bildgebung wird in der Fachwelt bereits unter dem Namen Virtopsy diskutiert. Die neuen, hochauflösenden Prozesse in der Bildgebung seien für die forensischen Fragestellungen überaus hilfreich, sagt Püschel. Deshalb hat der Wissenschaftler für die ideale Rechtsmedizin eine konsequente Abfolge von Räumen, Technik und Arbeitsabläufen umrissen, "weil wir die Toten eben nicht in Ruhe lassen, sondern genau hinsehen sollen". Und das im Interesse der Lebenden, die von Erkenntnissen über Todesursachen oder Behandlungsfehler profitieren.

welt.de


#| Stephan Hadraschek am 05.05.10 | 0 Comment/s (91) | 0 TB  | » Tod




Sonntag, 25. April 2010

Der Plastinator und seine Pläne...

Der Plastinator ("Dr. Tod") hat angeblich die Absicht, ab dem 28. Mai einen "Supermarkt" für Leichenteile in Guben (Brandenburg) zu eröffnen.

Abgesehen von der Quelle dieser Nachricht (BILD) ist Gunther von Hagens aber alles zuzutrauen. Leider.
Er geht über Leichen...

bild.de


#| Stephan Hadraschek am 25.04.10 | 0 Comment/s (89) | 0 TB  | » Tod


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