Das Netz als totale digitale Erinnerung?

Aus technischer Sicht ist beispielsweise das Vergessen ein Defekt, gelöschte Daten sind unerwünschte Folge fehlerhafter Hard- oder Software. Das Netz wird so zu einer gigantischen Maschine gegen den Tod: Alles wird festgehalten, nichts mehr vergeht. Im Gegensatz zur Maschine beherrscht der Mensch jedoch die Kunst des Vergessens. Sie erst macht ihn zu einem zivilisierten Wesen: Resozialisierung oder Vergebung wären ohne ein beabsichtigtes Vergessen nicht möglich. Das muss das Netz auf seinem weiteren Weg noch lernen.

spiegel.de

Zur Thematik einer spezifischen Vorstellung von Unsterblichkeit sei als Literaturtipp empfohlen:
"Who wants to live forever? Postmoderne Formen des Weiterwirkens nach dem Tod", Campus Verlag. Der Titel wird im Oktober 2011 erscheinen.

campus.de

 

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