Archiv: Oktober 2015

Do Okt 29, 2015

Buchtipp - Tilman Jens : "Du sollst sterben dürfen. Warum es mit einer Patientenverfügung nicht getan ist"

Tilman Jens
Du sollst sterben dürfen. Warum es mit einer Patientenverfügung nicht getan ist
Gütersloher Verlagshaus, 2015

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randomhouse.de

Nicht zuletzt durch die Debatte zum Bundestagsbeschluss, wonach die geschäftsmäßige Sterbebeihilfe in Deutschland künftig strafbar ist, wurde das Thema „Sterben“ wieder in die Öffentlichkeit gerückt. Wie gelingt „gutes“ Sterben? Wie stirbt man „richtig“? Und ist nicht durch die Palliativmedizin und Hospizbewegung alles auf einem Weg?
Sicherlich, könnte man sagen. Jedoch ist das offene Sprechen über das Sterben und den Tod nach wie vor eher akademisch geprägt. Zudem vermitteln die Medien ein Bild vom Tod, dass die Realität auf Abstand hält: Der Tod ist meist der Tod anderer, fremder Menschen.
Das ruhige Sprechen über das Sterben und den Tod, der Austausch darüber innerhalb der Familie und des Freundes- und Bekanntenkreises, wird daher immer wichtiger.

Das neue Buch von Tilman Jens ist auch ein Beitrag zur aktuellen Sterbehilfedebatte. Es ist eine Anklageschrift und Ermunterung zum angstfreien und kontinuierlichen Gespräch über die letzten Dinge. Es geht um einen hochsensiblen, hochemotionalen und intimen Diskurs, der nicht wie andere Themen behandelt werden kann. Je mehr Informationen dem Einzelnen dabei zur Verfügung stehen, desto besser. Im Sinne einer informierten und transparenten Gesellschaft.


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Stephan Hadraschek am 29. Oktober 2015, 17:10 | 0 Comment/s (956) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Okt 25, 2015

Trauerverhalten und Gedenken verändern sich

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Trauer, Trauerarbeit und das Gedenken an Verstorbene verändern sich zunehmend. Inbesondere bei älteren Menschen werden Internet und soziale Medien immer öffter genutzt. Das Nachsehen hat der Friedhof als klassischer Bestattungs- und Trauerort.

Die Friedhofsgärtner hätten sogar schon zu ihm gesagt, seine Bepflanzung sei die Schönste auf dem ganzen Friedhof. Rudeck macht das stolz, trotzdem sagt er, „ich hab keine Beziehung zum Friedhof.“

taz.de

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Trauer ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen komplex. Letztlich auch universell und doch - je nach kulturellen Gegebenheiten - verschieden. Das Trauer jedoch seit einigen Jahren auch verwissenschaftlicht und problematisiert wird, ist ebenfalls festzustellen. Die Folge sind inflationäre Trauerbegleitungsangebote von oft fragwürdiger Qualität.
Gut ist es da, dass besonders Gespräche (75 Prozent) und Freunde (71 Prozent) vielen Menschen bei der eigenen Trauer geholfen haben ( Emnid-Studie von 2011). Hier liegt ein großes zukünftiges Potential gemäß einer sorgenden Gemeinschaft: Nicht nur bei der Pflege und im Sterben, sondern auch bei Verlust und Trauer. Der "dritte Sozialraum" (Klaus Dörner), der "Raum des Gemeinwohls" könnte so auch verstärkt für Trauernde genutzt werden.


Stephan Hadraschek am 25. Oktober 2015, 17:10 | 0 Comment/s (896) | 0 Trackbacks | » Trauer

Sa Okt 24, 2015

Buchtipp - Claudia Bausewein : "Sterben ohne Angst. Was Palliativmedizin leisten kann"

Claudia Bausewein
Sterben ohne Angst. Was Palliativmedizin leisten kann
Kösel Verlag

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Kösel Verlag

Ein schmaler Band zu einem großen Thema. Realtiv knapp (144 S.) aber konzise, behandelt Claudia Bausewein den Sinn und Zweck der Palliativmedizin, aber auch die negativen Seiten der derzeitigen Medizin. In erzählerischer Form informiert Bausewein über wesentliche Aspekte der noch jungen Disziplin, so dass das Buch auch für eine breitere Öffentlichkeit geeignet ist. Schön auch, dass der Leser auch (mal) etwas persönliches über den (beruflichen) Weg einer Autorin erfährt. Denn bei einer so wesentlichen Profession wie der Medizin - und hier besonders der Palliativmedizin - sind die Entscheidungswege zu diesem Beruf (hoffentlich) durch viel persönliches Engagement geprägt.

Die Angst vor dem Sterben hat meist mit Vorstellungen von Schmerzen, Einsamkeit und Leid zu tun. Dabei kann mithilfe der modernen Palliativmedizin Sterben heute in nahezu jeder Hinsicht als friedlicher Abschied gestaltet werden. Claudia Bausewein erklärt die medizinische Dimension der Palliativversorgung und geht auf existenzielle Fragen ein, die Sterbende bedrängend erleben. Denn ein gutes Lebensende hat nicht nur mit Medikamenten zu tun.
Verlagstext


Zur Autorin:
Claudia Bausewein, geb. 1965, ist Lehrstuhlinhaberin für Palliativmedizin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am Klinikum der Universität München.


Claudia Bausewein
Sterben ohne Angst. Was Palliativmedizin leisten kann
Kösel Verlag
Geb., 144 Seiten,
ISBN: 978-3-466-37136-5
€ 16,99 [D]


Stephan Hadraschek am 24. Oktober 2015, 21:10 | 0 Comment/s (1038) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Fr Okt 23, 2015

Buchtipp: "Friedhof und Denkmal – Zeitschrift für Sepulkralkultur": Heft 4 -2015, erschienen!

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Aus dem Inhalt:

Tod und Jenseitsvorstellungen
in Religionen und Kulturen

Das Himmlische Jerusalem in der künstlerischen
Darstellung bei Grabmälern und auf Friedhöfen

Über Jenseitsvorstellungen
auf Grabmälern der Frühen Neuzeit

Schiffe – Sinnbilder der Jenseitsreise

Der Friedhof – (k)ein Ort für die Ewigkeit


sepulkralmuseum.de


Stephan Hadraschek am 23. Oktober 2015, 00:10 | 0 Comment/s (868) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Okt 17, 2015

Blumenkreuz

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Teguise, Lanzarote/Spanien


Stephan Hadraschek am 17. Oktober 2015, 13:10 | 0 Comment/s (975) | 0 Trackbacks | » Tod

Fr Okt 16, 2015

Neuer Skandal um Organtransplantationen?

In Heidelberg zeichnet sich ein neuer Skandal um Organtransplantationen ab: Gegen das Universitätsklinikum Heidelberg wird laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) wegen des Verdachts ermittelt, bei Herzspenden betrogen zu haben[...]


spiegel.de


Stephan Hadraschek am 16. Oktober 2015, 21:10 | 0 Comment/s (976) | 0 Trackbacks | » Tod

Buchtipp - Prof. Dr. med. Gerhard Pott/ Drs. Durk Meijer: "Sterbebegleitung in Europa"

Dr. med. Gerhard Pott/ Drs. Durk Meijer:
Sterbebegleitung in Europa
Schattauer Verlag, 2015

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schattauer.de

Sterbegleitung ist seit Jahren Thema - in Deutschland und Europa. Selbstbestimmung ist dabei ein wesentliches Argument. Der Deutsche Bundestag wird im November 2015 ein Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland beschließen, über dessen Inhalt derzeit intensiv diskutiert wird.


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Stephan Hadraschek am 16. Oktober 2015, 14:10 | 0 Comment/s (1009) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Do Okt 15, 2015

Buchtipp - Annette Kern-Stähler, Bettina Schöne-Seifert, Anna Thiemann: " Ethik in der Medizin"

Annette Kern-Stähler, Bettina Schöne-Seifert, Anna Thiemann (Hrsg.):
Ethik in der Medizin
Literarische Texte für den neuen Querschnittsbereich GTE
Mentis Verlag, 2013

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mentis.de

Dieses Studienbuch wendet sich an Lehrende und Studierende des Querschnittsbereichs Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE). Ausgehend vom Lehrzielkatalog der Akademie für Ethik in der Medizin , Göttingen, versammelt es literarische Texte der Gegenwart, die aktuelle medizinethische Fragen aufwerfen, aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und in einen komplexen gesellschaftlichen Zusammenhang stellen. Um die nötigen Hintergrundinformationen für die Verwendung im universitären GTE-Unterricht zu liefern, werden die einzelnen Texte durch einen literatur- und kulturwissenschaftlichen sowie einen medizinethischen Kommentar ergänzt.


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Stephan Hadraschek am 15. Oktober 2015, 00:10 | 0 Comment/s (514) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Di Okt 06, 2015

10. Fachtagung Palliative Geriatrie in Berlin und 1. Bürgertag

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10. Fachtagung Palliative Geriatrie in Berlin am 9.10.2015
und Bürgertag zur AltersHospizarbeit: Samstag, 10. Oktober 2015 von 11:00 bis 17:00 Uhr.


palliative-geriatrie.de


Stephan Hadraschek am 06. Oktober 2015, 00:10 | 0 Comment/s (1057) | 0 Trackbacks | » Termine

Do Okt 01, 2015

Buchtipp - Anthony S. Joyce (Autor), William E. Piper, John S. Ogrodniczuk, Rene Weideman: "Komplizierte Trauer"

A. Joyce, W.E. Piper, J.S. Ogrodniczuk, R. Weideman:
Komplizierte Trauer
Einsichtsorientierte und supportive Kurzzeittherapie für Gruppen
2015, 141 S.
Hogrefe Verlag

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hogrefe.de

Was ist Trauer und wie wird sie verarbeitet?
Diese und weitere Fragen beschäftigen die Experten seit langem.

Der Verlust einer nahestehenden Bezugsperson ist für viele Betroffene sehr schmerzhaft. So kommen Trauernde häufig in die Situation, ihre Gefühle und sich selbst in Frage zu stellen und sich zu fragen, ob ihre Reaktionen noch normal sind, z.B. wenn sie meinen, die Stimme des verstorbenen Partners klar und deutlich zu hören oder wenn der Verlust so sehr schmerzt, dass sie befürchten, ihn nicht aushalten zu können. Auch wenn sich einige Reaktionen auf den Verlust für viele Betroffene sehr unnormal anfühlen, sind diese in aller Regel ganz normale Trauerreaktionen.

Vermehrt wird im Zusammenhang mit dem Thema Trauer auch darüber diskutiert, wann von Komplizierter Trauer gesprochen wird. Früher wurde dies als "pathologische" (krankhafte) Trauer bezeichnet - eine Einschätzung, gegen die sich Betroffene wehrten. Heute wird daher eher von verlängerter, andauernder oder eben Komplizierter Trauer gesprochen. Damit wird darauf hingewiesen, dass nicht die Reaktionen unangemessen sind, sondern dass bestimmte Risikofaktoren den natürlichen Trauerprozess erschweren bzw. dass besondere Umstände das Leben des trauernden Menschen besonders kompliziert machen.


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Stephan Hadraschek am 01. Oktober 2015, 19:10 | 0 Comment/s (837) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher