Archiv: Oktober 2017

Di Okt 31, 2017

Buchtipp - "Friedhof und Denkmal – Zeitschrift für Sepulkralkultur": Heft 3-2017 erschienen!


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sepulkralmuseum.de

Aus dem Inhalt:

Schwerpunktthemen
25 Jahre Museum für Sepulkralkultur und die documenta 14

Gerold Eppler
Total lebendig – 25 Jahre Museum für Sepulkralkultur

Gerold Eppler
Vor 25 Jahren – ein Geschenk der documenta IX
an das Museum für Sepulkralkultur

Gerold Eppler
Die documenta 14 im Museum für Sepulkralkultur

Theresa Gereke
Prinz Gholam: Speaking of Pictures

Jutta Lange
Die Welt zu Gast am Weinberg

Aktuelles
Andreas Ströbl „Den Sarg als unsers Herrn Christi Schoß“ –
Luthers „Begräbnisgesänge“ in Sarg- und Gruftinschriften

Gerold Eppler
Der Qualität verpflichtet. Die Grabmale der IGA 2017

Bärbel Holländer
Von den Menschen her denken – Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal

Transmortale VIII – Call for paper
Audiowalk für den Alten Friedhof in Gießen


Stephan Hadraschek am 31. Oktober 2017, 20:10 | 0 Comment/s (217) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Mo Okt 23, 2017

Buchtipp - Thomas Macho: "Das Leben nehmen - Suizid in der Moderne"

Thomas Macho
Das Leben nehmen - Suizid in der Moderne
Suhrkamp Verlag, 2017
ISBN: 978-3-518-42598-5

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Suhrkamp Verlag

Der Selbstmord«, schrieb Walter Benjamin in seinem Passagen-Werk, erscheint »als die Quintessenz der Moderne«. Und in der Tat: Nachdem der Versuch, sich das Leben zu nehmen, über Jahrhunderte als Sünde oder Ausdruck einer psychischen Krankheit betrachtet, in einigen Ländern sogar strafrechtlich sanktioniert wurde, vollzieht sich seit dem 20. Jahrhundert ein tiefgreifender Wandel, der zur Entstehung einer neuen Sterbekultur beigetragen hat. Der eigene Tod gilt immer häufiger als »Projekt«, das vom Individuum selbst zu gestalten und zu verantworten ist[...]
Verlagstext


Zum Autor:
Thomas Macho, geboren 1952, war von 1993 bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Gegenwärtig leitet er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien.

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© Heike Steinweg

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Buchpräsentation am 24.10.2017 im silent green, Berlin

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Thomas Macho
Das Leben nehmen - Suizid in der Moderne
Suhrkamp Verlag, 2017
ISBN: 978-3-518-42598-5


Stephan Hadraschek am 23. Oktober 2017, 22:10 | 0 Comment/s (351) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Okt 21, 2017

Buchtipp - Harvey Max Chochinov: "Würdezentrierte Therapie"

Harvey Max Chochinov
Würdezentrierte Therapie. Was bleibt – Erinnerungen am Ende des Lebens
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 2017

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Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Die von Harvey M. Chochinov entwickelte Würdezentrierte Therapie ist eine psychologische Kurzintervention für schwerstkranke Menschen. Auf der Grundlage eines empirisch generierten Würdemodells bildet eine Auswahl an Fragen die Vorlage für ein Interview, in dem sinnstiftende Lebensereignisse, wichtige Epochen, Lebensleistungen sowie Rollen stärkende und Stolz bewahrende Aufgabenbereiche der Patienten angesprochen werden[...]

Aus dem Inhalt

1
Würde und das Lebensende

Weshalb Würde erforschen?

Würde und empirische Forschung

Das Modell zu Würde bei unheilbarer Erkrankung

Krankheitsbezogene Aspekte

Würdebewahrendes Repertoire

Inventar sozialer Würde


2
Würde in der Patientenversorgung

Das Würdemodell als Grundlage der
Würdezentrierten Therapie

Form
Ton
Inhalt

Erste Erfahrungen mit der Würdezentrierten Therapie

Veröffentlichung der ersten klinischen Studie

Einbeziehung der Angehörigen

Der Goldstandard der Evidenz

Weitere Schritte


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Stephan Hadraschek am 21. Oktober 2017, 23:10 | 0 Comment/s (273) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Di Okt 17, 2017

Buchtipp - Nicole Gand: "Sterben nach dem Überleben Kriegserinnerungen am Lebensende"

Nicole Gand
Sterben nach dem Überleben
Kriegserinnerungen am Lebensende
der hospiz verlag, 2015

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hospiz-verlag.de

Im Buch von Nicole Gand geht um eine wichtige Personengruppe im Kontext von Pflege und Palliativer Geriatrie: Die Generation der Kriegskinder.
NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg wirken bis heute in der Kriegskinder (und auch der Enkelgeneration) nach. Die häufig nie verarbeiteten traumatischen Erlebnisse spielen am Ende des Lebens wieder eine große Rolle.

Es geht augenscheinlich keine Erinnerung verloren. Jahr um Jahr speichern wir Erlebnisse. Der Körper, der Geist, die Seele bewahren sie auf.

Nicole Gand weist im Umgang mit diesen Menschen auf die Wichtigkeit einer wertschätzende Gesprächsatmosphäre hin, in der wirklich zugehört wird, anstatt unsere Aufmerksamkeit auf die nächste Frage in einem Leitfaden zu binden.
So können diese Menschen ihr persönliches Schicksal, welches sie lange mit sich herumgetragen haben, vor ihrem Tode noch aussprechen und mit sich selbst ins Reine bekommen.

Das Buch ist insbesondere für Beschäftigte im Hospiz- und Pflegebereich (aber auch im Krankenhaus) unbedingt zu empfehlen.


Nicole Gand
Sterben nach dem Überleben
Kriegserinnerungen am Lebensende
Palliative Care verstehen – Band 1, 144 S.
Ludwigsburg 2014, der hospiz verlag
ISBN: 978-3-941251-8-2-3
Preis: Euro 29,90


Stephan Hadraschek am 17. Oktober 2017, 01:10 | 0 Comment/s (357) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Okt 15, 2017

Buchtipp - Dittmar Rostig: "Einen geliebten Menschen im Sterben begleiten"

Dittmar Rostig
Einen geliebten Menschen im Sterben begleiten.
Wie wir Abschied gestalten und Trauer sinnvoll erleben.
Reinhardt Verlag, 2014

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reinhardt-verlag.de

Wie gelingt Sterbebegleitung im Falle eines schwer kranken, sterbenden Angehörigen? Wie kann ich die Zeit bis zu seinem Lebensende für ihn und für mich gut gestalten? Und wie gelingt es mir, Abschied zu nehmen - und gesund zu trauern?
Sterbebegleitung nimmt zu - oft auch, weil es entweder keinen Platz im Hospiz gibt oder weil die Voraussetzungen in Pflegeeinrichtungen unzureichend sind.

Das Buch von Dittmar Rostig gibt Orientierung und Halt für die Sterbebegleitung. Und es trägt dazu bei, die Muster der (eigenen) Krisenbewältigung wahrzunehmen und Ressourcen ("Resilienz") aufzuspüren. Rostig informiert über die vielfältigen Reaktionen im Sterbe- und Trauerprozess sowie über die wesentlichen organisatorischen Fragen am Lebensende. Angst zu haben vor diesem Prozess ist völlig verständlich - das Buch ermutigt jedoch, das Abschiednehmen bewusst zu gestalten, so dass auch Angst Sinnfindung werden kann.


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Stephan Hadraschek am 15. Oktober 2017, 18:10 | 0 Comment/s (218) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Engelsgleich...

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III. Städtische Friedhof Stubenrauchstraße, Berlin-Friedenau

Durch die Nähe zur Wilmersdorfer Künstlerkolonie fanden zahlreiche Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Schauspieler und Musiker hier ihre letzte Ruhe. Hierdurch wurde der Friedhof auch als „Künstlerfriedhof“ bekannt[...]

wikipedia.de


Stephan Hadraschek am 15. Oktober 2017, 00:10 | 0 Comment/s (225) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Sa Okt 14, 2017

Buchtipp - Axel W. Bauer: "Normative Entgrenzung"

Axel W. Bauer
Normative Entgrenzung
Themen und Dilemmata der Medizin- und Bioethik in Deutschland
Verlag Springer VS, 2017

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springer.com

Das Buch bietet in 24 Kapiteln einen systematischen Einblick in methodische und thematische Fragen der Medizin- und Bioethik in Deutschland von 1995 bis 2016.

Der Autor, Leiter des Fachgebiets Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, hat die bioethischen Debatten in Deutschland in den letzten 20 Jahren maßgeblich mitgestaltet hat.
Interessant ist insbesondere die Auseinandersetzung mit dem historischen Wandel von Moralvorstellungen (u.a "Der Hippokratische Eid"). Denn bevor Axel W. Bauer Medizinethiker wurde, war er Medizinhistoriker. So vertritt er in Anlehnung an die Philosophen John Searle und Rafael Ferber eine "metaethische Theorie, der zufolge moralische Aussagen als institutionelle Tatsachen dargestellt werden müssen, die durch kommunikative Aushandlung und Vereinbarung innerhalb einer Sprach-, Kultur-, Glaubens- oder Rechtsgemeinschaft etabliert, tradiert und modifiziert werden". Bauer liefert zudem eine sehr gute Definition der Würde des Menschen als "de[r| rechtliche Ausdruck des Respekts vor der zu jedem Zeitpunkt konstanten Gesamtheit aus Potenzialität und realisierter Wirklichkeit eines menschlichen Lebens". Diese Definition wird zudem relevant für das letzte Kapitel "Der Mensch am Lebensende", denn die postmortale Würde des Menschen gerät zunehemend in den Hintergrund in einer modernen, professionalisierten und dienstleistungsorientierten Gesellschaft.

Das "Buch beginnt mit metaethischen Aspekten der Relation zwischen Ethik und Moral sowie mit der keineswegs unproblematischen Fächerkombination von Medizinethik und Medizingeschichte an deutschen Universitäten. Sodann werden zentrale bioethische und biopolitische Diskursfelder wie Stammzellforschung, Präimplantationsdiagnostik, prädiktive Medizin sowie Sterbehilfe und Transplantationsmedizin erörtert, die ausnahmslos brisante normative Probleme am Beginn und am Ende des menschlichen Lebens betreffen.


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Stephan Hadraschek am 14. Oktober 2017, 22:10 | 0 Comment/s (286) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Di Okt 10, 2017

Buchtipp - Angelika Schett: "Des Menschen Traurigkeit "

Angelika Schett
Des Menschen Traurigkeit. Zwölf Gespräche
Hogrefe Verlag, 2017

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hogrefe.de

"Wer seine Traurigkeit immerzu verbergen muss, wird noch trauriger."
Arnold Retzer


Warum läuft aktuell die sogenannte Coolness der Traurigkeit den Rang ab? Warum wird Traurigkeit zunehmend medikalisiert? Warum ist Traurigkeit das menschlichste aller Gefühle? Und: Können Tiere traurig sein?...

Ein Buch über Trauer mal anders: Angelika Schett führte mit zwölf Menschen unterschiedlicher Profession Gespräche: Mit Psychologen und Psychiatern, Philosophen und Kulturwissenschaftlern wird das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt. Dabei sind der Arnold Retzer, Wilhelm Schmid, Markus Wild, Ulrich Clement, Richard Weihe, Gisela Zeller-Steinbrich, Gabriela Stoppe, Anita Eckstaedt, Michael Hampe, Paul Hoff, Karl-Josef Kuschel und Pierre Passett.


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Angelika Schett
Des Menschen Traurigkeit. Zwölf Gespräche
Hogrefe Verlag, 2017
ISBN: 9783456856575
2017, 252 Seiten
hogrefe.de


Stephan Hadraschek am 10. Oktober 2017, 23:10 | 0 Comment/s (342) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Okt 07, 2017

Buchtipp - Monika Keck: "Noch einmal schwimmen Sterbebegleitung meiner krebskranken Mutter"

Monika Keck
Noch einmal schwimmen
Sterbebegleitung meiner krebskranken Mutter.
Verlag Ernst Reinhardt, 2017

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reinhardt-verlag.de

"Wir können nichts mehr für Ihre Mutter tun – außer sie in ein Hospiz zu verlegen oder zum Sterben nach Hause zu entlassen." In Anbetracht der Tatsache, dass die größte Gruppe der Pflegekräfte die der pflegenden Angehörigen ist - und bleiben wird, ist dieser Satz der Beginn einer oft schweren Zeit.
Wie geht es Angehörigen, die so etwas hören müssen? Was erleben sie, wenn sie sich entscheiden, ihr Familienmitglied bis zu dessen Tod zu Hause zu pflegen? Und wie kann die Sterbebegleitung gelingen? Schon bei der Entscheidung, die Pflege zu übernehmen, werden pflegende Angehörige von Moralvorstellungen und Erwartungen der Familie, Nachbarn und der Gesellschaft geprägt. Durch ihr Verantwortungsgefühl füreinander und die Erwartungen von außen kommt es oft dazu, dass Angehörige die Pflege übernehmen, obwohl sie es nicht wirklich wollen.

Die Autorin beschreibt, wie sie die Krebserkrankung und Pflege ihrer Mutter daheim erlebt hat: von anfänglicher Überforderung bis hin zu sinnstiftender Sterbebegleitung. Basierend auf der persönlichen Erfahrung und fachlichem Wissen gibt sie zahlreiche Tipps, die pflegende Angehörige während der häuslichen Sterbebegleitung bestärken und Ängste vor der Auseinandersetzung mit dem Tod nehmen sollen.

Mit Online-Zusatzmaterial zum kostenlosen Herunterladen.


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Stephan Hadraschek am 07. Oktober 2017, 17:10 | 0 Comment/s (198) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher