Archiv: Mai 2013

Mo Mai 20, 2013

Im Memoriam: Ernst Klee

Ernst Klee war Historiker, Journalist, Filmemacher und Schriftsteller.
Akribisch setzte er sich vor allem mit den Gräueltaten an Behinderten und seelisch Kranken im Nationalsozialismus auseinander. Er erforschte die "Euthanasie"-Morde und die Rolle der NS-Medizin, lange bevor die akademische Geschichtswissenschaft sich dafür interessierte. Dafür erhielt er u.a. den angesehenen Geschwister-Scholl-Preis.
Klee starb am 18. Mai 2013 nach langer schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main.

tolmein.de

wikipedia.de

fr-online.de


Stephan Hadraschek am 20. Mai 2013, 23:05 | 0 Comment/s (2044) | 0 Trackbacks | » Trauer

So Mai 19, 2013

Alle Jahre wieder zu Pfingsten: Wave-Gotik-Treffen in Leipzig


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Zum 22. Mal war es mal wieder soweit: Die Szene der Gothics hat sich in Leipzig getroffen - und ihre Leidenschaft zelebriert. Erlaubt ist, was provozieren könnte...

spiegel.de

Zum Begriff "Gothic":
wikipedia.de


Stephan Hadraschek am 19. Mai 2013, 00:05 | 0 Comment/s (1903) | 0 Trackbacks | » Termine

Sa Mai 11, 2013

Leichenhaus - Leichen - Fotografie

Nicht (mehr) besonders originell und hier eher zwiespältig.
Da gibt es bessere, professionellere Beispiele (sargsplitter.de/Patrik Budenz).

Zwei Brüder haben dasselbe Hobby und denselben Job: Sie hören Death Metal und sie präparieren Leichen. Der Deutsche Max Merz fotografierte die beiden litauischen Männer[...]

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 11. Mai 2013, 10:05 | 0 Comment/s (11567) | 0 Trackbacks | » Tod

Fr Mai 10, 2013

Tagungsbericht: Transmortale IV – Neue Forschungen zum Tod

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© AFD, Museum für Sepulkralkultur


Veranstalter:
Universität Hamburg (Prof. Dr. Norbert Fischer, Anna-Maria Goetz MA, Historisches Seminar/Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Susanne Möllers MA) und Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD), Stiftung Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur, Kassel (Prof. Dr. Reiner Sörries, Dagmar Kuhle), Kooperationspartner Berlin (Moritz Buchner MA, Stephan Hadraschek MA).

Die Themen Sterben, Tod und Trauer rücken immer mehr in
den Fokus der fächerübergreifenden Forschung. Disziplinen wie die Soziologie, Psychologie, sowie Geschichte, Geschlechterforschung und Medienwissenschaften interessieren sich für den Wandel der Trauer- und Bestattungskultur. Ziel der Transmortale ist es, aus unterschiedlichen Disziplinen und Ansätzen neue, interdisziplinäre Forschungsperspektiven vorzustellen und in einer größeren Fachrunde zu diskutieren. Die “Transmortale“-Tagung findet jährlich statt.


Block I
Nach der Begrüßung begann die Kulturpädagogin und Kulturwissenschaftlerin INGA SCHAUB (Berlin) mit ihrem Vortrag „Pathologisierung des Trauerns? Zur Debatte um die „Persistent Complex Bereavement Related Disorder“. Sie zitierte PROF. REINER SÖRRIES aus dessen jüngster Publikation „Herzliches Beileid“ [1], einer Kulturgeschichte der Trauer: „Menschen trauern heute wie sie wollen, wann sie wollen und wo sie wollen“. Diese Arbeit bildet für Schaub den Ansatz ihrer Forschung. Im Vortrag beschäftigte sie sich dann mit bestimmten kulturwissenschaftlichen Aspekten von Trauerkulturen der Gegenwart. Im Kontext ihres Dissertationsvorhabens fragt Schaub danach, ob mit einer „neuen Sichtbarkeit des Todes“ (Macho und Marek 2007) auch eine „neue Sichtbarkeit der Trauer“ einhergeht und wenn ja, welche normativen Maßstäbe in den verschiedenen Bereichen, in denen sie sichtbar wird, an die Trauer und das Trauern angelegt werden; was jeweils unter „guter“ und „schlechter“, „gesunder“ und „pathologischer“ Trauer verstanden wird. Schaub bezog sich auch auf Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte zu Gefühlen, an die sie anknüpft wenn Sie danach fragt, innerhalb welcher Gefühlskultur die Frage, ob bestimmte Formen des Trauerns als psychische Krankheiten zu betrachten sind oder nicht, überhaupt erst gestellt werden kann. Essentiell dabei ist die Frage nach normativen Vorstellungen affektiven Erlebens. Schaub beschrieb, welche Herangehensweise an Normen des Trauerns sich in aktueller kulturwissenschaftlicher Literatur über Trauer finden. Schaub zitierte Sörries bezüglich der Normen des Trauerns: „War ehedem die Trauer grundsätzlich verordnet und normiert, so gilt dies heute nur noch eingeschränkt, zum Beispiel bei offiziellen Anlässen wie dem genannten Volkstrauertag oder Akten der Staatstrauer sowie anderen öffentlichen Trauerfeiern.“ Spätestens mit der SPIEGEL-Ausgabe vom 21. Januar 2013 („Die Psycho-Falle“) sei auch in Deutschland eine Debatte in den Massenmedien angelangt, die in den USA schon länger von den wissenschaftlichen in die journalistischen Publikationen übergeschwappt war, so Schaub. Diese Debatte entspinnt sich um die vorgeschlagenen Veränderungen für das DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), das im Mai dieses Jahres erscheinen soll. Die Frage sei, so Schaub, ob wir mit dem DSM-5 Gefahr laufen, Pathologisierungen zu generalisieren und die Beschreibungen psychischer Krankheiten soweit auszudehnen, dass sich jedes Verhalten als pathologisches lesen lässt.


Der zweite Vortrag zum Themenkomplex „Trauer“ schloss mit dem Historiker und Kulturwissenschaftler CHRISTIAN KOHN (Leipzig) an: „Die Trauer als Maßstab des Glücks – Zur Rolle der Trauer in der Kritischen Theorie“. Kohn leitete ein mit dem von Adorno und Horkheimer im US-amerikanischen Exil publizierten Hauptwerk „Dialektik der Aufklärung“, in dem sich ein Aphorismus zum Thema eines Begriffes findet, der im Kontext der Kritischen Theorie bislang vernachlässigt wurde: Trauer. Formuliert wird dort unter der Überschrift „Theorie der Gespenster“, dass die Menschen „an den Toten die Verzweiflung darüber auslassen, dass sie ihrer selbst nicht mehr gedenken [...]“. Kohn erläuterte den Aspekt der Verdrängung als Notwendigkeit der Hinterbliebenen, nicht an die eigene Endlichkeit erinnert zu werden. Trauer wird zum „Akt rationalisierten Vergessens“ gemacht und der zunächst sprachlose Impuls von Trauer werde durch „gesellschaftliche Formalität“ bevormundet, indem der Leichnam beispielsweise bei der Einäscherung zur „transportablen Asche, zum lästigen Eigentum verarbeitet wird“, so Kohn nach Adorno und Horkheimer. Entgegen der üblichen Auffassung, Trauer müsse ein zu bewältigender Prozess sein, betonten Adorno und Horkheimer den kreatürlichen und humanistischen Affekt angesichts eines unwiederbringlichen Verlustes. Bezeichnet wird dies von beiden als „Wundmal der Zivilisation“, dessen „asoziale Sentimentalität verrät, dass es immer noch nicht ganz gelungen ist, den Menschen aufs Reich der Zwecke zu verteidigen“. Gerade hinsichtlich postmoderner Erscheinungsformen der Bestattungs- und Trauerkultur ergeben sich für Kohn folgende Fragen: Sind diese neuen Formen des Totengedenkens im Sinne einer Kritischen Theorie der Trauer zu sehen und was könnte jenes andere Moment der Trauer im gesamtgesellschaftlichen Kontext für eine menschlichere Gesellschaft bedeuten? Oder ist die anonyme Bestattungsform eher als Verweigerung der herkömmlichen Bestattungskultur zu begreifen? Doch wenn das Empfinden, nicht zur Last fallen zu wollen, gesellschaftlich bestimmend ist, findet sich dies auch in Formen wie der anonymer Beisetzungen wider, so Kohn.


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Stephan Hadraschek am 10. Mai 2013, 17:05 | 0 Comment/s (2085) | 0 Trackbacks | » Tod

Boston-Attentäter wurde heimlich bestattet

Nun also wurde der Boston-Attentäter Tamerlan Zarnajew doch bestattet
(sargsplitter.de) - außerhalb des Bundesstaates Massachusetts. Viele Friedhöfe hatten sich geweigert, Anwohner protestierten.
Ob der Attentäter nach muslimischen Ritus bestattet wurde, ist nicht bekannt.

n-tv.de

stern.de

focus.de


Stephan Hadraschek am 10. Mai 2013, 14:05 | 0 Comment/s (2042) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Do Mai 09, 2013

Christi Himmelfahrt

Der Glaube an die Himmelfahrt wird auch ausgedrückt in dem alten römischen Glaubensbekenntnis des dritten Jahrhunderts, dem Vorläufer des Apostolischen Glaubensbekenntnisses von 325 und des nicänischen Bekenntnisses von 381:

„Er ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.“

Durch Säkularisation entwickelte sich in Deutschland "Himmelfahrt" zum "Vatertag", auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet.

wikipedia.de


Stephan Hadraschek am 09. Mai 2013, 16:05 | 0 Comment/s (1994) | 0 Trackbacks |

Der Trauerbaum


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Stephan Hadraschek am 09. Mai 2013, 00:05 | 0 Comment/s (1994) | 0 Trackbacks | » Trauer

Mi Mai 08, 2013

8. Mai 1945 - Ende des Zweiten Weltkriegs

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An diesem Tag endete 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Und auch wenn das 68 Jahre her ist, handelt es sich keineswegs um „Schnee von gestern“, denn bis heute sind etwa 1 ½ Millionen Menschen nach wie vor vermisst...

volksbund.de


Stephan Hadraschek am 08. Mai 2013, 16:05 | 0 Comment/s (1992) | 0 Trackbacks | » Trauer

So Mai 05, 2013

Sollten Attentäter ein ordentliches Begräbnis erhalten?

Eine Frage, die sich in der Geschichte schon oft gestellt hat.
Nun geht es um die Bestattung eines der mutmaßlichencÜberreste nicht bestatten. Es gebe Schwierigkeiten, für den getöteten Tamerlan Zarnajew (26) eine Grabstätte zu finden, berichtete der TV-Sender CNN...
welt.de

Jeder hat ein Recht auf würdige Bestattung", so der beauftragte Bestatter Peter Stefan. "Auch Menschen wie der mutmaßliche Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald seien beerdigt worden..."

rp-online.de


Stephan Hadraschek am 05. Mai 2013, 22:05 | 0 Comment/s (2030) | 0 Trackbacks | » Bestattung