Archiv: Dezember 2010

Fr Dez 31, 2010

Guten Rutsch!

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Sargsplitter wünscht allen Lesern (und natürlich auch allen Nicht-Lesern) ein gesundes, erfülltes neues Jahr 2011!

Guten Rutsch!


Stephan Hadraschek am 31. Dezember 2010, 18:12 | 0 Comment/s (2980) | 0 Trackbacks |

Do Dez 30, 2010

Vom Horrorwesen zum Weichei

Müssen sich heutige Vampire auch dem Mainstream des pseudo-romantischen Schönlings unterordnen? Es scheint so. Der britische Literaturwissenschaftler Richard Sugg von der britischen Durham University hat diese Verweichlichung des einstigen Gruselwesens untersucht.
Der Vampir aus der populären "Bis(s)"-Buchserie der US-Autorin Stephenie Meyer lebt in einem lichtdurchfluteten Designerhaus. Särge hat er nicht im Keller. Und Menschenblut ist ihm zuwider. "Wir haben gelernt, unseren Durst zu kontrollieren", sagt der blasse Beau über seine Sippe. "Wir bezeichnen uns als Vegetarier."

spiegel.de


Stephan Hadraschek am 30. Dezember 2010, 21:12 | 0 Comment/s (2459) | 0 Trackbacks | » Medien

Mo Dez 27, 2010

Eisblumen

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Stephan Hadraschek am 27. Dezember 2010, 23:12 | 0 Comment/s (1674) | 0 Trackbacks |

Buchtipp - Brigitte Tag, Dominik Groß u.a. (Hg.) : "Todesbilder. Studien zum gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod" (Bd. 1-4)

Die Reihe "Todesbilder" ist nun vollständig:
Band 4: "Der Umgang mit der Leiche. Sektiom und toter Körper in internationaler und interdisziplinärer Perspektive", ist kürzlich erschienen.
Im Abschlussband erörtert in "I. Grundsatzfragen" die rechtlichen Aspekte der Sektion in
verschiedenen europäischen Staaten. Hierbei wird auch ein sehr aktuelles Thema - die Organtransplantation - in Deutschland und Österreich vergleichend dargestellt.
In "II. Interdisziplinäre Betrachtungen zu Tod und Medizin" wird die mit einer Sektion die hochgradig tabuisierte Verletzung der körperlichen Integrität und der Totenruhe untersucht. In Aufsätzen wie "Die Zergliederung des Körpers [...]", "Der Körper als Rohstoff [...]" oder "42,90 Euro pro Arm [...]" werden unterschiedliche Aspekte dieses äußerst sensiblen Themas fundiert dargelegt. Auch der vierte Band ist - wie die Vorgänger - sehr lesenswert und aufschlussreich. In bisher nicht dagewesener Dimension ist dem Thema "Tod und toter Körper" ein Gesamtwerk gewidmet worden, das Maßstäbe gesetzt hat.

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Der Campus Verlag hat sich viel vorgenommen:
In einer außergewöhnlichen Reihe veröffentlicht der Verlag: Todesbilder. Studien zum gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod. Band 1-4.
Wenn man bedenkt, dass die Thematik „Tod“ zwar gesellschaftstauglich geworden ist (aber eher auf populäre, mediale Art), dann ist dieses wissenschaftliche Werk mit vier Bänden eindrucksvoll. So intensiv und umfassend hat man sich wohl noch nie mit dem „Tod“ und dem „Leichnam“ beschäftigt. Schon dafür gebührt dem Verlag und den Herausgebern große Anerkennung!
Im ersten - und umfänglichsten - Band (588 S.) geht es um das „Objekt Leiche - Technisierung, Ökonomisierung und Inszenierung toter Körper“
Im Zentrum des Bandes stehen der Leichnam und seine Nutzbarmachung in verschiedenen Kulturen und Epochen: der Wandel von Trauer- und Bestattungsriten, die Darstellung toter Körper in Kunst und Literatur, die Leiche im Kontext des Krieges, ihr Stellenwert in den Religionen bis hin zur Weiterbehandlung mit modernen Techniken wie Tiefkühlung oder Diamantisierung.
Die Herausgeber sind: Dominik Groß, Historiker, Ethiker und Mediziner. Groß ist Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen. Außerdem Jasmin Grande, Literaturwissenschaftlerin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Der Inhalt ist umfassend und beinhaltet Aspekte wie:

Die Aneignung des menschlichen Leichnams: Facetten eines wenig
beleuchteten Phänomens

Der Nutzen des Leichnams im Altertum
Das schwierige Verhältnis der Griechen zum toten Körper

Überlegungen zur Apotheose des römischen Kaisers und zum Umgang mit seiner Leiche

Zum Verhältnis von Anatomie und Wissenschaftspraxis in der Frühen Neuzeit

Der tote Körper: Literarische Metamorphosen des Leibes und der Seele

Der Körper des toten Soldaten: Aneignungsprozesse zwischen Verdrängung und Inszenierung

Der menschliche Leichnam als (technische) Ressource

Die Ökonomie des toten Körpers

Die Aneignung des eigenen Leichnams
Do ut des? Zur Motivation von "Körperspendern" und zur Funktion
des toten Körpers

Todesbilder. Studien zum gesellschaftlichen Umgang mit dem Tod
Dominik Groß (Hg.), Christoph Schweikardt (Hg.) u.a.
Campus Verlag 2010


campus.de

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Stephan Hadraschek am 27. Dezember 2010, 00:12 | 0 Comment/s (2910) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

Fr Dez 24, 2010

Frohe Weihnachten!

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Sargsplitter wünscht allen Lesern (und Nicht-Lesern) besinnliche Weihnachtstage.
Frohes Fest!


Stephan Hadraschek am 24. Dezember 2010, 23:12 | 0 Comment/s (1666) | 0 Trackbacks | » Termine

Di Dez 21, 2010

Buchtipp - Michael Heinlein : "Die Erfindung der Erinnerung"

Michael Heinlein
Die Erfindung der Erinnerung
Deutsche Kriegskindheiten im Gedächtnis der Gegenwart

„Erinnerung“ und „Gedächtnis“ haben seit Jahren Konjunktur, insbesondere im Kontext der Holocaust-Forschung der letzten Jahre. Hingegen sind die „Kriegskinder“ und „Kriegsenkel“ erst seit kurzer Zeit in der öffentlichen Diskussion um die Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges und in Anbetracht des hohen Alters der letzten Zeitzeugen. Bedeutende Verbände wie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. haben sich zwar schon immer dieses Themas angenommen, nur hat die Öffentlichkeit dies nur beiläufig zur Kenntnis genommen.
Seit dem sich auch die Wissenschaft (Historiker, Soziologen, Psychologen) dafür interessiert, wird diese lang vernachlässigte Thematik zunehmend für die Öffentlichkeit interessant – oder auch umgekehrt, wenn man an die wichtigen Bücher von Sabine Bode denkt: „Die vergessene Generation
Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“ und „Kriegsenkel - Die Erben der vergessenen Generation“.
Beides wichtige Bücher nach langen Jahren des Schweigens. Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht von einer „verschwiegenen, unentdeckten Welt“. Mit den Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie. Ebenso betrifft dies die Generation der Kinder der Kriegskinder. („Kriegsenkel“), die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen, die jetzt sich selbst und die eigene Familie besser verstehen will.
Eine der wesentlichen Fragen dabei: Wie ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihr Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

transcript-verlag.de

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Stephan Hadraschek am 21. Dezember 2010, 22:12 | 0 Comment/s (1820) | 0 Trackbacks | » Tipps - Bücher

So Dez 19, 2010

Der erste Sarg von Lee Harvey Oswald ist verkauft

Aktuelle Meldung:
Der Sarg des Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald ist verkauft. Die Kiste aus Kiefernholz brachte bei einer Auktion in Los Angeles rund 66.000 Euro ein. Der Sarg Oswalds ist in schlechtem Zustand, aber einfach zu restaurieren, meldete das Auktionshaus.

spiegel.de

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iStock-Photo

4. Dezember 2010:
Das gibt es nicht alle Tage:

Das erste "Bestattungsbehältnis" (sprich: Sarg) des Attentäters von auf John F. Kennedy, Lee Harvey Oswald, ist zu ersteigern.
Der Holzsarg des mutmaßlichen Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald wird in Los Angeles versteigert. Es handelt sich um den Sarg, in dem Oswald zunächst beigesetzt wurde - bevor Beamte ihn 1981 exhumierten, weil es Zweifel an der Identität gab...
n-tv.de

Was mich nur wundert: Nach 18 Jahren Ruhezeit sieht der Sarg noch erstaunlich intakt aus.

Berliner Kurier


Stephan Hadraschek am 19. Dezember 2010, 01:12 | 0 Comment/s (1905) | 0 Trackbacks | » Kurioses

Fr Dez 17, 2010

"Spiritual Care" für Mediziner

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iStock

Schon seit 2004 gehört Palliativmedizin zum Stundenplan eines jeden Münchner Medizinstudenten. "Spiritual Care" - zu Deutsch: spirituelle Pflege - ist ein Fachbereich davon. Ziel ist es, den Nachwuchsmedizinern das Bewusstsein zu vermitteln, dass es bei todkranken Menschen so etwas wie einen "spirituellen Schmerz", aber auch innere Kraftquellen geben kann, die in einer guten Behandlung berücksichtigt werden sollten.

welt.de


Stephan Hadraschek am 17. Dezember 2010, 22:12 | 0 Comment/s (1688) | 0 Trackbacks | » Tod

Sa Dez 11, 2010

Worldwide Candle Lighting

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iStock

Auch in diesem Jahr finden anlässlich des "Weltweiten Kerzenleuchtens" (Internationales Worldwide Candle Lighting) zahlreiche Gedenkveranstaltungen in Deutschland statt.

Was ist "Worldwide Candle Lighting?"
Das Weltweite Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting) findet jährlich am zweiten Sonntag des Monats Dezember statt und hat sich in seiner jungen Geschichte bereits als Weltgedenktag der Kinder etabliert. An diesem Tag gedenken Angehörige in der ganzen Welt ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister. Zahlreiche Institutionen und Vereine laden zu gemeinsamen Gedenkfeiern ein.
Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den „Compassionate Friends“ zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen.

wikipedia.de

Siehe auch: sepulkralmuseum.de

Hinweis zu zwei Veranstaltungen in Berlin am Sonntag, 12. Dezember 2010:
1) "Ein Licht geht um die Welt"

Abendandacht in der St. Marienkirche
Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin
Beginn: 16.30 Uhr
Für die Betreuung von Geschwisterkindern ist gesorgt.
Im Anschluss sind alle gerne zu einem Beisammensein bei Tee und Gebäck eingeladen.

2) "Worldwide Candle Lighting"
… that their light may always shine (lasst ihr Licht auf immer scheinen)
Wir laden anlässlich des Worldwide Candle Lighting Days Eltern, Geschwister, Großeltern und alle, die Anteil nehmen möchten, zur Gedenkandacht für verstorbene Kinder am 12. Dezember 2010 (3. Advent) um 17.00 Uhr in die kath. Kirche Hl. Kreuz, Hildegardstraße 3a, 10715 Berlin, ein. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu einem Beisammensein in den Gemeinderäumen bei Tee und Keksen.


Weitere Informatione zu Orten und Zeiten unter:
veid.de (Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V).

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Stephan Hadraschek am 11. Dezember 2010, 23:12 | 0 Comment/s (1739) | 0 Trackbacks | » Termine

So Dez 05, 2010

Gedenken und Beistand in schweren Stunden

Es ist die dunkle Jahreszeit, die Menschen ihre Verluste besonders traurig werden lassen.
Es ist die Zeit von Volsktrauertag bis Ewigkeitssonntag - und darüber hinaus um die Jahreswende. Viele, die einne geliebten Menschen gerade zu dieser Zeit verloren haben, spüren dies noch stärker. Selbst wenn der Verlust schon Jahre zurückliegt.
Jetzt ist Beistand wichtig. Von Menschen, die einem stehen und von Menschen, von denen man es vielleicht nicht erwarten würde.
Der Trauernde soll spüren, dass er nicht allein gelassen ist.


Stephan Hadraschek am 05. Dezember 2010, 13:12 | 0 Comment/s (1940) | 0 Trackbacks | » Trauer