Aktive Sterbehilfe nun bald auch in Deutschland?

Nach der Gründung einer deutschen Zweigstelle in Hannover steht die umstrittene Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" im Visier der Justiz.
Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, will die Organisation erreichen, dass niemand mehr Deutschland verlassen müsse, "um sein Leben mittels einen Freitodes in Würde beenden zu können".
Es fragt sich nur, was Würde meint. Den schnellen, effektiven Tod und den schnell zu entsorgenden Leichnam haben wir in Deutschland täglich. Was immer wichtiger wird, sind (professionelle) Sterbebegleitung, Palliativmedizin und besonders Hospize. Hier liegen die großen Aufgaben, die in unserem Land mit viel Einsatz und Engagement angegangen werden müssen - denn die demographische Entwicklung zeigt es: Wir werden immer älter und die Alten immer mehr.

Begleitet von Protesten hatte die Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" in Hannover eine deutsche Zweigstelle gegründet. Ziel des Vereins ist es, schwerstkranken Menschen Ärzte zu vermitteln, die todbringende Medikamente verschreiben.
Die Vereinsgründung der Sterbehelfer stößt unter anderem bei Kirchen, Ärzteorganisationen und Politikern auf heftige Kritik.
Die deutsche Hospiz-Stiftung wirft "Dignitas" die hohen Kosten für den begleiteten Selbstmord vor. Bislang haben 453 Menschen die Hilfe des Vereins in der Schweiz in Anspruch genommen, sagte der Generalsekretär und deutsche Vorsitzende Ludwig Minelli, 253 davon aus Deutschland.

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