Archiv: November 2012

Do Nov 29, 2012

3. Symposium zur Bestattungskultur: Grenzen der Individualität?!

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3. Symposium zur Bestattungskultur
Grenzen der Individualität?!

Freitag, 30. November 2012, 09:45 bis ca. 16:30 Uhr

Eine Veranstaltung der FUNUS Stiftung
in Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Feuerbestattungsverein e.V.

Aufgrund der positiven Resonanz auf unser Symposium im Jahre 2011 sehen wir uns veranlasst, auch in diesem Jahr eine für unsere Bestattungskultur bedeutsame Fragestellung aufzugreifen.

Ein Ergebnis des Symposiums 2011 war, dass trotz – oder vielleicht gerade wegen – einer weit verbreiteten wirtschaftlichen Not in unserer Gesellschaft ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Individualität – insbesondere über den Tod hinaus – besteht. Folgerichtig wirbt auch eine bundesweit tätige Gruppe von Feuerbestattungseinrichtungen in Fachzeitschriften mit dem Slogan "Wir sind alle einzigartig ... warum sollten wir es nach dem Tod nicht mehr sein?".

Doch ist diese Frage wirklich so eindeutig zu beantworten? Muss bei der Bestattung eines Menschen wirklich all das erlaubt sein, was den Verstorbenen zu Lebzeiten tatsächlich oder aus Sicht der Hinterbliebenen ausgemacht hat? Oder sind diesem Wunsch nach Individualität Grenzen gesetzt? Und muss – als krasser Gegensatz hierzu – einer Beisetzung, die nur mit staatlicher Unterstützung vollzogen werden kann, wirklich jede Individualität abhanden kommen?

6 Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen werden zu diesen und anderen Fragen Stellung nehmen. Allen Teilnehmern wird Gelegenheit gegeben, direkt auf die Vorträge einzugehen, Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern

funus-stiftung.de


Stephan Hadraschek am 29. November 2012, 22:11 | 0 Comment/s (1925) | 0 Trackbacks | » Termine

Buchtipp - Thorsten Benkel: "Die Verwaltung des Todes. Annäherungen an eine Soziologie des Friedhofs"

Die Verwaltung des Todes
Annäherungen an eine Soziologie des Friedhofs
Von Thorsten Benkel
mit einem Beitrag von Matthias Meitzler

Der Tod beendet das Leben – aber beendet er auch soziale Verhältnisse? Sterben ist stets das Sterben des Einzelnen. Der Friedhof, die »Verräumlichung« des Sterbens, steht jedoch für eine übersubjektive Vergemeinschaftung, die den Toten Platz und eine über die Erinnerung des sozialen Umfeldes hinaus reichende Adressierbarkeit gewährt. Obwohl er von erheblicher gesellschaftlicher Relevanz ist, fristet der Sinnrahmen der Sepulkralkultur in der Soziologie bislang ein Schattendasein.

Niemand ist toter als der andere. Die Hinterbliebenen haben auf dem Friedhof die Möglichkeit, durch Sinnsetzungen und symbolische Abschiedsrituale mit dem Tod, vor allem aber mit dem Leben der Verstorbenen umzugehen. Zuvor setzt die Verwaltung des Todes ein: Die Transformation des lebendigen Leibes in einen toten Körper wird von institutionellen Mechanismen begleitet, für die sozialpsychologische Dimensionen eher nebensächlich sind. Die gängigen Bestattungsriten zeigen, dass bei einem Todesfall Handlungen akut werden, die den Tod als »Sinnmotiv« für Bedeutungskontexte nehmen, die sich die (Über-)Lebenden selbst errichten.

Logos Verlag

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Stephan Hadraschek am 29. November 2012, 12:11 | 0 Comment/s (1691) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Di Nov 27, 2012

Buchtipp - Désirée Goertz, Dietmar Kurze: "Bestattungsrecht in der Praxis"

RIn Goertz, LL.M., FAErbR Dr. Kurze
Bestattungsrecht in der Praxis



Kein Erbfall ohne Bestattung. Und häufig genug ist die Bestattung erster Anlass
für Streit zwischen den Angehörigen. Sei es, dass es um die Interpretation der letzten
Wünsche des Verstorbenen hinsichtlich der Form der Bestattung geht. Oder es entsteht
Streit darüber, wer von den Angehörigen die Kosten zu tragen hat, wenn der Totenfürsorgeberechtigte
und der Erbe nicht identisch sind. Welche Preise sind in dem Bestattungsvertrag
wie auszuweisen oder wie bindend ist der zu Lebzeiten geschlossene Bestattungsvorsorgevertrag
für die Angehörigen?

Sowohl Rechtsanwälte als auch Bestatter beraten zu Rechtsfragen rund um die Bestattung.
Zusätzlich zur Behandlung streitiger Fragen bietet dieses Buch deshalb auch Gestaltungsvorschläge
für sinnvolle und eindeutige Lösungen zu Lebzeiten. Folgende Schwerpunkte werden ausführlich behandelt.

Totenfürsorgerecht
Bestattungspflicht
Einstweiliger Rechtsschutz
Umbettung
Kostenaustragung
in der Erbengemeinschaft
beim Alleinerben
beim Pflichtsberechtigen
im überschuldeten Nachlass
bei der Sozialbestattung
Praxis
Testamentvollstrecker, Nachlasspfleger, Betreuer
Friedhof
Bestattungsvorsorgevertrag
Bestattungsformen
Muster
Klageanträge
Grabpflege
Bestattungsverfügung


Zerb Verlag

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Bestattungsrecht in der Praxis
1. Auflage 2012, 251 Seiten, broschiert, 39,-€
ISBN: 978-3-941586-45-1


Stephan Hadraschek am 27. November 2012, 23:11 | 0 Comment/s (1680) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Nov 24, 2012

Buchtipp - Chabot, Boudewijn/ Walther, Christian: "Ausweg am Lebensende. Sterbefasten - Selbstbestimmtes Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken"

Chabot, Boudewijn / Walther, Christian
Ausweg am Lebensende.
Sterbefasten - Selbstbestimmtes Sterben durch freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken
Reinhardt Verlag 2012 (3. Aufl.)

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reinhardt-verlag.de


Der Umgang mit Sterben und Tod verändert sich. Nicht zuletzt durch die moderne Medizin und deren Auswirkung auf Lebensdauer und Lebensqualität wird das Recht auf Selbstbestimmung auch am Lebensende stärker betont und eingefordert.
Das Buch von Chabot und Walther ist sehr gut und verständlich geschrieben.
Es basiert auf eindeutigen Positionen zu einer noch neuartigen und in Deutschland noch wenig praktizierten Methode des ärztlich-palliativ begleiteten freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) als einer Möglichkeit der freiverantwortlichen, vorzeitigen Lebensbeendigung,
Die Autoren verstehen sich dabei nicht als „Sterbehelfer“, sondern sie unterstützen durch ihre Argumente für FVNF durch breite und aktuelle wissenschaftliche Expertise, durch gründliche rechtliche und ethische Überlegungen und detaillierte, klare und verständliche Anleitungen und Vorsichtsregeln bei der Planung und Durchführung von FVNF für alle daran Beteiligten.


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Stephan Hadraschek am 24. November 2012, 22:11 | 0 Comment/s (1210) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Nov 18, 2012

ARD-Themenwoche hat begonnen

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Wie gehen wir mit dem Sterben und dem Tod um? Dieser Frage widmet sich die ARD in ihrer diesjährigen Themenwoche. Unter der Federführung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) und des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wird sie vom 17. bis 23. November 2012 bundesweit im Fernsehen, im Radio und im Internet unter dem Leitgedanken "Leben mit dem Tod" Gegenstand des Interesses sein. Das Erste beteiligt sich mit Beiträgen im Kinderprogramm, in den aktuellen Sendungen wie "Tagesthemen", "Morgen- und Mittagsmagazin", "ARD-Buffet", "Report München", "Plusminus" "Ratgeber Haus + Garten", "W wie Wissen", mit Gesprächsrunden bei "Günther Jauch" und "Hart aber fair", sowie "ttt" und mit "Nuhr am Leben"- einer Satiresendung mit Dieter Nuhr, mit Dokumentarfilmen, Features und Spielfilmen.

Heute bei Günther Jauch:
Unheilbar krank - Leben mit dem Tod - ARD-Themenwoche: Leben mit dem Tod

programm.ard.de

ard.de


Stephan Hadraschek am 18. November 2012, 16:11 | 0 Comment/s (2048) | 0 Trackbacks | » Tod

Mi Nov 14, 2012

200. Ausgabe von Dr. med. Mabuse erschienen!

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Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

Seit 36 Jahren sorgt die Zeitschrift Dr. med. Mabuse, Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe, für
einen kritischen Blick auf die Gesundheits‐ und Sozialpolitik. Die Zeitschrift ist ein Forum für
Beiträge und Debatten, die alle Gesundheitsberufe betreffen. Hier kommen die
Gesundheitsberufe miteinander darüber ins Gespräch, wie ihre Arbeit, die Versorgung der
PatientInnen und das Gesundheitswesen als Ganzes besser und solidarischer gestaltet werde können. Dieses Konzept einer Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe ist einzigartig in der
deutschen Presselandschaft – damit ist Dr. med. Mabuse unverzichtbar für alle, die sich
umfassend und kritisch über das Gesundheitswesen informieren wollen.
Pressemitteilung_Mabuse_200.pdf

mabuse-verlag.de


Stephan Hadraschek am 14. November 2012, 22:11 | 0 Comment/s (1819) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Nov 10, 2012

Schnaps für den Totenschädel

Für uns (Mitteleuropäer) ziemlich ungewöhnlich, doch in Bolivien lange Tradition:
Totenschädel - sogenannte Natitas - werden mit Blumen, Schnaps und Zigaretten versorgt. Das soll den Besitzern (bzw. Nachfahren) Glück bringen.




Stephan Hadraschek am 10. November 2012, 13:11 | 0 Comment/s (1784) | 0 Trackbacks | » Tod

Trauer - Gedenken - Erinnerung

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Stephan Hadraschek am 10. November 2012, 00:11 | 0 Comment/s (1755) | 0 Trackbacks | » Trauer

Fr Nov 09, 2012

Trauer auf Reisen

Einen Angehörigen zu verlieren schmerzt. Manchmal hilft ein Tapetenwechsel, um mit der Trauer besser fertig zu werden. Einfach Urlaub in der Sonne zu buchen, funktioniert aber oft nicht. Eine Alternative können Reisen mit anderen Trauernden sein[...] Der entscheidende Vorteil solcher Angebote sei die Chance, mit Menschen zu verreisen, die genau wissen, wie es einem geht...

n-tv.de

Dabei muss es nicht immer eine Reise ins ferne Ausland sein: Oft ist ein Ortswechsel ins nähere Umland ausreichend. Wesentlich ist immer die kompetente und engagierte Leitung sowie die Zusammensetzung der Reisegruppe.


Stephan Hadraschek am 09. November 2012, 21:11 | 0 Comment/s (1826) | 0 Trackbacks | » Trauer

So Nov 04, 2012

Sein Sterben planen: Die letzten Tage im Blick

Haben Sie schon mal eine Hochzeit geplant? Das nimmt nicht nur locker Monate in Anspruch, es beschäftigt auch viele Menschen und kostet oft sehr viel Geld. Mühen, die wir für diesen einen besonderen und magischen Tag im Leben gerne in Kauf nehmen.
Das Sterben aber - auch ein besonderer, magischer Moment im Leben - wird meistens nicht so geplant. Stattdessen wird so getan, als würde es gar nicht stattfinden. Lediglich der Vorsatz - "Naja, da machen wir uns Gedanken, wenn es soweit ist" - geistert in den Köpfen. Dabei ist Gevatter Tod verlässlicher als so manche Braut und kommt, auch wenn wir den Zeitpunkt nie genau wissen[...]

spiegel.de

Tja, nur ist das (eigene) Sterben, der (eigene) Tod nicht wirklich positiv besetzt. Wer möchte sich schon mit seiner eigenen Nichtexistenz beschäftigen...?
Und schließen würde sich der Kreis, wenn man auch noch seine eigene Bestattung in die Planungen mit einbeziehen würde. Wie kommt es, dass dieser Aspekt der "Vorsorge" permanent ausgeblendet wird...?


Stephan Hadraschek am 04. November 2012, 23:11 | 0 Comment/s (1912) | 0 Trackbacks | » Tod

Buchtipp - Spiegel Wissen : "Abschied nehmen: Vom Umgang mit dem Sterben"

Jetzt erschienen:

SPIEGEL WISSEN 4/2012:
Abschied nehmen: Vom Umgang mit dem Sterben.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 04. November 2012, 12:11 | 0 Comment/s (1730) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Sa Nov 03, 2012

Herbstzeit

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke

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Stephan Hadraschek am 03. November 2012, 22:11 | 0 Comment/s (1868) | 0 Trackbacks | » Trauer