Archiv: Oktober 2011

So Okt 30, 2011

"Probeliegen" - am 31.10. in der Berliner Urania

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"Ein großartiges Buch. Eine beeindruckende Sammlung nachdenklicher Geschichten zu einem unumgänglichen Thema." Sargsplitter.de


"Probeliegen" oder das Tabuthema Tod. Wie ein besserer Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit zu mehr Lebensqualität führt.
In Zusammenarbeit mit dem Scherz Verlag und dem Humanistischen Verband Deutschland, LV Berlin
Moderation: Ulrich Tünsmeyer, HVD Berlin

Mo., 31.10., 19:30 Uhr

urania.de

Warum wir ohne den Tod nicht leben können!
Torsten Körner beschließt in der Blüte seines Lebens bewusst auf die Suche nach dem Tod zu machen. Ungewöhnlich an diesem Buch ist die Perspektive: Der Autor sucht den Tod nicht nur da, wo ihn alle vermuten, sondern z. B. auf einer Modenschau, am Set eines Pornofilms, während eines Marathonlaufs, in einer Apotheke oder in einem Fitnessstudio. Natürlich besucht er auch die klassischen Sterbeorte wie Krankenhäuser, Hospize, Altersheime, Pathologien etc. und schildert, was er dort erlebt.
Jeder stirbt einen anderen Tod. Und in diesem Sinne ist das Buch von Torsten Körner ein höchst subjektives Abenteuer und zugleich eine Erfahrungsreise, die allen etwas schenkt: Nachdenklichkeit. Darüber hinaus ist es ein Füllhorn von Geschichten und Porträts, eine Wundertüte des Lebens!

fischerverlage.de

Torsten Körner
"Probeliegen"
Hardcover
Preis € (D) 18,95
ISBN: 978-3-502-15132-6


Stephan Hadraschek am 30. Oktober 2011, 20:10 | 0 Comment/s (1828) | 0 Trackbacks | » Tipps

Fr Okt 28, 2011

Die Traumhochzeit in Schwarz

Es wirkt vielleicht etwas skurril, aber unterschiedliche soziale Gruppen pflegen auch ihre eigenen Rituale: So beispielsweise eine Gothic-Hochzeit in Schwarz!
"Bis zum bitt'ren Ende" ist einzig und allein als eheliche Absichtserklärung zu werten und hat nichts damit zu tun, dass es sich bei der Hochzeitskutsche um einen original Dodge-Bestattungswagen handelt[...] Anschließend streift er der Gattin den mit Lilien verzierten Trauring über und sagt: "Jetzt tu auch mal was, du Luder, du!" Apropos Lilien: Ihren Brautstrauß aus schwarzen Rosen und tiefroten Calla hat die Braut, eine ausgebildete Floristin mit eigenem Geschäft "Kreuzblume", in der Nacht vor der Hochzeit selber gestaltet. Nun gut, dafür benötigte sie wahrscheinlich weniger Zeit für das Augenmake-up als der frisch Angetraute, der sich zur Feier des Tages für einen langen schwarzen Brokat-Rock entschieden hat.

Nun denn, warum eigentlich nicht. Wenn sich schon in der Bestattungskultur die (alten) Formen verändern, warum dann nicht auch beim Übergangsritus ("Rites de passage") der Hochzeit...?

ksta.de


Stephan Hadraschek am 28. Oktober 2011, 10:10 | 0 Comment/s (1618) | 0 Trackbacks | » Medien

Mi Okt 26, 2011

Ein Knochenjob

Die Knochen von Dicken sind schwer zu reinigen. Das Fett verklebt die feinen Blättchen in ihrem Inneren, die Spongiosa. Immer wieder richtet Uwe Hesselbarth, 48, den Wasserstrahl auf die Knochenscheibe vor ihm. "Früher ging die Arbeit schneller, da hatten die Leute weniger Fett in den Knochen", sagt er. Seit 17 Jahren arbeitet Hesselbarth als Präparator für das Deutsche Institut für Zell- und Gewebeersatz (DIZG) in Berlin. Er stellt aus den Knochen von Toten Implantate für Lebende her.

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 26. Oktober 2011, 22:10 | 0 Comment/s (1665) | 0 Trackbacks | » Tod

Mo Okt 24, 2011

Die Veränderungen der Bestattungskultur

Die Bestattungskultur ist im Wandel begriffen, was sich durch ein verändertes Bestattungsverhalten bemerkbar macht. Viele Dinge, die früher nicht hinterfragt wurden, werden nun kritisiert. Kann ritualisierte Trauer wirklich keinen Halt mehr geben? Müssen althergebrachte Abläufe immer so bleiben? Die Bestattungswelt bleibt spannend...

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 24. Oktober 2011, 22:10 | 0 Comment/s (1574) | 0 Trackbacks | » Bestattung

Di Okt 18, 2011

Herbststimmung

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Friedhof Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße, Berlin


Stephan Hadraschek am 18. Oktober 2011, 22:10 | 0 Comment/s (1591) | 0 Trackbacks | » Friedhof

So Okt 16, 2011

14. Berliner Hospizwoche

Ab morgen geht es los:
Die 14. Berliner Hospizwoche wird auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Programmpunkten Einblick in die Aufgaben der Hospizarbeit geben. Die Hospizbewegung ist im Kern eine Bürgerbewegung mit bundesweit rund 80.000 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
In den Palliativ- und Hospizdiensten – ambulant und stationär – helfen qualifizierte Frauen und Männer mit hohem persönlichen Engagement den Sterbenden und den Trauernden.

Vom 17. bis zum 23. Oktober 2011 in Berlin - an verschiedenen Orten.

Mehr Infos unter:
hospizwoche.de


Stephan Hadraschek am 16. Oktober 2011, 16:10 | 0 Comment/s (1587) | 0 Trackbacks | » Tipps

Fr Okt 14, 2011

Wasser-Rosen-Symbolik

Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische.
Mit der Rose war auch die Vorstellung des Schmerzes verbunden (Keine Rose ohne Dornen) und wegen ihrer hinfälligen Kronblätter auch mit Vergänglichkeit und Tod.

wikipedia.de

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Stephan Hadraschek am 14. Oktober 2011, 23:10 | 0 Comment/s (1731) | 0 Trackbacks | » Trauer

Buchtipp - Richard Taylor: "Der moralische Imperativ des Pflegens"

Richard Taylor
Der moralische Imperativ des Pflegens
Verlag Hans Huber

Es gibt mittlerweile einige Bücher von Betroffenen, die sich offen über ihre Demenz äußern (u.a. Helga Rohra: "Aus dem Schatten treten"). Sie setzen sich darin für die Rechte als Demenzbetroffene ein.
Auch im Buch von Richard Taylor geht es darum, aus dem Schatten zu treten.
Nach Meinung führender Experten liegt das Problem nicht bei den Dementen selbst, sondern bei der Gesellschaft - diese muss lernen, "Demenz" zu integrieren und Erkrankte nicht zu separieren.
Das Buch richtet sie sich auch diejenigen, die aus erster Hand erfahren wollen, welche Hürden Menschen mit Demenz in unserer Gesellschaft überwinden müssen.
Aber auch, welche Potenziale noch in ihnen stecken.
Man wünscht sich mehr solch kritischer und nachdenklicher Bücher um die Begleitung von Menschen mit einer Demenz. Besonders Pflegende und Pflegewissenschaft scheinen allzu häufig mit Lösungsvorschlägen dabei, indem Methoden und Instrumente entwickelt werden, die den Umgang mit verwirrten Menschen erleichtern sollen. Taylors Essay "Der moralische Imperativ des Pflegens" versteht sich jedoch vielmehr als Ermunterung zum Aushalten oder einfach nur zum Mit-Sein.
Die 'Entgegnungen' namhafter deutschsprachiger Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler am Ende des Buchs unterstreichen diese innere Haltung.
Der Essay 'Der moralische Imperativ des Pflegens' ist ein Dokument, das unbedingt weiter diskutiert werden muss.
Ergänzt wird Taylors Text um Entgegnungen von Martin W. Schnell, Pasqualina Perrig-Chiello, Silvia Käppeli, Peter Wißmann und Hilde Schädle-Deininger.

Zum Autor:
Richard Taylor ist emeritierter Psychologieprofessor aus den USA, bei dem vor ca. 10 Jahren die Diagnose „Demenz vermutlich Alzheimer“ gestellt wurde. Der Autor ist u. a. als „Demenz-Aktivist“ durch seine vielen Vorträge in den USA und mittlerweile auch in Deutschland bekannt, siehe u. a. sein Buch „Alzheimer und Ich. „Leben mit Dr. Alzheimer im Kopf„“.


Verlag Hans Huber

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Richard Taylor
Der moralische Imperativ des Pflegens
Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Brock
2011. 53 S., 8 Abb., 1 Tab., Gb
Übersetzt von: Elisabeth Brock
Erschienen: 7. Juni 2011
ISBN: 9783456849720
Preis: EURO 9.95 / CHF 14.80


Stephan Hadraschek am 14. Oktober 2011, 00:10 | 0 Comment/s (1622) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Do Okt 13, 2011

Heute bei Markus Lanz: Fritz Roth

Es ist mal wieder so weit: Das Enfant terrible der Bestattungsbranche ist zu Gast bei Markus Lanz.
Der Grund: Fritz Roth hat kürzlich im Campus Verlag sein neues Buch "Das letzte Hemd ist bunt" veröffentlicht.
Sein Credo: Wir sind als Individuen und auch als Gesellschaft gefordert, eine neue Sterbe- und Trauerkultur zu entwickeln.

Wer seine anderen Publikationen kennt, wird hier nichts wirklich Neues erfahren.
Aber er wirkt und denkt in der Kategorie: Steter Tropfen höhlt den Stein.
Und ein wenig ist der Fels bereits gehöhlt...

zdf.de

campus.de


Stephan Hadraschek am 13. Oktober 2011, 21:10 | 0 Comment/s (1600) | 0 Trackbacks | » Tipps

Designer und Särge

Von Adidas bis Tchibo und von Ariel bis Sony - der 44-Jährige hat schon vielen Produkten seinen Stempel aufgedrückt. Doch an eines würde er sich nie heranwagen. Michalsky: „Es gibt eine Sache, die würde ich nie designen und zwar Särge. Ich bin da ein bisschen abergläubisch. Ich habe das Gefühl, man spielt da ein bisschen mit dem Schicksal. Das würde ich also auf keinen Fall machen, weil ich einfach das Leben zu sehr liebe auch.“

Schade, Herr Michalsky! Einer Ihrer berühmten Kollegen - Colani - hat sich schon daran versucht. Und es war seinerzeit (und eigentlich bis heute) immer noch ein Hingucker:
sueddeutsche.de

Aber eine Wasserflasche ist schon mal ein guter Anfang...

tikonline.de


Stephan Hadraschek am 13. Oktober 2011, 00:10 | 0 Comment/s (1794) | 0 Trackbacks | » Kurioses

So Okt 09, 2011

Der Friedhof auf dem Ölberg

Schon seit Jahrtausenden, noch bevor König David 1005 vor Christus Jerusalem eroberte, werden am Ölberg die Toten beerdigt. Der Kalkstein hier macht es leicht, Gräber auszuheben[...]
Gräber mit VIP-Status: "Jeder Jude will hier begraben sein", sagt Eisenstein, eine Israelin, die Besucher durch ihre Heimatstadt Jerusalem führt. "Dann ist er am Jüngsten Tag sofort zur Stelle." Während sich die Toten auf anderen Friedhöfen der Welt zur Ankunft des Messias erst durch die Erde graben müssten, so der Volksglaube, seien die Toten am Ölberg schon da. Entsprechend voll ist der Friedhof.


spiegel.de


Stephan Hadraschek am 09. Oktober 2011, 13:10 | 0 Comment/s (1682) | 0 Trackbacks | » Friedhof

Do Okt 06, 2011

Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin 2011

„Leben können - Sterben dürfen. Hospizkultur und
Palliative Care als Wegbereiter für eine neue Altenpflege“,
so lautet unser Tagungsmotto. Wir haben uns dafür im
Bewusstsein um die Frauen und Männer entschieden,
die schon heute aktiv eine „neue Altenpflege“ kreieren[...]
Es bedarf der ernsthaften und kreativen Auseinandersetzung
mit den Chancen und Problemen in Pflege,
Hospizarbeit und Palliative Care. Es gilt, Leiden zu lindern,
Abschiede zu gestalten und zum Wohle der Menschen,
für die wir Sorge tragen, zu handeln...



Datum: Freitag, 7. Oktober 2011
Thema: Leben können – Sterben dürfen. Hospizkultur und Palliative Care als Wegbereiter für eine neue Altenpflege.

Ort: Akademie der Konrad Adenauer Stiftung Berlin

Format: 6. Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin

Flyer_Fachtagung_2011.pdf

palliative-geriatrie.de


Stephan Hadraschek am 06. Oktober 2011, 23:10 | 0 Comment/s (1666) | 0 Trackbacks | » Tipps

Mi Okt 05, 2011

Buchtipp - Allan Botkin/Craig Hogan: "Zwischen Trauer und Versöhnung"

Allan Botkin/Craig Hogan
Zwischen Trauer und Versöhnung.
IADC: Therapeutische Kommunikation mit Verstorbenen – Heilung von Schuld und Trauma

Für Betroffene gibt es einen (neuen) therapeutischen Ansatz: IADC, Induced After Death Communication, heißt die Methode zur Befreiung von traumatischen Belastungen.
Dabei ist IADC eine Weiterentwicklung der wissenschaftlich anerkannten Traumatherapiemethode EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing: Lösen belastender Emotionen durch therapeutisch angeleiteter Augenbewegungen).

Wenn geliebte Menschen sterben, hinterlässt dies immer eine tiefe Leere. Viele haben das Gefühl, etwas versäumt zu haben: Die Klärung eines Problems, Wiedergutmachung, Versöhnung am Sterbebett. Dies führt häufig zu Schuldgefühlen gegenüber den Verstorbenen, die ein Leben lang anhalten können. Besonders bei plötzlichem Tod tritt diese Reaktion ein, denn die Möglichkeit einer Abschiednahme zu Lebzeiten war nicht möglich. Im begleiteten Sterben, beispielsweise in Hospizen, gehört diese Möglichkeit zum Konzept. Ebenso bei längeren Phasen einer schweren Erkrankung, bei der das Ableben absehbar ist.

vakverlag.de

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Stephan Hadraschek am 05. Oktober 2011, 22:10 | 0 Comment/s (1680) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Mo Okt 03, 2011

Schweizer Friedhöfe sind "verwesungsmüde"

Da Leichen in ihren Gräbern nicht mehr innerhalb der Ruhefrist verwesen, haben Friedhofsmitarbeiter oft unschöne Begegnungen mit so genannten "Fettwachsleichen".

Fettwachsleichen auf Schweizer Friedhöfen werden konserviert wie die Ausstellungsmumie aus Ägypten in der Ausstellung Mumien, Mensch, Medizin, Magie an der Universität Irchel. Das seien auch Mumien, stellt der Mumienforscher der Universität Zürich, Frank Rühli, fest...

20min.ch

Dieses Phänomen existiert jedoch auch in anderen Ländern, wie beispielsweise in Deutschland.


Stephan Hadraschek am 03. Oktober 2011, 21:10 | 0 Comment/s (1458) | 0 Trackbacks |

So Okt 02, 2011

Buchtipp - Alain de Botton : "The Pleasures and Sorrows of Work"

Alain de Botton: The Pleasures and Sorrows of Work

Dankbar für die Kurzsichtigkeit
Nur pathologische Kurzsichtigkeit macht es uns möglich zu funktionieren", schreibt Alain de Botton, "sie gibt uns die Energie zu leben". Es sei gut, sich in die Arbeit und ihre Rituale zu stürzen, meint der Schweizer Philosoph[...]
Arbeit bringt unser Gefühl für Verhältnismäßigkeit aus dem Gleichgewicht - aber genau dafür sollten wir dankbar sein. Nur so nämlich können wir uns in ihre Rituale stürzen, nur so können wir die Gedanken an unsere eigene Endlichkeit und die Endlichkeit unserer Bemühungen vor uns hindenken wie ein intellektuelles Spielchen...

dradio.de

Alain de Botton: The Pleasures and Sorrows of Work
New York: Random House / Vintage International
326 Seiten, 15,95 US$


Stephan Hadraschek am 02. Oktober 2011, 16:10 | 0 Comment/s (1541) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher