Archiv: November 2014

So Nov 30, 2014

Buchtipp - Sven Bramert: "Ich habe den Führer rasiert. Skurriles aus dem Altenheim"

Sven Bramert
Ich habe den Führer rasiert.
Skurriles aus dem Altenheim
Verlag Knaur

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droemer-knaur.de

Blog vom Autor Sven Bramert:
altenheimblogger.com

Das Thema Pflege ist in aller Munde, insbesondere bei der „hohen“ Politik.
Der Mangel an Pflegepersonal im Kontext einer weiter alternden Gesellschaft führte bislang dazu, „Pflege“ letztlich als Horrorszenario zu beschreiben.
Sicher ist diese (oft pessimistische) Sichtweise nicht verkehrt, doch zeigt sich im Alltag der Pflegenden selbst, wie bereichernd und sinnvoll das Leben für und mit alten Menschen in einer Pflegeeinrichtung sein kann. Es sind die kleinen, alltäglichen und oft skurrilen Geschichten, die diese Institutionen (letztlich) lebenswert machen.

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Stephan Hadraschek am 30. November 2014, 16:11 | 0 Comment/s (1434) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Fr Nov 28, 2014

DIE VERWANDLUNG – Sterben und Trauer 1914–1918

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Brüder Busch Archiv im Max-Reger-Institut Karlsruhe, Bildarchiv,
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.



DIE VERWANDLUNG – Sterben und Trauer 1914–1918
Eine Gemeinschaftsausstellung des Arbeitskreises
selbstständiger Kulturinstitute e.V.
15. November 2014–10. Mai 2015
sepulkralmuseum.de

Einhundert Jahre ist es her, dass die Bevölkerung Europas mit einer bis dahin nicht vorstellbaren Dimension des Mordens, Sterbens und Leidens konfrontiert wurde. Während im Ersten Weltkrieg Millionen Soldaten auf den Schlachtfeldern den Tod fanden, starben Hunderttausende Zivilisten in der Heimat an Hunger und Krankheit. Wie die Menschen zwischen 1914 und 1918 in Deutschland mit diesen grauenhaften Erfahrungen umgingen, wie man offiziell und privat auf die Katastrophe reagierte, wie Künstler und „Normalbürger“ versuchten, das Trauma zu bewältigen, wie Schriftsteller die Ereignisse deuteten und welche Medien und Mittel man nutzte, um die divergierenden Haltungen, Empfindungen und Absichten zu artikulieren, zeigt die Gemeinschaftsausstellung,
an der sich die AsKI -Institute die Akademie der Künste, Berlin mit dem ihr angeschlossenen Kempowski -Bioarchiv, das Buddenbrookhaus-Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum, Lübeck, das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Deutsche Kinemathek Berlin, das Max-Reger-Institut Karlsruhe, das Museum der Brotkultur Ulm sowie das Museum für Kommunikation Berlin beteiligen. Dabei werden verschiedene Positionen exemplarisch aufgezeigt und einander gegenübergestellt.
Presseabteilung, Museum für Sepulkralkultur

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Nachlaßsachen von Gustav Sack, 1916.
© Deutsches Literaturarchiv Marburg



Stephan Hadraschek am 28. November 2014, 21:11 | 0 Comment/s (1445) | 0 Trackbacks | » Tipps

Mi Nov 19, 2014

Trauer hat in China keinen Platz mehr

Im alten China sei der Tod ein wichtiges Ereignis gewesen, auf das man sich vorbereitet habe und an dem die ganze Familie beteiligt gewesen sei.

Aber es war der Kommunistenführer Mao Tse-tung, der mit seiner Kulturrevolution die alten Gebräuche ausmerzen wollte. Die Traditionen um Tod, Begräbnis und Ahnenverehrung wurden als „feudalistischer Aberglauben“ und „reaktionärer Müll“ verurteilt und verboten. Klassenkampf war wichtiger als Totengedenken[...]


faz.net


Stephan Hadraschek am 19. November 2014, 22:11 | 0 Comment/s (1391) | 0 Trackbacks | » Trauer

So Nov 16, 2014

Heute ist Volkstrauertag

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Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den „Stillen Tagen“. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

wikipedia.de

volksbund.de


Stephan Hadraschek am 16. November 2014, 00:11 | 0 Comment/s (1416) | 0 Trackbacks | » Trauer

Sa Nov 15, 2014

"Wald der Erinnerung": Neuer Gedenkort der Bundeswehr

Bundespräsident Gauck und Verteidigungsministerin von der Leyen haben in Brandenburg eine neue Gedenkstätte der Bundeswehr eröffnet. Sie soll an die mehr als hundert Soldaten erinnern, die bei Auslandseinsätzen getötet wurden[...]
ritik gab es im Vorfeld am abgelegenen Ort der Gedenkstätte gut 30 Kilometer Luftlinie vom Zentrum Berlins entfernt.


Der Einlass soll jedoch nur geführt und mit Hinterlegung des Personalausweises möglich sein.
Also kein öffentlicher Ort der Trauer. Die Bundeswehr und die Politik sollten auch über andere Möglichkeiten nachdenken.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 15. November 2014, 22:11 | 0 Comment/s (1260) | 0 Trackbacks | » Trauer

Di Nov 11, 2014

Buchtipp - Fred Salomon (Hrsg.): "Praxisbuch Ethik in der Intensivmedizin"

Fred Salomon (Hrsg.)
Praxisbuch Ethik in der Intensivmedizin
Konkrete Entscheidungshilfen in Grenzsituationen
MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

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mwv-berlin.de

Ethische Fragen in der Medizin nehmen zu. Dies nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Möglichkeiten medizinischer Methoden und Therapien. So nahm der Diskurs über die Machbarkeit, über Tun und Lassen medizinischer Behandlungen in den letzen Jahren rasant zu. Insbesondere in der Intensivmedizin – quasi dem „Nukleus“ der klinischen Abteilungen – werden ethische Konfliktsituationen zunehmen. Auch die Zersplitterung in medizinisch-naturwissenschaftliche Einzeldisziplinen führt gemeinsam mit neuen technologischen Errungenschaften scheinbar immer mehr vom Menschen als Ganzem weg.
Doch ethische Fragen betreffen auch immer die persönlichen Einstellungen der Professionellen als auch der Angehörigen. Ethik-Fragen gibt man nicht einfach „an der Garderobe“ ab. Ethik in der Medizin versucht, das systematisch-philosophische Denken in einen direkten Bezug zum konkreten Handlungs- und Reflexionsfeld der Medizin zu bringen. Durch eine solche Verbindung von philosophischem Denken und Medizin kann mehr Klarheit darüber geschaffen werden, unter welchen Umständen und Voraussetzungen man wohlbegründet von einer guten Handlung oder einer guten Haltung in der Medizin sprechen kann. Das Buch „Praxisbuch Ethik in der Intensivmedizin“ liefert praxisnah Entscheidungshilfen, Denkanstöße und ethische Argumente für den klinischen Alltag. Berufsgruppenübergreifend spricht es sowohl Ärzte, Pflegende und Klinikleitungen als auch Ethikberater oder Ethikkomitees an, die an Entscheidungen zu intensivmedizinischen Behandlungen beteiligt sind.


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Stephan Hadraschek am 11. November 2014, 22:11 | 0 Comment/s (1704) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Fr Nov 07, 2014

Lösungen für Großstädte: Hochhäuser für die Toten

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Park der Erinnerung/Urnenhain Urfahr, Linz
Hier ist noch Platz


Das Konzept ist aus der Not geboren. Grundstücke sind in Israel knapp, in dichtbesiedelten Gebieten ist für neue oder erweiterte Friedhöfe kein Platz. Mit dem Bau ist Israel aber nicht allein. Von Brasilien bis Japan gibt es derartige Bestattungsstätten. In Israel sollen sie bald Standard sein[...].
"Es ist unsinnig, dass wir in Apartment-Hochhäusern übereinander leben und dann in Villen sterben. Wenn wir schon übereinander leben, dann können wir auch übereinander sterben, sagt Architekt Tuvia Sagiv.

spiegel.de

Allerdings gibt es in Metropolen wie Berlin zu viel Platz für Tote: Die Überhangflächen wachsen. Die Gründe sind vielfältig, haben aber grundsätzlich mit der zunehmenden Feuerbestattung zu tun.


Stephan Hadraschek am 07. November 2014, 17:11 | 0 Comment/s (1638) | 0 Trackbacks | » Friedhof