Archiv: Juni 2013

So Jun 30, 2013

Buchtipp - Rüdiger Schultka: "Das vorzüglichste Cabinett"

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Rüdiger Schultka: "Das vorzüglichste Cabinett"
Verlag Janos Stekovics

In Halle befindet sich eine der größten Anatomie-Sammlungen Europas. Der Bildband "Das vorzüglichste Cabinett" stellt die spektakulärsten Exponate vor.
Rund 8000 präparierte Körperteile von Mensch und Tier finden sich in den Regalen.
Einen Einblick in dieses besondere Arsenal bietet nun Bildband, herausgegeben vom Leiter der Sammlungen, Rüdiger Schultka.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 30. Juni 2013, 17:06 | 0 Comment/s (2045) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Mi Jun 26, 2013

Buchtipp - Andreas Heller, Sabine Pleschberger, Michaela Fink, Reimer Gronemeyer: "Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland"

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Andreas Heller, Sabine Pleschberger, Michaela Fink, Reimer Gronemeyer .
Mit einem Beitrag von Klaus Müller

Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland
Ludwigsburg 2012, 1. Aufl.
Hospiz Verlag

Die Hospizbewegung ist eine der großen sozialen Bewegungen in Deutschland und sie hat den Umgang mit Sterben und Tod verändert. Sie entstand aus dem Versuch, neue Wege für das Lebensende in einer radikal veränderten Situation zu finden. Gegen anfängliche Widerstände hat sie sich durchgesetzt, ist gewachsen, hat das Thema ‘gesellschaftsfähig’ gemacht und hat geradezu einen Humanisierungsschub im Blick auf das Thema Sterben, Tod und Trauer Wirklichkeit werden lassen[...]Verlagstext
Bürger, aber vor allem Bürgerinnen haben in mutigem, nachdenklichem Engagement die Idee eines menschenwürdigen Sterbens in die deutsche Gesellschaft eingepflanzt und die Saat dieser Idee ist inzwischen aufgegangen.
Aber die Hospizbewegung ist mittlwerweile eine etablierte Institution geworden, die sich im Spannungsfeld zwischen "Haltung oder Dienstleistungskonzept"? (Michaela Fink) bewegt.
Als Ausgangspunkt bei einer Betrachtung sollte immer die gesellschaftliche Entwicklungsgeschichte der Hospizbewegung als Bürgerbewegung sein, denn für eine nachhaltige Zukunft muss die eigene Geschichte betrachtet und analysiert werden.

Dies ist den vier Autorinnen und Autoren hervorragend und umfassend gelungen. Der Leser erfährt viel über einzelne Personen und Persönlichkeiten sowie über Institutionen und Initiativen der Bewegung. Am Schluss wird "Fragwürdiges künftiger Hospizarbeit" erwähnt - der Umgang mit Andersdenkenden, die Professionalisierung und Verwissenschaftlichung etc. der Hospizbewegung. Hier wäre bei einer nächsten Auflage wünschenswert, mehr zur zukünftigen Entwicklung und Problembewältigung zu erfahren. Denn insbesondere die interprofessionelle Perspektive und Verankerung in der gesamten Gesellschaft wird die Hospizarbeit weiterbringen.
"Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland" ist ein bedeutender Beitrag zum Verständnis der hospizlichen Arbeit, flüssig und verständlich geschrieben. Eine Standardwerk.

Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland
Ludwigsburg 2012
Hospiz Verlag
ISBN: 978-3-941251-53-3
Preis: 34,90 Euro (D), 35,90 Euro (A)
374 Seiten

Stephan Hadraschek am 26. Juni 2013, 23:06 | 0 Comment/s (2285) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Fr Jun 21, 2013

Buchtipp - GEO WISSEN: "Vom guten Umgang mit dem Tod "

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GEO WISSEN Nr. 51 - 05/13 - Vom guten Umgang mit dem Tod:
Über die Natürlichkeit und Unausweichlichkeit des Todes und die guten Gründe, darüber zu reden...

www.geo.de


Stephan Hadraschek am 21. Juni 2013, 00:06 | 0 Comment/s (2051) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Jun 16, 2013

Buchtipp - Michaela Fink: "Von der Initiative zur Institution - Die Hospizbewegung zwischen lebendiger Begegnung und standardisierter Dienstleistung"

Michaela Fink
Von der Initiative zur Institution - Die Hospizbewegung zwischen lebendiger Begegnung und standardisierter Dienstleistung
Ludwigsburg 2012


hospiz-verlag.de

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Von der Initiative zur Institution - Michaela Fink beschreibt gesellschaftliche Ursprünge, Anfänge und gegenwärtige Entwicklungen der modernen Hospizbewegung in Deutschland. Das Augenmerk ist dabei auf die Probleme gerichtet, die mit der Institutionalisierung der Hospizbewegung einhergehen. Ein Beispiel dafür ist die Veränderung, die die offene Begegnung mit den sterbenden Menschen durch die Implementierung einer standardisierten Dienstleistung erfährt.

Die Beschreibung ist eingebettet in einen größeren Kontext gesellschaftlicher Veränderungen, in der die Hospizbewegung letztlich ein Mosaikstein ist. Es droht ein zunehmend technokratischer Umgang mit Sterben und Tod, der auch die Hospizbewegung erfasst. Diese wird dann zum Teil des modernen Projekts einer umfassenden Sicherung des Lebens.

Michaela Fink verbindet Argumente aus Interviews mit PionierInnen der deutschen Hospizbewegung und aus der Fachliteratur zur Hospizbewegung mit der kritischen Soziologie (insbesondere von Jean Baudrillard, Michel Foucault und Ivan Illich). Sie beleuchtet damit den Gegensatz dessen, was sich gegenwärtig in den Tendenzen einer standardisierten Sterbeversorgung als selbstverständlich und notwendig durchzusetzen scheint.

Obgleich sich Betroffene und Begleiter zunehmend in institutionalisierten Kontexten bewegen, müssen sie dennoch darin handlungsfähig sein. Das Spannungsverhältnis zwischen persönlicher, lebendiger Begegnung und standardisierter Dienstleistung wird vor dem Hintergrund von Institutionalisierungsprozessen analysiert. Das Buch ist in kritischer Freundschaft zur Hospizbewegung geschrieben, in der die Autorin selbst über viele Jahre praktisch tätig gewesen ist.

Michaela Fink
Von der Initiative zur Institution - Die Hospizbewegung zwischen lebendiger Begegnung und standardisierter Dienstleistung
Ludwigsburg 2012
ISBN: 978-3-941251-52-6
Preis: 24,90 Euro (D), 25,60 Euro (A)
inkl. MwSt., zzgl. Versand


Stephan Hadraschek am 16. Juni 2013, 01:06 | 0 Comment/s (1792) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Jun 15, 2013

Demenz-Zunahme vorausgesagt

Nach neuesten Forschungen wird sich die Zahl der Alzheimer-Erkrankten in den USA bis 2050 verdreifachen. Ähnliches sagen Experten für Deutschland voraus. Doch eine wirksame Therapie ist bis heute nicht in Sicht.
Auch für Deutschland sagen Experten voraus, dass es immer mehr Alzheimer-Kranke geben wird. Nach jüngsten Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) wird sich die Zahl der Demenzkranken bis 2050 mehr als verdoppeln - von derzeit 1,4 Millionen auf rund 3 Millionen Betroffene.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 15. Juni 2013, 23:06 | 0 Comment/s (2267) | 0 Trackbacks | » Medien

Mo Jun 10, 2013

Buchtipp - Barbara Leisner: "Abschied nehmen - Praktischer Rat und Hilfe in den Tagen der Trauer"

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Abschied nehmen - Praktischer Rat und Hilfe in den Tagen der Trauer
[Kindle Edition]
181 Seiten, 2013

Von der "ersten Zeit nach dem Tod" bis zum "Nachlass" beschreibt Barbara Leisner in 24. Kapiteln alles Wichtige zum Thema Tod, Bestattung, Abschied und Trauer. Der Ratgeber ist nicht nur für trauernde Angehörige gedacht, sondern auch für Menschen, die sich mit dem Ende ihres eigenen Lebens auseinandersetzen wollen.

Ich wünsche mir, dass dieses Buch zum Gespräch über den Tod anregt; zu Überlegungen – auch ganz praktischen – was zu tun ist, wenn das eintritt, an das die meisten Menschen lieber nicht denken; zu festen Verabredungen zwischen Menschen, die einander nahe sind, die miteinander nicht nur die fröhlichen Zeiten sondern auch schwere Zeiten tragen und einander unterstützen wollen. Ich bin überzeugt, dass auf diese Weise das Wissen vom Tod den Lebenden und den Verstorbenen dienen wird.
Barbara Leisner, Aus dem Vorwort


Dieses E-Book ist die vollständig überarbeitete und erweiterte Version des gleichnahmigen Titels, der 1998 im Herder Verlag erschienen ist.


Stephan Hadraschek am 10. Juni 2013, 14:06 | 0 Comment/s (2003) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Jun 09, 2013

Neue Ausstellung: "tanz & tod" im Museum für Sepulkralkultur

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© AFD, Museum für Sepulkralkultur

Presseinformation:

tanz & tod
Laufzeit: 25.5. - 8.9.2013

Ganz gleich, in welchen Zusammenhängen und in welchen Situationen getanzt wird, ob aus reiner Spontanität oder bei einstudierten Ballettaufführungen und Tanzchoreographien, ob in therapeutischen Settings oder bei öffentlichen Raves: ohne Einsatz des Körpers ist Tanz nicht möglich.
Was aber hat Tanz als Ausdruck von Lebendigkeit mit dem Tod zu tun? Entlang dieser Fragestellung zeigt die Ausstellung ausgehend von der eigenen Sammlung an Totentanz-Grafiken collagenartig verschiedene Aspekte der Verbindung von tanz&tod in Bildender Kunst und Alltagskultur, eigener und außereuropäischen Kulturen.
Im Bereich des klassischen Balletts, des Ausdruckstanzes, Tanztheaters und japanischen Butohs setzt die Ausstellung, schlaglichtartig den historischen Entwicklungen folgend, den Auftakt um 1900. Zur Visualisierung kommen hier überwiegend Tanzfotografien und Filmsequenzen zum Einsatz. Dabei werden klassische Tanzfotografien ebenso wie moderne künstlerische Auseinandersetzungen des Themas präsentiert. Die bewusst assoziative Gegenüberstellung zeigt, wie Gestern und Heute des Tanzes miteinander verwoben sind und dass künstlerische Auseinandersetzung mit dem Tod vielfältig sind und immer neue künstlerische Ausdrucksformen findet.
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Spezielle Museumspädagogische Angebote machen die Ausstellung auch zu einem attraktiven Lern-und Erlebnisort für Kinder und Jugendliche.
Das Ausstellungsprojekt wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Stadt Kassel und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Museumspädagogischen Veranstaltungen werden unterstützt von der Kasseler Sparkasse. Arbeiten von: Robert Budzinski, Ugo Dossi, Hosoe Eikoh, Tadashi Endo, Valeska Gert, Alfred Hrdlicka, Tatsumi Hijikata, Angelika Hiß, Lena Hoschek, Horst Janssen, Kurt Jooss, Harry Kramer, Anja Manfredi, Kazuo Ohno, Ulrike Rosenbach, Corinna Rosteck/Tanztheater Kassel, Thomas Rowlandson, Werner Ruhnau, Maren Seubert, Christian Spuck/Stuttgarter Ballett/Staatstheater Stuttgart, Bettina Stöß/Tanztheater Wuppertal–Pina Bausch, Mary Wigman, Michael Wolgemut.


dradio.de


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Stephan Hadraschek am 09. Juni 2013, 00:06 | 0 Comment/s (2239) | 0 Trackbacks | » Tipps

So Jun 02, 2013

„...durch die Sozialen Medien nun auch anderen beim Sterben zuschauen.“

"Trauerkommunikation ist Bestandteil von Facebook, Twitter oder Blogs geworden. Ob wir das möchten oder nicht", so die Publizistin Elisabeth Rank.
Heute kann jeder im Netz kommunizieren, dass er krank ist und bald sterben wird.

Neu sei, dass dieses bisher eher private Thema plötzlich für sehr viele Menschen sichtbar sei. Im Grunde könne nun jeder, der den Prozess bis kurz vor seinem Tode dokumentieren möchte, dies auch tun...

stuttgarter-zeitung.de



Stephan Hadraschek am 02. Juni 2013, 23:06 | 0 Comment/s (1917) | 0 Trackbacks | » Trauer

Sa Jun 01, 2013

Trauer braucht Zeit

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Trauer ist nicht gleich Trauer. Und Trauer ist vor allem keine Krankheit.
Wichtig ist vor allem eines: Zeit.

Abschiednehmen ist ein Grundstein der Trauerarbeit. "Es tröstet im Nachhinein ungemein, wenn man Abschied nehmen konnte", sagt Konrad Baumgartner, emeritierter Professor für Pastoraltheologie aus Regensburg. Kündigt sich der Tod an, sollten Angehörige und Freunde die Zeit nutzen, um sich zu verabschieden und sich gemeinsam mit dem sterbenden Menschen an die wertvollen Momente seines Lebens zu erinnern. Nach dem Tod kann es helfen, den Toten noch einmal zu sehen und sich so von ihm zu verabschieden...

maerkischeallgemeine.de

Mehr als die Hälfte der Deutschen (59 Prozent) braucht keinen bestimmten Ort, um der Verstorbenen zu gedenken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage. 21 Prozent brauchen allerdings einen festen Platz, um zu trauern.

aeternitas.de


Stephan Hadraschek am 01. Juni 2013, 22:06 | 0 Comment/s (2066) | 0 Trackbacks | » Trauer