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Archiv: September 2006
Vom Fölbach Medienservice erreichte die Sargsplitter-Redaktion folgende Meldung:
Belgrader Ärzte ließen Patienten sterben
Es klingt wie ein Horrormärchen: Ausgerechnet in der Erste-Hilfe-Zentrale der serbischen Hauptstadt Belgrad sollen zwei Ärzte durch unterlassene Hilfe den Tod dutzender Patienten verschuldet haben, um von Bestattungsunternehmen Provisionen zu erhalten. Der Ambulanz-Direktor Borko Josifovski hat nach Medienberichten vom Donnerstag die beiden ediziner beschuldigt, seit April durch den Verzicht auf Wiederbelebung den Tod von wenigstens 49 Kranken verursacht zu haben. Die beiden Ärzte hätten dann private Beerdigungsunternehmen informiert und jeweils bis zu 200 Euro Belohnung dafür erhalten.
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Todesmutig – Das siebte Werk der Barmherzigkeit.
Zur Kulturgeschichte des Bestatterberufes.
Vom 17. September 2006 bis 11. Februar 2007
Wie kommt ein Mensch unter die Erde?
Dieser scheinbar banale Frage wird in der aktuellen Ausstellung im Sepulkralmuseum/Kassel nachgegangen.
Besonders in unserer heutigen Zeit, wo vielfach von einer Verflachung der Bestattungskultur gesprochen wird, ist der Blick auf die Entstehungsgeschichte dieses Berufes außerordentlich interessant.
Meist im Hintergrund standen und stehen die Menschen, die bei der Bestattung helfen und sie durchführen. Heute trägt die Hauptverantwortung dafür der Bestatter/die Bestatterin. Früher gab es eine Vielzahl von Gruppen, sozialen Netzen und Berufen, die damit befasst waren.
Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Bundesverbandes Deutscher Bestatter mit seinen Kultureinrichtungen Kuratorium Deutsche Bestattungskultur und Stiftung Humatia für Sepulkralkultur sowie des Zentralinstituts und Museum für Sepulkralkultur in Kassel.
Adresse
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstraße 25-27
D-34117 Kassel
Telefon: ++49 (0) 561 918 93-0
Telefax: ++49 (0) 561 918 93-10
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-20 Uhr
Führungstermine nach Vereinbarung
sepulkralmuseum.de
todesmutig.net
Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Der Vorfall entbehrt eigentlich jeder Komik, aber ein wenig erinnert die Begebenheit an eine Szene aus einem Monty Python-Film:
Alte Dame geht auf den Friedhof, um das Grab ihres verstorbenen Mannes zu pflegen. Plötzlich löst sich der Grabstein vom Nachbargrab und begräbt die alte Dame. Und wer ist der Retter in der Not? Natürlich der Totengräber...
nachrichten.at
Neue Termine:
Fotoausstellung "Über Sterben und Tod" in Wittlich (Rheinland-Pfalz) und in Merzig (Saarland)
Vom 21.09.2006 bis zum 26.09.2006 sind die Bilder in Wittlich im Ausstellungsstand von Herrn Bestattermeister Guido Eis auf der Wittlicher Wirtschaftswoche zu sehen.
Vom 05.10.2006 bis zum 15.10.2006 ist die Ausstellung in Merzig im Haus der Familie in der Hochwaldstr. 13 zu sehen.
Öffnungszeiten: Montags - Donnerstags von 8.00 - 16.30 Uhr, Freitags von 8.00 - 13.00 Uhr.
Die Ausstellungseröffnung findet am 05.10. um 17.30 Uhr statt. Außerdem gibt es am 05.10. um 19.00 Uhr die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Autor Johannesspricht im Museum Schloss Fellenberg in Merzig.
Veranstalter: Stiftung Ambulante Hospizbewegung im Kreis Merzig-Wadern in Zusammenarbeit mit dem Dekanat Merzig.
Nähere Informationen über diese Ausstellung sowie einige Bilder unter
www.nadine-stange.de
Es ist kaum zu fassen, aber die Schändung der Gedenkstelle für Anastasia geht weiter:
Am letzten Sonntag war alles noch o.k. (siehe die Bilder vom 20. August) - Anfang dieser Woche war ich so geschockt dass ich dachte, ich sei an der falschen Stelle. Es war alles, wirklich alles weggeräumt. Alle persönlichen Dinge (die Mutter der Verstorbenen hatte auch wieder ein Bild hingestellt), Blumenvasen, frische Blumen, Kinderzeichnungen - alles weg. Zudem war für jeden sichtbar ein Schild angebracht mit der Aufschrift, man möge diese Dinge bitte stehen lassen.
Recherchen hatten ergeben, dass weder das Ordungsamt damit etwas zu tun hat (ganz im Gegenteil - das Amt unterstützt diese Gedenkstelle) noch irgendwelche Baufirmen, die im Hafengebiet arbeiten. Auch die Polizei ist informiert. Aber die Stelle kann nun mal nicht rund um die Uhr bewacht werden.
Die Frage ist nur, welcher kranke Geist hier seine Gelüste auslebt und in keinster Weise an das Opfer und die Anghörigen denkt?
Es gibt leider zu viele Idioten - und es werden scheinbar immer mehr...
Die völlig abgeräumte Stelle
Ein einsames, kleines und unscheinbares Sträußchen von gepflückten Wiesenblumen hängt am Hafenzaun
Passend zum Artikel vom 2. September zum Thema "Fettleibigkeit" hier eine neue Meldung:
Der in Bangkok verstorbene Christoph Prinz von Hohenlohe passt nicht in die Familiengruft!
Die für ihn vorgesehene Nische in der Familiengruft im Hohenlohe-Mausoleum auf dem Friedhof von Marbella ist zu klein.
Jetzt muss erst einmal nachgearbeitet werden...
Chart-King
Das die Tätigkeit eines Sargträgers schon immer mit Anstrengung verbunden war, ist klar.
Aber die Sargträger in Australien hat es scheinbar besonders hart getroffen: Die Menschen werden immer fettleibiger!
"Die Handhabung der Särge ist ein Problem-Thema geworden", sagte der Direktor des Verbandes Anglikanischer Friedhöfe, Derek Williams.
Das Problem gehört mittlerweile jedoch auch in den USA zum Alltag der Bestatter.
Die Firma "Goliath Casket" stellt folgerichtig Särge in der Größe eines Doppelbettes her.
Da Übergewicht und Fettleibigkeit auch in Deutschland nicht ganz unbekannt sind, dürften sich ähnliche Anforderungen auch an die hiesige Sargindustrie stellen...
Focus Online
Ein trauriger Tag - heute am 1. September 2006:
Die am 18. Juli im Tegeler Hafen in Berlin tödlich verunglückte Anastasia hätte heute ihren 9. Geburtstag gefeiert.
Die Angehörigen und Freunde haben aber diesen Tag als einen besonderen Gedenktag für Anastasia begangen.
Trauernde Eltern haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, den Geburtstag des verstorbenen Kindes zu begehen: Foto-Alben raussuchen und sich verschiedene Bilder anschauen, sich Erinnerungen holen, allein, mit der Familie oder mit Freunden des Kindes. Familie und/oder Freunde einladen, wie früher zusammen Kaffee trinken, den Lieblingskuchen backen und vieles mehr. Dieser Tag bleibt immer ein besonderer Tag!

Maria-Anastasia Bierkamp