Archiv: Januar 2014

Do Jan 30, 2014

Buchtipp - Carmen Berger-Zell: "Abwesend und doch präsent: Wandlungen der Trauerkultur in Deutschland"

Carmen Berger-Zell
Abwesend und doch präsent:
Wandlungen der Trauerkultur in Deutschland
Neukirchener Verlagsgesellschaft

Neukirchener Verlagsgesellschaft

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Der Titel des Bandes entspricht einer Betrachtung von „Bild und Tod“ – der Materialität des Toten.
Thomas Macho beschrieb den Status des Toten als paradox: Er verkörpert die Anwesenheit eines Abwesenden. Sterben heißt demnach: in sein eigenes „Abbild“ transformiert zu werden. „Abwesend und doch präsent“ heißt, dass Verstorbene durch den Tod zwar nicht mehr materiell, jedoch emotional da sind. In diesem Kontext stellt das Buch von Carmen Berger-Zell den Versuch dar, die Veränderungen der Trauerkultur in Deutschland zu beschreiben.
Es zeigt, dass die Neugestaltung der Beziehung mit dem/der Verstorbenen elementarer Bestandteil von Trauer ist. Nicht mehr die Ablösung vom Verstorbenen ist Aufgabe der Trauerarbeit, sondern die Gestaltung einer neuen Beziehung. Carmen Berger-Zell fragt, was die Seelsorge dazu beitragen kann, dass Resonanzräume für eine leiblich lebbare Trauer entstehen können. Um den Verstorbenen so in Erinnerung zu halten, dass sie zwar abwesend, aber doch präsent sind.
Im Teil I wird die „Theologische Trauerforschung“ behandelt. Teil II beschäftigt sich mit der der historischen Entwicklung von „Sterben, Tod und Trauer“. Teil III hat den „Menschen“ u.a. als biblisches Menschenbild, Leibraum, Geschichtlicher Leib etc. zum Inhalt. Im Teil IV werden „Resonanzräume für Trauer“ behandelt, im abschließenden Teil V „Herausforderungen für eine Leibsorge mit Trauernden“ mit Beispielen von neu gestalteten Grabstätten auf Friedhöfen und Fallbeispielen aus der Trauerbegleitung.


Carmen Berger-Zell
Abwesend und doch präsent
Wandlungen der Trauerkultur in Deutschland
2013, 346 Seiten
ISBN 978-3-7887-2663-8
Neukirchener Theologie


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Stephan Hadraschek am 30. Januar 2014, 23:01 | 0 Comment/s (1431) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Mi Jan 29, 2014

Bilderserie mit Krebspatienten

Verstörend, erschütternd und beeidruckend zugleich: Die

Ein malaysischer Fotograf pflegte seinen krebskranken Bruder bis zum Tod - und dokumentierte dessen letzte Wochen in schonungslosen Schwarzweißbildern.
Grund: Zu zeigen, wie grausam diese Krankheit ist.


spiegel.de


Stephan Hadraschek am 29. Januar 2014, 21:01 | 0 Comment/s (1653) | 0 Trackbacks | » Tod

Mo Jan 27, 2014

Sterbewunsch eines Patienten oft Hilferuf

Auf die Bedeutung der sogenannten passiven Sterbehilfe hat der Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn, Lukas Radbruch, hingewiesen[...]
Wichtig sei, dass nicht der Verzicht auf die Behandlung zum Tod führe, sondern das die Ärzte lediglich zuließen, dass das Sterben seinen Lauf nehme.

Doch das wird vielen nicht reichen. Und wann fängt "Sterben" an...?

aerzteblatt.de

general-anzeiger-bonn.de


Stephan Hadraschek am 27. Januar 2014, 20:01 | 0 Comment/s (1531) | 0 Trackbacks | » Tod

Heute: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

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Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit.
Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.

wikipedia.de


Stephan Hadraschek am 27. Januar 2014, 09:01 | 0 Comment/s (1527) | 0 Trackbacks | » Trauer

Sa Jan 25, 2014

US-Gericht erlaubt hirntoter Schwangeren den Tod

Sterben und Sterbenlassen:
Marlise Muñoz durfte nicht sterben, weil sie schwanger war.
Muñoz hatte den Wunsch geäußert, nicht künstlich am Leben gehalten zu werden.
Texas gehört zu den zwölf US-Bundesstaaten, in denen schwangere Frauen laut Gesetz unter allen Umständen am Leben gehalten werden müssen.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 25. Januar 2014, 20:01 | 0 Comment/s (1431) | 0 Trackbacks | » Tod

"Es ist nicht alles ganz, ganz schrecklich"

Demenz wird eines der bestimmenden (Gesundheits-)Themen der nächsten Jahrzehnte.
In Deutschland wird die Anzahl der Menschen mit einer Demenz bis zum Jahr 2030 auf rund 1,7 Millionen ansteigen. Die gesellschaftlichen Probleme sind bislang kaum absehbar.
Der Gerontopsychologe Alexander Aschenbrenner fordert einen Perspektivenwechsel im Umgang mit Demenz und die Inklusion von Betroffenen in die Gesellschaft.
[...]Heute sprechen wir im Zusammenhang mit Demenz ja noch immer von der 'Geißel des Alterns'. Was wir benötigen sind neue Wohnformen, neue Betreuungskonzepte und neue Ansätze der Inklusion, die ein gemeinsames Leben mit den Betroffenen ermöglichen.[...]

derstandard.at

Angesichts der "Inklusions-Debatte" in Deutschland und Österreich geradezu eine Notwendigkeit.


Stephan Hadraschek am 25. Januar 2014, 14:01 | 0 Comment/s (1772) | 0 Trackbacks | » Vorsorge

Do Jan 23, 2014

Buchtipp - Christian Butt: "„Warum steht auf Opas Grab ein Stein? "

Christian Butt (Hg.)
Warum steht auf Opas Grab ein Stein?
Beerdigungsbräuche erklärt von Kindern für Kinder
Calwer Verlag

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calwer.com

Ein weiteres Buch, das Christian Butt herausgegeben hat, beschäftigt sich mit den Beerdigungsbräuchen: „Warum steht auf Opas Grab ein Stein? Beerdigungsbräuche erklärt von Kindern für Kinder“.
Es ist ein kleines Büchlein, das (kurze) Antworten auf wesentliche Fragen gibt.
Das Besondere ist die Gestaltung: Kinderzeichnung verbildlichen das jeweilige Thema.
So geht es um „Beerdigung“, „Trauerbrief“, „Friedhof“, „Urne“ bis hin zu „Grab“ und „Beerdigungsessen“. Die Erklärungen stammen dann von Oberstufenschülern, die z. T. Beerdigungen erlebt haben und vor diesem Hintergrund ihre Antworten formulieren.
Das Büchlein ist gut geeignet für gemeinsame Gespräche bzw erst ins Gespräch zu kommen. Dabei sind besonders Grundschüler angesprochen, aber auch über dieses Alter hinaus gibt das Büchlein sachgerechte Antworten.
Aufgrund des niedrigen Preises (Einzelpreis € 3,50, ab 10 Ex. € 2,95, ab 50 Ex. 2,50) bieten sich auch Klassensätze an.


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Stephan Hadraschek am 23. Januar 2014, 22:01 | 0 Comment/s (1484) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Mi Jan 22, 2014

Buchtipp - Christian Butt: "Abschied, Tod und Trauer - Kinder und Jugendliche begleiten"

Christian Butt
Abschied, Tod und Trauer - Kinder und Jugendliche begleiten
Ein Praxisbuch mit Projektideen und Unterrichtsentwürfen für Schulen und Gemeinden

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calwer.com

Der Calwer Verlag ist eine renommierte Adresse zu unterschiedlichen Themen wie z.B. Bücher zum jüdisch-christlichen Dialog, theologische und religionspädagogische Grundlagenliteratur, Materialien für die Konfirmandenarbeit sowie Gemeindeliteratur, Geschenkalben, Medien und vieles mehr.
Und selbstverständlich darf auch das sonst so „ungeliebte“ Thema „Tod“ nicht fehlen.
Daher ist es dem Verlag hoch anzurechnen, dass er gleich mehrere Titel zum Thema führt.

So auch das Buch von Christian Butt: „Abschied, Tod und Trauer - Kinder und Jugendliche begleiten“. Es handelt sich um ein Buch, das theoretische Grundlagen mit der Praxis verbinden möchte. Im ersten Teil (A Grundlagen) geht es um die Stellung des Themas in unserer Gesellschaft, und was dies für Kinder und Jugendliche bedeutet. Auch werden „Trauer“ und „Trauerreaktionen“ bei Kindern und Jugendlichen beschrieben – und wie man sie begleiten kann. Eine wesentliche Frage lautet: „Schule als Ort der Trauer?“
Ja! muss die Antwort lauten.


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Stephan Hadraschek am 22. Januar 2014, 21:01 | 0 Comment/s (1640) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Di Jan 21, 2014

AOK-Krankenhausreport: Viele Tote durch Behandlungsfehler...

Es ist ja eigentlich nichts Außergewöhnliches: Im Krankenhaus wird gestorben.
Doch eine hohe Zahl von Todesfällen könnte durch einfache Maßnahmen (z.B. Hygiene) verhindert werden.
Ob es unter Ärzten nicht auch "Pfuscher" gibt, sei mal dahingestellt...

Einen umfassenden Report zu Fehlern in deutschen Krankenhäusern - und möglichen Gegenmaßnahmen - hat jetzt das Wissenschaftliche Institut der AOK (Wido) in Berlin vorgelegt[...] Das Wido bezieht diese Angaben auf die rund 19 Millionen Klinikfälle jährlich und kommt somit auf 190.000 Fehler bei Krankenhausbehandlungen jährlich. Rund 19.000 Fehler davon enden den Hochrechnungen zufolge tödlich.

spiegel.de

schattauer.de


Stephan Hadraschek am 21. Januar 2014, 22:01 | 0 Comment/s (1701) | 0 Trackbacks | » Tod

Buchtipp - psychosozial: "Zeitgemäßes über Krieg und Tod"

Im Jahr 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Auch dafür ist der Titel "Zeitgemäßes über Krieg und Tod", der 2001 im Psychosozial-Verlag erschienen ist, hervorragend geeignet.

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psychosozial 84: Zeitgemäßes über Krieg und Tod

Zeitschrift: psychosozial
Verlag: Psychosozial-Verlag
168 Seiten, Broschur, 2001
Bestell-Nr.: 1084

psychosozial-verlag.de

Wie und weshalb entsteht Gewalt und Krieg? Mit dieser Frage setzten sich die Autoren dieses Heftes auseinander. Die Antworten sind vielfältig und umfassen verschiedene Bereiche. Sie reichen von der These, die menschliche Destruktivität sei nicht angeboren, sondern ein Kulturprodukt (Modena) über die Bedeutung vom Zerfall von Bindungen und Identitätsverlust für die Entstehung von Gewalt und Krieg (Schulz-Gora) bis hin zum Einfluss infantiler Friedenssehnsucht etwa auf das Verhalten der grünen Politiker in Bezug auf den Kosovo-Krieg (Claus Leggewie). Und es wird deutlich, wie Theorie und Praxis auseinanderfallen können.
Ein weiterer Beitrag mit Bezug zu dieser europäischen Katastrophe beschäftigt sich mit den „Erlösungsmythen im Kosovo-Krieg – Zur Wiederkehr der Religion in der Politik“ (Hans Bosse). Hier wird u.a. die Frage nach der Funktion und dem Wert eines Mythos gestellt („Was ist ein Mythos? Wozu brauchen Staaten und ihre Bürger einen Mythos?“).
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Stephan Hadraschek am 21. Januar 2014, 22:01 | 0 Comment/s (1667) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Jan 19, 2014

Neue Studie zu Neandertaler-Bestattungen

Eine Studie bestätigt, dass bereits Neandertaler ihre Tote beerdigten. Wohl auch schon zeremoniell. Doch die spärlichen Funde lassen viel Raum für Spekulationen.

"Manche Forscher haben Bestattungspraktiken verwendet, um moderne Menschen von Neandertalern zu unterscheiden", sagt Riel-Salvatore. "Wir zweifeln die orthodoxe Meinung an, dass alle modernen Gräber komplexer waren als die der Neandertaler. Mit fortschreitender Forschung finden wir Hinweise, dass die Neandertaler Praktiken anwandten, die generell als typisch für die modernen Menschen gelten.".

abendblatt.de



Stephan Hadraschek am 19. Januar 2014, 01:01 | 0 Comment/s (1612) | 0 Trackbacks |

So Jan 12, 2014

Pflegebedürftige: Momente von Not und Glück

Viel ist die Rede von Notstand und Mangel in der Pflege in Deutschland. Union und SPD haben eine große Reform versprochen, mehr Betreuung, mehr Hilfe für die immer zahlreicheren Demenzkranken. Was brauchen Pflegebedürftige?
Wo stößt die Pflege in Deutschland heute an ihre Grenzen? Eine Reportage von evangelisch.de[...]


evangelisch.de


Stephan Hadraschek am 12. Januar 2014, 18:01 | 0 Comment/s (2604) | 0 Trackbacks | » Vorsorge

Fr Jan 03, 2014

Debatte um Sterbehilfe

Die Debatte um Sterbehilfe wird auch in 2014 weitergehen.

Hier ein Gastbeitrag von Franz Müntefering bei Süddeutsche.de:
Der Streit ist wohl fällig. Soll man Sterben als Teil des Lebens begreifen und es geschehen lassen, es erleben? Oder den Tod suchen, auch wenn die biologische Uhr noch nicht völlig abgelaufen ist?[...]
Mitleiden mit denen, die verzweifeln und zu oft nicht mehr aufzuhalten sind in ihrer Sehnsucht aufs Totsein - das ist wichtig. Genau deshalb ist es auch so wichtig, die größte Krankheit dieser zeitreichen Gesellschaft ernst zu nehmen und die triste, trostlose Einsamkeit allzu vieler zu beenden[...]


Ob das reicht? Die Diskussion muss offen und aufrichtig geführt werden...

sueddeutsche.de


Stephan Hadraschek am 03. Januar 2014, 23:01 | 0 Comment/s (1748) | 0 Trackbacks | » Tod

Do Jan 02, 2014

Buchtipp: "Friedhof und Denkmal – Zeitschrift für Sepulkralkultur: Heft 5-2013"

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Die aktuelle Ausgabe ist erschienen:

Friedhof und Denkmal – Zeitschrift für Sepulkralkultur
Heft 5-2013

Zu beziehen über das Sepulkralmuseum:

sepulkralmuseum.de


Stephan Hadraschek am 02. Januar 2014, 17:01 | 0 Comment/s (1565) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Mi Jan 01, 2014

Die Trauer sitzt in der Brust


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Interessante Untersuchung zur körperlichen Verortung von Gefühlen und Körperreaktionen.

Menschen verorten ihre Emotionen demnach in ganz bestimmten Körperteilen - unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund. Seine Ergebnisse veröffentlichte das Team um Lauri Nummenmaa von der finnischen Aalto University im Fachmagazin "Proceedings" der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den USA ("PNAS").
Trauer und Schwermut bewirken zumeist auch körperliche Schwäche - insbesondere in den Gliedmaßen. Traurige Probanden berichteten zugleich von stärkeren Körperfunktionen im Brustbereich.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 01. Januar 2014, 16:01 | 0 Comment/s (1692) | 0 Trackbacks | » Trauer